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Wieder einmal ein kapitales Eigentor der "edlen" Marke DLV PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Krefeld, 17. August 2010) Obwohl wir natürlich längst wissen, dass Darmstadt ein Vorort von Schilda (dort wo die vielen Schildbürgerstreiche fabriziert werden) ist, muss nicht gleich alles in Bausch und Bogen verurteilt werden, was unser aller Verband so anstellt. Welches Ei der DLV allerdings mit der Ausschreibung für die Deutschen Senioren-Meisterschaften im Werfer-Fünfkampf am kommenden Wochenende in Bogen (Bayern) ausgebrütet hat, spottet jeder Beschreibung. Ohne gleich den Untergang des Abendlandes zu proklamieren, darf getrost von typisch deutsch gesprochen werden. Erst kommen wir, dann ganz lange gar nix. Was schert es uns, was der große Rest der Welt macht. Soll der sich doch gefälligst nach uns richten. – Unerträglich und letztlich unverantwortlich den eigenen Aktiven gegenüber. Handelt sich ja auch nur um Senioren.
Die Fakten zu der Generalschelte seien nicht verschwiegen. 1.) Der DLV kümmert sich einen Teufel um die am 01. Mai 2010 in Kraft getretenen Beschlüsse der World Masters Athletics (WMA). Danach hat die W 75 mit folgenden Gerätegewichten zu stoßen und werfen: Kugel 2 kg, Diskus 750 gr., Hammer 2 kg, Gewicht 4 kg und Speer 400 gr . Bei den „Deutschen“ haben sie jedoch mit 3, 0,75, 3, 5,45 kg und 400 gr. anzutreten. Würde jetzt selbst unter den erschwerten Bedingungen ein Europa- oder Weltrekord aufgestellt, wäre ihm die Anerkennung zu versagen, da nicht mit regelkonformen Geräten erzielt. Könnte ergo das Kuriosum eintreten, dass ein deutscher Rekord besser ist als ein Weltrekord. Schizophren! Ganz davon abgesehen ist das Kuddelmuddel von unterschiedlichen Gewichten für international startende Athletinnen eine absolute Zumutung. Sportlich wie finanziell.
2.) In der offiziellen Ausschreibungsbroschüre, also in Papierform, ist die letzte Altersklasse bei den Senioren die M 75. Dagegen reicht auf der Seite www.leichtathletik.de die digitale Version bis zur M 80. Nun ist es kein Geheimnis, dass gerade die älteren Semester häufig keinen Internet-Zugang haben. Die bleiben jetzt also brav zu Hause und werden um einen Meisterschaftsstart geprellt, welche vielleicht sogar um Titel und Medaillen.
Meine Schlussfolgerung zu diesen unsäglichen Vorkommnissen wäre dermaßen gallig, dass ich sie mir lieber verkneife. Bilde sich jeder selber sein vernichtendes Urteil zu diesem Abziehbild eines Verbandes.

 
Dreister Dieb raubte Audi von Gottfried Gassenbauer aus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Wien, 13. August 2010) Noblesse hin oder her. Langfingern ist das schnurzpiepegal. Auf dem eingezäunten und verschlossenen Gelände des vornehmen Vienna Cricket and Football-Club unmittelbar neben dem 55.000 Zuschauer fassenden Ernst-Happel-Stadion wurde Hammerwerfer Gottfried Gassenbauer (*17.08.58) heute Vormittag beim Abschlusstraining für die Niederösterreichischen Masters Sonntag in Hainfeld Opfer eines dreisten Diebes. Gerade einmal 80 Meter Luftlinie vom Wurfkäfig entfernt wurde bei seinem Audi Avant A 6 die linke Fondscheibe eingeschlagen und ein im Fußraum hinter dem Fahrersitz liegender Rucksack entwendet. Inhalt: Geldbörse und sein Tagebuch von 2010 mit allen Trainings-, Wettkampf- und persönlichen Aufzeichnungen. Der materielle Verlust ist höchst ärgerlich, der ideelle viel schlimmer, da unwiederbringlich. Für den Täter indes völlig wertlos. Insofern hofft der vom Vornamen her mit dem Himmel im Bunde stehende fast 52-Jährige, sein Tagebuch gewissermaßen als verfrühtes oder verspätestes Geburtstagsgeschenk zurück zu bekommen.
Gottfried war bisher übrigens nicht abergläubisch. Erinnern wir uns: Heute ist Freitag, der 13.!

 
Ein ganz Großer der Werfer-Szene wird morgen Sechzig PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Melsungen/Krefeld, 10. August 2010) Er ist ein Mann für viele Fälle, sportlich wie dienstlich. Aktiv betrieb er Gewichtheben bis hinauf zur Bundesliga, Handball, Fußball, Volleyball, war einer der schnellsten Anschieber im Bobsport, startete bei deutschen Turnfesten, im Rasenkraftsport und im Schleuderballwerfen. Doch seine ganz große Liebe und Leidenschaft gehört(e), gleich nach seiner Frau, mit der er drei Töchter und einen Sohn hat, dem Diskuswurf. Kaum zu glauben, aber wahr: Er beendete über 300 Wettkämpfe mit der 2-Kilo-Scheibe mit Weiten über 60 Meter. Im richtigen Leben ist er noch bis Ende diesen Monats Polizei-Hauptkommissar. Nun fangen so nicht alle Geschichten über einen runden Geburtstag an. Können sie auch nicht. Denn diese Vita ist einmalig, passt nur zu Alwin J. Wagner (*11.08.50, Bild) aus Melsungen, der morgen sein 60. Lebensjahr vollendet. Dass er nicht abergläubisch ist und keine Berührungsängste mit Freitag, dem 13. hat beweist die Tatsache, dass er just dann mit 140 durchweg prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft und nicht zuletzt Sport, darunter sechs Olympioniken, viele deutsche Meister sowie Teilnehmer an Welt- und Europameisterschaften, in der Melsunger Stadthalle das Ereignis gebührend feiert.
Es ist irgendwie bezeichnend, dass Alwin Wagner im Sternzeichen Löwe geboren ist. Er hat den Mut und den Kampfgeist des Königs unter den Tieren. Und er hat offenbar sieben Leben, die den Katzen nachgesagt werden. Denn der gläubige und praktizierende katholische Christ ist in relativ jungen Jahren dem Gevatter Tod schon viermal von der Schippe gesprungen. Ein bisschen himmlischer Beistand wird bei seinem guten Draht nach oben in Gestalt von Schutzengeln womöglich auch dabei gewesen sein. Ohne es zu diesem freudigen Anlass auszuschmücken, war die Einpflanzung eines künstlichen Hüftgelenkes im Jahre 2008 noch die harmloseste Baustelle, wenngleich auch nicht ohne Komplikationen verlaufen. Rein rechnerisch gesehen kann er jedenfalls mit den drei verbliebenen Leben die 100 locker voll machen. Johannes „Joopi“ Heesters lässt schön grüßen!
Der „Herr der Ringe“ war so eine Art Dauerbrenner unter den Diskuswerfern. Gerade 23-jährig übertraf er 1973 erstmals die begehrte 60-Meter-Marke, zuletzt 1992 mit 42 Jahren. Und dazwischen alle 18 Jahre am Stück. Eine derartige Serie sucht ihresgleichen, können allenfalls noch Al Oerter, Jay Silvester (beide USA) und Jürgen Schult aufweisen. Den Senioren-Europarekord steigerte er 1990, also mit Vierzig, auf 65,80 m. Erst zwölf Jahre später wurde diese Bestmarke vom immer noch amtierenden Weltrekordler Schult um einen winzigen Zentimeter gesteigert. Seine Blütezeit erlebte der gebürtige Melsunger, damals im Trikot des ruhmreichen USC Mainz, zwischen 1981 und 85 mit fünf nationalen Titeln hintereinander. Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles (USA) wurde er Sechster, nur einen halben Meter von Bronze entfernt. Seine Lebensbestleistung stellte er am 1. Juli 1987 mit 67,80 m auf. Auch heut zu Tage noch eine Hausnummer, wie die EM-Resultate aus Barcelona lehren. Der 1,95 m große und seinerzeit 130 Kilo schwere Diskus-Hüne trug bei Länderkämpfen, Europameisterschaften (1978 Prag, ´82 Athen, ´86  Stuttgart), bei Europa-Cups und Olympia in der Vorstadt von Hollywood 44 Mal das Nationaltrikot mit dem Adler auf der Brust, war zeitweise Mannschaftskapitän.
Alwin griff mehr oder weniger nahtlos bei den Senioren ins Geschehen ein, war 25 Mal Deutscher Meister, Weltmeister 2005 in San Sebastian (Spanien), Europameister 2006 in Posen (Polen) und Hallen-Europameister 2007 im finnischen Helsinki. Kein Witz, da wurde tatsächlich unter dem Hallendach Diskus geworfen. Nicht zu vergessen: Seit nunmehr 28 Jahren hält er mit 86,92 m den Weltrekord im Schleuderballwurf. Gigantisch!
Natürlich reduziert sich der Nordhesse aus dem Schwalm-Eder-Kreis nicht auf Sport und Beruf. Sein weit reichendes soziales Engagement erstreckt sich über die Mitarbeit im Pfarrgemeinderat, die Polizeiseelsorge, Gewerkschaftsarbeit, die Tätigkeit als Stadtverordneter in Melsungen und quasi die gesamte Palette in der Leichtathletik bis hin zum Vize-Präsidenten des hessischen LA-Verbandes. Seine spektakulärste Tat und Auszeichnung: Für seinen großen persönlichen Einsatz um die Freilassung und Ausreise des in der ehemaligen DDR wegen angeblicher West-Kontakte inhaftierten früheren Diskus-Weltrekordlers Wolfgang Schmidt erhielt Alwin Wagner den Fairness-Preis der Deutschen Olympischen Gesellschaft.
Besser kann ein Laudatio nicht enden. Nur noch soviel: Lampis wünscht seinem VIP-Mitglied noch unendlich viele und schöne Jahre im seligen (Un-)Ruhestand! Denn ungeachtet seiner christlichen Gesinnung ist er alles andere als ein Kind von Traurigkeit.

 
EVAA-Präsident Dieter Massin "tief bestürzt" von dem Schreckensszenario PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Redaktion, 09. August) Land unter im Drei-Länder-Eck Deutschland, Polen, Tschechien. Die heftigen Regenfälle sowie die damit verbundenen Hochwasser der Flüsse sorgten für ein Bild der Verwüstung und Zerstörung. Davon sind auch die Sportanlagen der Städte Zittau, Bogatynia (Polen) und Hradek (Tschechien) betroffen, die in einer bislang einmaligen Kooperation die Senioren-Europameistgerschaften 2012 ausrichten. Den nachfolgenden Beitrag haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.masters-sport.de übernommen.

(Zittau, 09. August 2010) Mindestens zehn Tote und große Zerstörungen sind das traurige Fazit der dramatischen Sturzflut vom Samstag. Auch das Weinau-Stadion in Zittau stand am Sonntag noch vollständig unter Wasser. In Mitleidenschaft gezogen wurde auch die Verwaltungsneubauten der Austragungsstätte der kommenden Masters-EM, die im Rohbau fertig gestellt waren. Auch die Nebenplätze und der Werferplatz sind überschwemmt. Im benachbarten Zittauer Tierpark ertranken dutzende Tiere. In der betroffenen Region, so der Sprecher des sächsischen Innenministeriums, sei es "das schlimmste Hochwasser seit über 100 Jahren".
Noch viel dramatischer als in Deutschland ist das benachbarte Bogatynia betroffen. Die 18 000-Einwohner-Stadt, in der in zwei Jahren die Geher-Wettbewerbe der EM ausgetragen werden, wurde vom Fluss Miedzianka fast vollständig überflutet. Hunderte Menschen mussten evakuiert werden, die Stadt ist von der Außenwelt abgeschnitten. Unklar ist die Lage in der dortigen Braunkohlegrube. Polnische Medien berichteten, dass die gesamte die gesamte Infrastruktur der Kommune zerstört sei. Bürgermeister Andrzej Grzmielewicz ("Das ist die Apokalypse!") bat um dringende Hilfe. Seine Stadt gleiche einem Schlachtfeld. Viele der 18 000 Einwohner müssten ohne Strom auskommen, Brücken seien zerstört, mehrere Häuser eingestürzt. Die Bevölkerung der Stadt brauche Trinkwasser und Brot, appellierte er dem polnischen Fernsehen.
Auch im tschechischen EM-Austragungsort Hradek nad Nisou herrscht der Ausnahmezustand. Am Sonntagnachmittag besuchte der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus die vom Hochwasser schwer getroffene Stadt im Dreiländereck, die dringend Freiwllige für Aufräumarbeiten sucht und inzwischen damit begonnen hat, Kinder aus den betroffenen Stadtteilen in Ferienlagern unterzubringen.
Im Dreiländereck gab es wegen des Hochwassers in den vergangenen Tagen offenbar mindestens zehn Tote. Der heftige Dauerregen kostete in Tschechien mindestens drei Menschen das Leben . Die Männer seien im Nordwesten des Landes in den Sturzfluten ertrunken, teilten Polizei und Behörden am Sonntag mit. Medien berichteten von einem vierten Opfer, die Polizei bestätigte dies aber zunächst nicht. Drei Menschen wurden am Morgen noch vermisst, darunter ein Mann, der vor den Augen anderer in einen reißenden Fluss stürzte.
EVAA Präsident Dieter Massin (Ahlen) zeigte sich in einer ersten Reaktion "tief bestürzt von den schrecklichen Ereignissen im Dreiländereck. Meine Gedanken und meine Anteilnahme gehen an diesem Tag zu den Betroffenen." Zu den Konsequenzen für die EM 2012 wollte sich Massin nicht äußern: "Das ist angesichts der dramatischen Stunden und der Folgen für die Menschen in Bogytania, Hradek nad Nisou und Zittau nichts, worüber auch nur ein Wort zu reden ist", sagte er.
  

 
Werpvijfkamp Gentbrugge afgelast PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Harald Gijtenbeek   

(Amersfort, 08 augustus 2010) Op de site van Racing Club Gent staat verborgen dat de werpvijfkamp van 21 augustus a.s NIET doorgaat.

Dit is nog niet in de kalender verwerkt.

 
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