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Saure-Gurken-Zeit in der Politik wie bei der Leichtathletik PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Krefeld, 04. August 2010) Saure-Gurken-Zeit. Nicht nur in der Politik. Letzteres könnte uns ja noch ziemlich egal sein. Vielmehr: Wer Urlaub macht, der kann auch keine neuen Gemeinheiten für den geplagten Bundesbürger aushecken. Was uns beschäftigungslose Werfer im fortgeschrittenen Leistungssportalter weitaus schlimmer trifft, dass auch die potenziellen Veranstalter landauf, landab derzeit Sendepause haben. Von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen. So Alwin Wagner mit seinem Kugelstoß-Spektakel der besonderen Art kommenden Sonntag in Melsungen bei Kassel (siehe Veranstaltungen). Aber sonst? Tote Hose! Als ob die gesamte Nation gleichzeitig urlaubt.
Wer womöglich ein Meeting mit Wurf-Disziplinen ausfindig gemacht hat – nur ´raus damit und eine Info an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. gemailt. Die Werfergilde wird es danken. Garantiert!

 
puntenteller werp5kamp online PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Harald Gijtenbeek   

(Amersfort, 01 augustus 2010) Wie kent het niet, het hobbyen met excel sheets om zo de exacte punten van de werp5kamp te kunnen berekenen.
En dan even ombouwen zodat het online ook te vinden is. Dat even viel me tegen..... De nieuwe puntentelling (ingegaan op 1 mei 2010) is nog niet overal verwerkt en een akkefietje met de puntentelling in Hongarije, haalde mij over om mijn ongeveer calculator nu maar eens exact te maken.
Ik heb de code en de scripts zeker niet zelf verzonnen, maar heb handig gebruik gemaakt van bestaande sites en deze calculator wel verder verbeterd (want er zat toch afwijking van maximaal 5 punten in). Ik durf te stellen dat de calculator nu excact is!
Het resultaat is te vinden op:http://punten.gijtenbeek.net

Opmerking: vanwege javascript is de site niet te gebruiken op PDA's en op mobiele telefoons. Daar ben ik nog naar een oplossing aan het zoeken. Iedere hulp is daarbij welkom.

 
EM: Betrug an Kugelstoßer David Storl und andere Ungereimtheiten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Krefeld, 01. August 2010) Mittlerweile haben wir uns sattsam an die stümperhafte Fernseh-Berichterstattung von den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona (Spanien) gewöhnen können, nehmen es mann- und frauhaft als höhere Gewalt hin. Gestern kam ein neue, andere Dimension von Dilettantismus dazu. Für bekennende Werfer Blutdruck steigernd und gesundheitsgefährdend. Da darf getrost und offenkundig von Betrug gesprochen werden. Jahrhundert-Talent David Storl wurde zumindest um eine bessere Weite geprellt. Beim letzten Versuch des gerade 20-Jährigen im Kugelstoß-Finale landete die Kugel etwa 25 Zentimeter vor der stimmigen 21-Meter-Markierung. Gemessen wurde jedoch bei einem Abdruck, der etwa 20 Zentimeter davor lag. Das war für den Betrachter am Bildschirm klar erkennbar, wurde später von der ARD mit einem Standbild noch einmal eindeutig bewiesen. So gingen 20,57 m in die Ergebnisliste ein. Stellt sich ohnehin die Frage, wieso die Kampfrichter die nach dem Aufschlag der Kugel im Rasen entstehenden Krater nicht nach dem jeweiligen Messvorgang zu getreten haben. Zu diesem Zeitpunkt waren zwischen der 20- und 21-m-Marke rund 40 Einschläge. Wer will da noch den Durchblick behalten?! Und dennoch: Ein Athlet hat ein Anrecht darauf, dass seine tatsächlich erzielte Weite gemessen und nicht geschätzt wird.
Ob bei der Zentimeter-Entscheidung zwischen Andrei Mikhnevich (BLR, 21,01 m) und Tomasz Majewski (POL, 21,00 m) der richtige Europameister gekürt wurde, steht eingedenk dieser Tranfunzeln von Feld-Kampfrichtern, zwei an der Zahl, noch dahin. Unstreitig ist nach dem optischen Eindruck dagegen der dritte Platz von M-30-Senior Ralf Bartels (*78), der sich mit seinen auf dem letzten Drücker erzielten 20,93 m statt Blech noch Bronze sicherte. Geben wir zu, dass dem ungekrönten König des sechsten Versuchs ein unmöglicher Fauxpas der Wettkampf-Regie in die Karten spielte. Der gerade von ihm auf Platz vier verdrängte Lette Maris Urtrans (20,72 m) stand bereits im Ring und wollte seinerseits Versuch sechs absolvieren, als er wegen einer Siegerehrung (mit zwei Spaniern, versteht sich) abbrechen und warten musste. Klar, dass der Frust groß und die Spannung weg war. Das galt auch, wenngleich nicht ganz so extrem, für die beiden Erstplatzierten.
Andere Baustelle, ähnliches Szenario: Just bei dem auf Platz vier rangierenden ukrainischen Speerwerfer Pyatnytsya (82,01 m) wurde vor dessen letztem Durchgang für die Vorstellung der 5000-m-Finalisten unterbrochen. Dass er auf dem Weg zu einer Medaille noch fast fünf Meter hätte überbrücken müssen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Es geht schlicht um Fingerspitzengefühl, von dem in beiden Fälle keine Spur war.
Nehmen wir Storl hinzu, erbärmlich und einer EM absolut unwürdig!

 
ZDF-Reporter Peter Leissl erfindet die Leichtathletik-Geschichte neu PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   
(Krefeld, 30. Juli 2010) Oh Schreck lass’ nach. Es ist unerträglich, welchen Honig blühenden Blödsinn das literarische ZDF-Duett Leissl/Poschmann bei den Übertragungen von der EM in Barcelona verzapft. Deshalb muss ich wortbrüchig werden und doch noch einmal aus der Hüfte schießen. Schenkt man diesem Duo Diabolo glauben, müssen die Leichtathletik-Geschichtsbücher neu geschrieben werden. Die Ohrenkrankheit mit sechs Buchstaben namens Leissl will uns anlässlich der Kugelstoß-Qualifikation der Männer heute Vormittag weismachen, Al Feuerbach (*14.01.48, 1,86 m, 120 kg) aus den USA wäre der kreative Schöpfer der Drehstoß-Technik. Voll daneben! Feuerbach bevorzugte die konventionelle Rückenstoß-Technik nach seinem Landsmann Parry O’Brien. Müsste auf unserem Internet-Portal von Werfern für Werfer eigentlich nicht erwähnt werden, wer es wirklich war. Nun sollen allerdings auch unsere vielen Gäste fortan nicht dieser Fehlinformation aufsitzen.
Wer also hat’s erfunden? Nicht die Finnen, nicht die  Schweizer (da war es das Hustenbonbon), sondern Alexander Baryischnikow (11.11.48, 1,98 m, 130 kg) aus der damaligen Sowjetunion. Es gab zwar schon vor ihm Experimente von „namenlosen“ Kugelstoßern in diese Richtung. Doch er galt als der eigentliche Erfinder, der dieser Technik zum internationalen Durchbruch verhalf. Baryschnikow war es auch, der als erster Kugelstoßer der Welt am 10. Juli 1976 in Colombes (Frankreich) mit exakt 22,00 m die 22-Meter-Marke knackte. Gut drei Jahre zuvor verbesserte Al Feuerbach den sechs Jahre alten Weltrekord von Randy Matson (ebenfalls USA) am 5. Mai 1973 im kalifornischen San José um vier Zentimeter auf 21,82 m.
Wer angibt hat bekanntlich mehr vom Leben. Aber das alles schüttele ich mir natürlich auch nicht aus dem Ärmel respektive aus meiner angewachsenen Festplatte (mit dem ersten Drehstoßer schon). Das ZDF hat den Print-Kollegen Gustav Schwenk (*17.12.23)  beratend zur Seite. Der „Eiserne Gustav“ gilt als Fleisch gewordenes LA-Lexikon. Der hat Leissl den Mist garantiert nicht souffliert.
Drum merke: Vor dem Reden Gehirn einschalten, Datenbank bemühen oder einfach Gustav fragen.
 
Leissl/Poschmann vom ZDF: Die Höchststrafe für gestandene Kugelstoßer PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Krefeld, 28. Juli 2010) Keine Bange – wir schwingen nunmehr nicht täglich die imaginäre Keule gegen die Fernsehschaffenden bei der Leichtathletik-EM in Barcelona. Unterstellen wir einfach, dass sie ihr Bestes geben. Inwieweit das freilich immer gut genug ist, mag jede(r) selber entscheiden. Die Geschmäcker sind ja glücklicherweise verschieden. Nur noch soviel und gut ist. Heute waren erstmals die Verbalakrobaten Peter Leissl und Wolf-Dieter Poschmann an der öffentlich-rechtlichen Reihe. Gewissermaßen das literarische Duett der ZDF-Sportberichterstattung. Denen reichen keine – nicht immer richtigen – Fakten. Die versuchen sich gegenseitig dabei zu überbieten, die Worte dermaßen zu drechseln, dass der Konsument beim bloßen Zuhören Gewinde in den Gehörgängen bekommt. Nicht von ungefähr sprechen HNO-Ärzte von Ohrenkrankheiten mit sechs (L…) und neun (P…) Buchstaben. Die absolute Höchststrafe war es für gestandene Kugelstoßer und deren Trainer, den beiden anlässlich der Kommentierung des Kugelstoßens innerhalb des Zehnkampfes lauschen zu „müssen“. Leissl verkündete dem verblüfften Fernsehvolk sinngemäß, dass der Zehnkämpfer X aus Y gar nicht die Statur eines Kugelstoßers hätte und dennoch eine respektable Weite von 15 so und so viel erzielt habe. Ach was: Zehnkämpfer sehen also nicht so aus wie Kugelstoßer?! Welch erhellende Erkenntnis. Musste einem dummen Menschen ja endlich mal gesagt werden. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Untertänigsten Dank, großer Massa Leissl! Jetzt warten wir gespannt auf das Kugelstoßen der Männer (Freitag 11.30 Uhr Quali, Samstag 18.30 Uhr Finale) und darauf, ob die starken Jungs nach Reportermeinung (wir wissen es schon) auch alle so aussehen, wie sie gefälligst auszusehen haben.
Aber vielleicht ist da die ARD dran. Ob’s besser wird? Zweifel sind angebracht!

 
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