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Wer nichts Neues hat, der muss es halt erfinden |
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Geschrieben von: Axel Hermanns
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(Nyiregyhaza/Krefeld, 20. Juli 2010) „…und am siebten Tag sollst du ruhen“ haben die EM-Macher im Osten Ungarns in dem Ort mit dem geschmeidigen Namen (inzwischen kann ich ihn tatsächlich unfallfrei auswendig schreiben) noch nicht so ganz verinnerlicht. Denn zumindest die Werfer/innen habe heute, Dienstag, biblisch gesehen der zweite Tag, frei. Für all jene, die sich das gesamte Programm mit den vier Klassikern Kugel, Diskus, Speer und Hammer, Gewichtwurf und Werfer-Fünfkampf aufbürden, eine willkommene Gelegenheit die Seele und die arg strapazierten Beine baumeln zu lassen. Alles andere natürlich mit. Übrigens ist das mit dem Rundum-sorglos-Paket von fünf Einzel-Disziplinen und dem Weight-Pentathlon, wie er auf neudeutsch heißt, keine Schmonzette aus dem Bereich von Märchen und Sagen. Es soll nicht nur welche geben, es gibt sie auch, die den Hals nicht voll und die Geldbörse nie leer kriegen. – Das war sie, die Nachricht, dass es nichts zu berichten gibt. Oder: Wer nichts Neues hat, der muss es halt erfinden. Sollte sich allerdings jemand für die Finals über 400 Meter interessieren - nur zu. Schade, dass mir jetzt gerade der Link nicht einfällt. Glossator |
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Chaos in Tüten bei der Senioren-EM in Ungarn |
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Geschrieben von: Axel Hermanns
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(Krefeld/Redaktion, 15. Juli 2010) Angeliga Holder, Deutsche Meisterin im Kugelstoßen der W 55 von Kevelaer, EM-Teilnehmerin und Reiseveranstalterin von Holder Tours in Personalunion, schrieb uns in einer Mail ihre ersten Eindrücke von den heute beginnenden zehntägigen Titelkämpfen im Land von Julischka und Paprika. Sie sind, nett formuliert, nicht sehr viel versprechend und dürfen getrost als Warnung für alle jene verstanden werden, die ihre Anreise noch vor sich haben. Lest ihr!
(Nyiregyhaza, 14. Juli 2010) Der Airport-Shuttle vom Flughafen Budapest an den 270 Kilometer entfernten Schauplatz der Senioren-EM gleicht einer mittleren Katastrophe. Die Abholung der Ankommenden in den Terminals klappt teilweise überhaupt nicht. Von "Welcome desks", wie auch vom DLV im Athleten-Handbuch vermerkt, keine Spur. Andererseits wurden zwei Athletinnen mitgenommen, die vorab den Transfer nicht gebucht und bezahlt hatten, was sie dann auch im Stadion nicht gemacht haben. Die heutigen Versuche, mit der DLV-Seniorenbeauftragten Gisela Stecher zusammen im TIC (Anmelde-Zentrum) dafür zu sorgen, dass der Transport besser klappt und die Athleten am Flughafen nicht "ewig" warten müssen, hat lediglich dazu geführt, dass der/die Verantwortlichen beleidigt reagierten...und sich eben nichts zum Positiven für die anreisenden Teilnehmer/innen geändert hat. Die Abholung der Startunterlagen ist ebenfalls ein Witz mit Anlauf. Keine Nationenschilder oder Ähnliches, an zuwenig Tischen mit viel zuwenig Helfern gibt es Andrang ohne Ende. Die Startunterlagen warten schön alphabetisch sortiert in zwei langen Reihen in Kartons auf dem Boden an der Wand des TIC-Zeltes, um an die Athleten ausgehändigt zu werden. Da die wartenden Menschen nicht durch irgendwelche Infos zumindest in Reihen kanalisiert werden, gibt es eine riesige Abholtraube. Ach ja, für die Werfer: Das Nebenstadion, hinter einem riesigen Industriekomplex gelegen, wo es eigentlich niemand vermuten würde, harrte auch heute noch der Fertigstellung. Die Laufbahn wurde nach Informationen von dort prüfenden DLV-Teammitgliedern übrigens erst vorgestern fertig gestellt!!!!! Sie kann also zwangsläufig noch nicht ausgehärtet sein. Die angekündigten Shuttle-Busse von den beim Veranstalter gebuchten Unterkünften zum Stadion gibt es ebenfalls noch nicht und ob diese je "kommen werden", ist mehr als zweifelhaft. Es gäbe noch vielmehr zu berichten, von dem was alles schief läuft. Ich tituliere es einfach mal so: Das Chaos hat System und trägt einen Namen - "Nyiregyhaza".
PS: Ich frage mich, wie im letzten Jahr unter anderem Annettes Seiten (www.masters-sport.de) massive Antiwerbung gegen Lahti machen konnte. Die Organisation dort war verglichen zu hier, Stand heute, jedenfalls 1.000 mal besser. Angelika Holder |
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3117 Athleten aus 44 Nationen bei der Senioren-EM in Ungarn |
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Geschrieben von: Axel Hermanns
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(Nyiregyhaza/Krefeld, 13. Juli 2010) Ganz weit draußen in der Puszta, 270 Kilometer östlich der Landeshauptstadt Budapest, gewissermaßen im Vier-Länder-Eck Ungarn, Slowakei, Ukraine und Rumänien, finden in dem oben genannten Ort mit dem Zungenbrecher-Namen, zumindest für ausgewachsene Mitteleuropäer, vom 15. bis 24. Juli die 17. Senioren-Europameisterschaften statt. 3117 „ewige Talente“ ab de n Altersklassen M/W 35 geben sich bei den zehntägigen kontinentalen Titelkämpfen ein Stelldichein. Dabei stellt „Good old Germany“ mit 528 Teilnehmern vor Gastgeber Ungarn (317) und Großbritannien (275) einmal mehr das größte, vermutlich auch das medaillenträchtigste Kontingent. Ohne jetzt Ross und Reiter zu nennen, befinden sich natürlich auch Lampisianer verschiedener Nationalitäten unter den mehr oder weniger aussichtsreichen Bewerbern in den vier klassischen Wurfdisziplinen Kugel, Diskus, Speer, Hammer sowie im amerikanischen Gewichtwurf und dem Werfer-Fünfkampf. Stellvertretend sei hier nur der weltweit erfolgreichste aktive Werfer, Peter Speckens (Bild) aus Übach-Palenberg, genannt. Trotz seines Handicaps mit Sehnenrissen in Schulter und Bizeps des rechten Wurfarmes dürfte der 27-fache Europameister und 30-malige Weltmeister der Senioren hier oder da noch für Edelmetall bei der M 75 gut sein. Ansonsten folgen wir ausnahmsweise einmal der britischen Devise, die da "abwarten und Tee trinken" heißt. Beinahe müßig zu erwähnen, dass Lampis so zeitnah berichtet, wie es die elektronische Ergebnis-Übermittlung des Veranstalters zulässt. Auch da gilt der Spruch abwarten… Na, ihr wisst schon! |
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Kugelstoßer/innen holten beim Länderkampf die Kastanien aus dem Feuer |
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Geschrieben von: Axel Hermanns
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(Yutz/Krefeld, 12. Juli 2010) Schiedlich-friedlich trennten sich die längst auf Schmusekurs befindlichen einst verfeindeten Nationen Frankreich und Deutschland beim Senioren-Länderkampf vergangenen Samstag in Yutz. Die Gastgeber setzten sich bei der M/W 50 mit 82:79 durch, unterlagen jedoch relativ klar mit 76:85 bei der M/W40. Da wir mindestens so raffiniert sind wie unsere Nachbarn, stricken wir daraus in der Addition einen bundesdeutschen Gesamtsieg von 164:158. Und wir dürfen getrost konstatieren, dass der auf das Konto der Kugelstoßer/innen geht. Nur in der W 40 war die Bilanz mit 4:7 Punkten negativ. Ergo standen dem drei Siege, davon gar zwei im Doppelpack, gegenüber, was sich per Saldo in 26:18 Punkte ausdrückt. Wer also hat die Kastanien aus dem Feuer geholt? Ach so, hatten wir ja schon, kann man aber nicht oft genug sagen. Als viel Lärm um nichts sollte sich die höchst umstrittene Nominierung des Meisterschaftszehnten Stephan Andres (M 40) erweisen (siehe auch Beitrag unter Blog). Statt seiner zog der DLV plötzlich Frank Becker aus dem Ärmel. Der tauchte zwar weder bei der DM I in Kaiserslautern, noch in der Senioren-Bestenliste 2009 auf, machte aber bei Brüllhitze mit 13,30 m als Zweiter hinter Markus Bell (14,20 m) seine Sache recht gut. Wenngleich mehr nicht geht, bleibt es dabei, dass es bessere Lösungen gegeben hätte und die Nominierung ein Affront gegen alle nicht befragten DM-Teilnehmer auf den vorderen Plätzen war. Ausnahme Bell, seinerzeit Dritter hinter Oliver Rohwer und Peter Kalveram. "Meisterschaftsboykottierer" Martin Vogel (Bild), und damit eigentlich wie die Jungfrau zum Kind zu einer B erufung gekommen (freilich soll es irgendwo gut geheim gehaltene Nominierungswettkämpfe gegeben haben), erzielte das beste Resultat beim schmutzigen Geschäft mit der Kugel. Der Bestenlisten-Vierte des Vorjahres (14,36 m) explodierte nach durchwachsenem Auftakt (13,49) förmlich mit 15,24 m im zweiten Versuch. Der 51-jährige Saarländer setzte sich damit an die Spitze der aktuellen M-50-Bestenliste. Für Lampisianer und Drehstoßer Johann Stein (*51), der Senior unter lauter Senioren, blieb zwar mit 13,73 m nur Platz vier, doch bewegte er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten (SBL 13,88 m als Meister der M 55 von Kevelaer). Obwohl Helma Teuscher und Lampis-Mitglied Carola Petersen beide noch händeringend nach der Form des Vorjahres (13,67 bzw. 12,41 m) suchen, landeten sie in der W 50 vor den staunenden Französinnen mit 12,92 und von der Zahl her griffigen 11,55 m ein souveränen Doppelschlag. Die weiteren Kugelstoß-Ergebnisse: W 40: 2. Barbara Gähling 11,70 m, 4. Mauguet Klein-Raber 10,24 m. |
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