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Ein Wallfahrtsort als Schauplatz von 876 gemeldeten "ewigen Talenten" |
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Geschrieben von: Axel Hermanns
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(Kevelaer/Krefeld, 30. Juni 2010) Tief im Westen singt (?) Herbert Grönemeyer bei der Hymne an seine Heimatstadt. Gemeint ist Bochum. Wenn mich meine Geografiekenntnisse nicht vollends im Stich lassen, geht es noch tiefer westlich. Sei’s drum. Jedenfalls wird sich eine Pilgergemeinschaft der besonderen Art spätestens ab morgen in Richtung des Wallfahrtortes Kevelaer nahe der niederländischen Grenze und des Flughafens Weeze in Bewegung setzen: Zu Lande, weniger zu Wasser, da die Niers sich nur für Paddler eignet, und in der Luft. Diesmal jedoch nicht ursächlich zur Marienverehrung in die dortige Basilika, sondern ins Hülsparkstadion zu den Deutschen Senioren-Meisterschaften II der Leichtathleten ab 50 Jahre. 876 Teilnehmer aus 430 Vereinen aus dem gesamten Bundesgebiet kämpfen von Freitag bis Sonntag in 184 Wettbewerben um Titel und Medaillen. Eine voraussichtlich in doppelter Hinsicht schweißtreibende Angelegenheit. Weniger „ewige Talente“ als im Vorjahr im bayrischen Vaterstetten, wo die Schallgrenze von 1000 gestreift wurde. Dabei ist Kevelaer für die Asse, Sport-Touristen und Zahlungsfähigen unserer Republik gewissermaßen die letzte Ausfahrt vor den Senioren-Europameisterschaften in der wie geschmiert über die Zunge gehenden ungarischen Stadt Nyiregyhaza (15. – 24. Juli). Oder gerade deswegen? Denn schließlich hat sich der rührige Kevelaerer SV mit Nordrhein-Verbandspräsident Franz Josef Probst an der Spitze als Ausrichter von zuvor fünf Titelkämpfen seit 1999 einen in jeder Beziehung glänzenden Ruf erworben und nicht zuletzt deshalb erneut den Zuschlag erhalten. Diesmal wird sogar nach den Prognosen der Pakt mit Wettergott Petrus funktionieren. Wobei den Schwerathleten unter den Leichtathleten die drohenden „Backofen“-Temperaturen von bis zu 37 Grad, wohlverstanden im Schatten, nicht gerade auf den etwas massiveren Leib geschneidert sein werden. Aber manche mögen es ja auch heiß. All’ jene, die Samstag zur Zeit des WM-Viertelfinalspiels zwischen Deutschland und Argentinien (Beginn 16 Uhr) in den Ring müssen oder sonst wo an der Reihe sind, werden sicher via Stadion-Lautsprecher über den jeweils aktuellen Spielstand informiert. Noch ein bisschen Statistik und Fleisch an die Knochen, sprich Namen. Anders als bei den vorwöchigen Titelkämpfen der Jung-Senioren in Kaiserslautern ist bei den Männern der Hammerwurf zwar nicht absolut, aber relativ gesehen der quantitativ gefragteste Wettbewerb mit 61 Teilnehmern in sieben Altersklassen (M 85 nicht ausgeschrieben) gegenüber dem Speerwurf mit 62 in acht. Kugel (57) und Speer (56) halten sich fast die Waage. Spitzenreiter ist der Diskuswurf der M 60 mit zwölf Athleten. In den sieben Altersklassen der Seniorinnen stellt sich das Gesamt-Meldeergebnis wie folgt dar: Kugel 50, Diskus 52, Hammer 47, Speer 41 (ohne W 80). Immerhin sechsmal sind jeweils zehn Teilnehmerinnen gemeldet. Eine Kuriosität für das Raritäten-Kabinett: Diskuswurf-Ass Klaus Albers (*40, GTV Bremerhaven) tritt als Tiefstapler auf. Obwohl er bis zum Meldeschluss (21. Juni) den deutschen Rekord in der M 70 auf famose 53,65 m schraubte, taucht er in der Meldeliste lediglich mit 47,50 m auf. Was soll das? Wen glaubt der gute Klaus mitten im Sommer aufs Glatteis führen zu können? Oder baut der kluge Mann hier einfach nur vor, dass er die am 19. Mai auf seiner Lieblingssegelwiese in Bremerhaven erzielte Weite bei normalen Verhältnissen ohnehin nicht annähernd wird bestätigen können? Nach dem verletzungsbedingten Zwangsverzicht (Bandscheibenvorfall) des klar favorisiert gewesenen Titelverteidigers Reinhard Krone (SC Magdeburg) läuft es im Kugelstoßen der M 60 auf ein vereinsinternes Duell zwischen Richard Bauder (14,66 m) und Munib Kuvolac (14,52 m) von der SU Neckarsulm hinaus. Viel Spannung verspricht auch der Diskuswurf der M 60, wo die Protagonisten Vaclav Sosna (PSV Hamburg) und Gerd Sieben (TG Holzwickede) in verschiedenen Wettkämpfen mehrfach die 50-m-Marke übertrafen. Leider fehlt hier Werner Hennig (SC Potsdam), der mit seiner Saisonbestleistung von 50,54 m aus dem Zwei- einen Dreikampf hätte machen können. Ein Wiedersehen gibt es in der M 70 mit dem früheren Weltklasse-Kugelstoßer Fred Schladen (LC Bonn), der eine Lebensbestleistung von 20,40 m mit 7,26 Kilo schweren Gerät hat. Das Vier-Kilo-Kügelchen wird in der Riesenpranke des 2,03-m-Hünen förmlich verschwinden. Auf einen Vierfach-Triumph könnte es in der W 50 bei der momentan überragenden Ü-50-Werferin Ulrike Engelhardt (ASV Erfurt) hinaus laufen. Allein als Zweite im Speerwurf führt die Thüringerin die Meldeliste nach der genannten Vorleistung, die freilich auch aus 2009 stammen kann, nicht an. Beinahe müßig zu erwähnen, dass auch viele Lampisianer mit sehr guten Titel- und Medaillenchancen zu Kugel, Diskus, Speer und Hammer greifen. Stellvertretend seien nach der Reihenfolge der Disziplinen Roland Wattenbach, Lothar Pongratz (beide M 55), Jürgen Dannenberg (M 60) und Hermann Huppertsberg (M 65) genannt. Wie gesagt: eine kleine Auslese. |
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Lampis-Bestenliste schon vor der Geburt gestorben |
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Geschrieben von: Axel Hermanns
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(Krefeld, 28. Juni 2010) Kommando zurück, alles auf Anfang! Die vermeintlich glorreiche Idee, eine Lampis-Bestenliste 2010 anzubieten, erwies sich als kapitaler Schuss in den Ofen. Innerhalb von acht Tagen seit der Veröffentlichung dieses Angebotes erhielten wir schlappe drei Rückmeldungen von aktuell 284 Lampisianern. Das ist mal gerade knapp über ein Prozent. Selbst vier der fünf Administratoren zeigten kein Interesse. Da muss wohl etwas mit unserer Kommunikation untereinander gehörig schief gelaufen sein. Mea culpa. Zugegeben: Der sittliche Nährwert solch einer hausinternen Bestenliste ist nicht sonderlich groß. Es wäre eine nette Spielerei gewesen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Doch wer nicht will, und das war die überwältigende Mehrheit, der hat schon. Ganz nebenbei erspart es dem Verfasser bei aller Affinität für Zahlen eine Menge Arbeit. Die Regierungschefin, nicht die aus Berlin, freuts. |
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Ehrensache: Werfer votieren für Barbara Schlosser zur Aktivensprecherin |
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Geschrieben von: Axel Hermanns
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(Kaiserslautern/Krefeld, 24. Juni 2010) Es geht bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften I am 26./27. Juni in Kaiserslautern nicht nur um Titel und Medaillen, sondern auch um Teil eins der Wahl zum/zur Aktiven-Sprecher/in. Bei Weltklasse-Stabhochspringer Wolfgang Ritte (*53) vom Weseler TV eine Formalie, denn er ist buchstäblich konkurrenzlos. Das erforderliche eine Stimmchen wird er schon erhalten. Notfalls vom eigenen Verein. Aber abgesehen von der auf erzwungenen und nicht von ihm zu verantwortenden Demokratur eine gute Wahl. Denn der „Stabi“ ist nicht eindimensional, schaut über den Tellerrand seiner Disziplin hinaus. Derweil ist bei den „Mädels“ eine Kampfabstimmung angesagt. Nominiert sind Stabhochspringerin Dr. Christine Ziemann (*68) vom MTV Holzminden und Werferin Barbara Schlosser (*56, Bild) vom Wiesbadener LV. Die Frage stellt sich nicht, für wen wir Stimmung machen. „Babs“ ist schließlich eine von uns und obendrein bekennende Lampisianerin. Und ganz nebenbei bemerkt reicht einer aus der „Himmelsstürmer“-Branche völlig. Zum Prozedere: Jeder bei der DM durch einen Aktiven repräsentierte Verein hat eine Stimme. Also, Werfer, schwingt euch auf und votiert für unsere Barbara. Soviel Zeit muss sein. Der zweite und letzte Wahlgang sowie die Kürung ist bezeichnenderweise im Wallfahrtsort Kevelaer bei der Senioren-DM II am ersten Juli-Wochenende. |
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Jung-Senioren ermitteln in der Leichtathletik-Diaspora ihre Meister |
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Geschrieben von: Axel Hermanns
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(Kaiserslautern/Krefeld, 22. Juni 2010) Was fällt einem spontan zu Kaiserslautern ein? Natürlich der legendäre FCK, seine Kult-Spielstätte, der berühmt-berüchtige Betzeberg, der etwas reiferen Generation selbstverständlich Fritz Walter, der Kapitän und Spielmacher der deutschen Weltmeister-Elf von 1954, allenfalls noch der Pfälzer Saumagen, die Lieblingsspeise von Alt-Kanzler Dr. Helmut Kohl. Aber Leichtathletik? Tiefste Diaspora, Niemandsland! Stadt und Region sollen nun in dieser Hinsicht durch die Deutschen Senioren-Meisterschaften I (30 – 49 Jahre) kommenden Samstag und Sonntag missioniert werden. Eine Herkules-Aufgabe für die in vielen Altersklassen und Wettbewerben unterbelichteten Jung-Senioren/innen. Durch ständiges Wiederholen wird es zwar nicht origineller, aber die M/W 30 gehört abgeschafft und dem internationalen Standard angepasst, wonach Masters erst ab vollendetem 35. Lebensjahr beginnen. Ein Streifzug durch die nach der so genannten Papierform vermeintlich interessantesten Wettbewerbe. Freilich mit der Einschränkung, dass die angegebene Meldeleistung auch aus dem Vorjahr stammen kann und mithin keine zwingenden Rückschlüsse auf die aktuelle Form zulässt. Eigentlich wie immer dürre Teilnehmer-„Felder“ in der M 30. Hammerwurf völlige Fehlanzeige, was die im Vorspann aufgestellte These unterstreicht. Spannend könnte es im Kugelstoßen der M 35 zwischen Lampisianer Martin Fischer (15,35 m, LC Paderborn) und René Schwarz (15,11 m, TV Ludweiler) zugehen. Ausgang offen. Buchstäblich konkurrenzlos ist Steffen Gabrys (TV Germania Trier) im Hammerwurf. Da kommt Freude auf. Ein gültiger Versuch, den Medaillen-Standard erfüllen und der Titel ist ihm sicher. In Wahrheit ein Trauerspiel, für das er allerdings nichts kann. Meisterschaftsfeeling dagegen im Kugelstoßen der M 40 mit 14 Gemeldeten. Haushoher Favorit Oliver Rohwer (LBV Phönix Lübeck), der im Vorfeld bei zwei verschiedenen Wettkämpfen jeweils 16,67 m stieß. Hinter ihm verspricht es um Silber und Bronze turbulent zu werden. Mit Lampis-Mitglied Christopher Gerhard (ASV Süchteln) führt ein Zehnkämpfer die Meldeliste im Diskuswurf (44,96 m) an. Eine Schmach für die Spezialisten, wenn er sich tatsächlich durchsetzen sollte. Man lese und staune: Sieben Teilnehmer im Hammerwurf, jedoch mit einem Leistungsgefälle von 17,50 Metern. Kleinhirn an Großhirn: Frohlocken. Unser Homepage-Betreiber Peter Holthuijsen (TV Erkelenz) hat jeweils die Spitze mit Kugel und Diskus bei der M 45 inne. Vor dem Wettkampf. Ein Freifahrtschein zur doppelten Glückseligkeit ist allerdings damit nicht verbunden. Hier wie da gibt es fünf Titelaspiranten. Ein Hitchcocktail für starke Nerven. Darauf läuft es wohl auch bei einem nahezu gleichauf liegenden Trio im Speerwurf hinaus. Obwohl eine Binsenweisheit fürs Phrasenschwein: Die Tagesform wird entscheiden. Nicht zu vergessen die bessere psychische Verfassung. Per Saldo gibt es bei der mutmaßlichen Krone der Schöpfung in den vier Klassen und Disziplinen 99 Nennungen, die meisten im Kugelstoßen (31), die wenigsten, welche Überraschung, im Hammerwurf (14). Wer sich jetzt genüsslich zurücklehnt und die Schwerathletik in der Leichtathletik für eine ausgewiesene Männer-Domäne hält, der hat sich aber so was von geschnitten. Selbst im Hammerwurf mindestens drei Teilnehmerinnen, in der W 40 und 45 sogar jeweils elf. Den Vogel schießt der Speerwurf der W 45 mit 15 Starterinnen ab, zugleich der absolute Spitzenreiter vor, wir erinnern uns, Kugel M 40 mit 14. Alles in allem wurden 123 Meldungen abgegeben, also 24 mehr als bei den Senioren. Die Wettbewerbe mit erklärten Favoritinnen und Ende offen halten sich bei den „Mädels“ in etwa die Waage. |
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Lampis-Bestenliste 2010: Alle Mitglieder zur ständigen Mithilfe aufgerufen |
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Geschrieben von: Axel Hermanns
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(Krefeld, 20. Juni 2010) Aufmerksame Betrachter unserer Website, so sie denn angemeldete Werfer sind, haben womöglich längst bemerkt, dass der Button „Bestenliste“ aus der Dachleiste entfernt wurde. Aus gutem Grund: Was nicht mit Leben gefüllt ist, muss auch nicht großkotzig angekündigt werden. Als enthusiastische Frischlinge auf diesem Gebiet waren wir in besagtem Punkt ein wenig zu euphorisch und blauäugig. Denn: Woher nehmen und nicht stehlen? Da hat uns unsere Justitiarin Christa Holthuijsen (Erkelenz) auf die voreiligen Finger geklopft, damit wir uns nicht auf rechtlich gesehen dünnes Eis begeben. Und bei den Reckemeiers dieser Welt wollten wir die Bestenlisten gegen teures Geld nicht einkaufen. Wovon denn auch? Schließlich sind wir als soziales Netzwerk für „notleidende Werfer“ froh, kostenmäßig mit dem Bauch vor den Tisch zu kommen. Das Thema haben wir gleichwohl nicht verworfen. Vielmehr haben wir die Idee, eine jeweils aktualisierte Lampis-Bestenliste 2010 anzubieten. Dazu sind wir allerdings auf die ständige Mithilfe aller Lampisianer angewiesen. Mailt uns unter
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mit euren persönlichen Daten (Vorname, Name, Verein, Jahrgang) versehen eure Leistungen 2010 mit Kugel, Diskus, Speer, Hammer, Gewicht und/oder Werfer-Fünfkampf mit Ort, Datum und dem Online-Hinweis der Ergebnisliste (die entsprechende Urkunde als Anhang reicht auch). Denn Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Den großen Rest besorgt unser Statistiker. Also: Aufgerafft und mitgemacht! Wer in Untätigkeit verharrt, den bestraft wie immer das Leben. |
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