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Niederländerin Leonie Berden mit auf dem Titelfoto von Senioren Leichtathletik PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Krefeld, 31. August 2010) Unverhofft kommt oft. So ziert unser Lampis-Mitglied Leonie
Berden aus dem malerischen Ort Axel, was eingedenk des Namens nicht weiter verwundert, bei Vlissingen in der Nähe der niederländischen Nordseeküste die Titelseite einer hier zu Lande monatlich im Mehrfarbendruck erscheinenden Gazette. Das Meisje ist in der noch nicht erschienenen September-Ausgabe des Fachmagazins „Senioren Leichtathletik“ abgelichtet. Nicht allein, aber immerhin. Leonie (links im Bild) schultert zusammen mit Petra Engel (SG Schorndorf) die Mainzerin Bettina Schardt. Geschossen wurde das Foto der um die Wette strahlenden starken Mädels der W 35 im Anschluss an die Siegerehrung im Diskuswurf der Senioren-Europameisterschaften im ostungarischen Nyiregyhaza.
Zur Erinnerung: Seinerzeit gewann Schardt mit 46,99 m den Wettbewerb vor Berden (44,22 m) und Engel (39,73 m).

                                   

 

 
Fenster Veranstaltungen lebt auch von der Unterstützung der Mitglieder PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Krefeld, 30. August 2010) Einmal abgesehen davon, dass verstrichene Termine nach einer vorgegebenen Karenzzeit automatisch gelöscht werden, ist unser den Mitgliedern vorbehaltenes Fenster „Veranstaltungen“ keineswegs statisch. Es lohnt sich durchaus immer wieder einmal dort ´rein zu klicken. Denn es werden auch unterjährig Meetings eingepflegt, die eben erst später bekannt oder publik gemacht werden. Damit der Teppich der Angebote möglichst breit wird, sind wir schlicht und ergreifend auf die Hilfe der eingeloggten Nutzer angewiesen. Freilich dürfen sich auch Gäste eingeladen fühlen. Denn unsere deutschsprachige Ein-Mann-Redaktion wäre hoffnungslos überfordert, bundesweit alle Werfer-Wettbewerbe mit AK-Wertung zu recherchieren und online zu stellen. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Kurt Benner, Jan-Pieter Bussemas und Axel Dumack konnten jüngst zehn „neue“ Veranstaltungen hier zu Lande eingepflegt werden. Wer sich durch dieses leuchtende Beispiel angesprochen fühlt, der maile uns unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 


 
Bogen: Wettkampf-Dramaturgie völlig anders und falsche Resultate W 75 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Bogen/Krefeld, 26. August 2010) Spätestens seit Christi Geburt erheben wir Deutschen den Anspruch, alles besser zu wissen. Unausbleiblich, dass uns das nicht immer gelingt. Für diesen tunlichst eher seltenen Fall machen wir es zumindest anders. So heißt es beim höchsten aller Dachverbände, der World Masters Association (WMA), zur Wettkampf-Abfolge im Werfer-Fünfkampf: „The order of events fort the men’s an women’s Weight Pentathlon shall be: Hammer Throw, Shot Put, Discus Throw, Javelin Throw, Weight Throw.“  Die Übersetzung wird ein jeder auch ohne tief schürfende Englisch-Kenntnisse in Wort und Schrift hin bekommen. Die Regelung beim europäischen Senioren-Verband, der EVAA, ist deckungsgleich, wie uns ihr Präsident Dieter Massin (Ahlen) auf Nachfrage versicherte. Nun kommt der DLV ins Spiel, der sich darüber generös hinweg setzt. Sinngemäß: Sollten die örtlichen Gegebenheiten es erfordern, ist die Reihenfolge frei wählbar. Liest sich auf den ersten Blick athletenfreundlich. Eine Meisterschaft in der nicht festgelegten Wettkampf-Abfolge ist schließlich immer noch besser als gar keine.
Bisweilen gehen die unter diesen Zwängen gemachten Kompromisse indes einen Schritt zu weit. Bei allem – berechtigten – Lob, das über die rührigen Veranstalter der Deutschen Senioren-Meisterschaften im Werfer-Fünfkampf im bayerischen Bogen hernieder prasselte, waren die Bedingungen, nett formuliert, sehr gewöhnungsbedürftig. Kugel und Speer fanden im Stadion, der große Rest mit Diskus, Hammer, Gewicht – bei  eingerichtetem Shuttle Service – auf einem rund einen Kilometer entfernten Wurfplatz statt. Logisch, dass hier ohne ständiges hin- und hergefahre an den fest gelegten Ablauf laut WMA und EVAA kein denken war. Sehr unglücklich allerdings, dass in fast allen der insgesamt 21 Klassen mit Speer, statt Kugel begonnen wurde.
Kommen wir nun zur Ergebnisliste, die mit den durchweg wahren Begebenheiten von Speer, Kugel, Diskus, Hammer, Gewicht herzlich wenig zu tun hatte. Sie lautete bis auf zwei Ausnahmen Kugel, Diskus, Hammer, Speer, Gewicht. Dem geneigten Betrachter und Berichterstatter in der Ferne stellte sich danach bei der angebotenen Zwischensaldierung nach jeder Disziplin eine Wettkampf-Dramaturgie dar, die es so in Wirklichkeit nicht gab. Das bei uns unter Ergebnisse wegen des nur einen Punktes Vorsprung exemplarisch geschilderte Duell der M 55 zwischen Lothar Pongratz (LC Paderborn) und Walter Kühndel (TV Dingolfing) lief ergo ganz anders ab. Pongratz hechelte tatsächlich vom einleitenden Speerwurf einem Rückstand von 401 Punkten hinterher, den er letztlich im abschließenden Gewichtwurf in den knappsten aller denkbaren Vorsprünge ummünzte.
Über diese, pardon, Verarsche mag ja noch strahlend lächelnd hinweg gesehen werden. Jetzt wird es allerdings richtig peinlich. Die Endergebnisse in der W 75 sind schlichtweg falsch. Wie bei dem Kuddelmuddel von international und national teilweise unterschiedlichen Gerätegewichten (siehe News vom 17. August 2010 „Wieder einmal ein kapitales…“) beinahe vorprogrammiert, wurde im Diskuswurf eine unrichtige Wertung angewandt. Es wurde mit dem 750 Gramm Diskus geworfen, aber  mit dem „Einer“ gepunktet. Das änderte zwar glücklicherweise nichts an den Platzierungen, was auch möglich gewesen wäre, aber an den Resultaten, die nunmehr auf den Urkunden und immer noch in der digitalen Ergebnisliste auf www.leichtathletik.de stehen. Nachfolgend die bereinigte Wertung: 1. Almut Brömmel (LAG München) 3977 Punkte (zuvor 4101), 2. Christa Winkelmann (CSV Marathon Krefeld) 3927 (4016), 3. Ingrid Junge (TV Bad Dürkheim) 3809 (3908), 4. Christa Baum (LG Bernkastel/Wittlich) 3802 (3893), 5. Justine Schirmer (FSV Großenseebach) 2864 (2931).
Margit Jungmann, die Vorsitzende des Bundesauschusses Senioren im DLV, auf diesen leidigen Vorgang angeschrieben (nicht von uns), hüllt sich bislang in Stillschweigen. Dazu bilde sich jeder seine eigene Meinung.

 
Ungerecht: Werfer-Fünfkampf begünstigt Hammerwurf-Spezialisten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Redaktion Krefeld, 25. August 2010) Wer hat’s erfunden? Nicht die Finnen (Sauna), nicht die Schweizer (Riccola) – die Amerikaner waren es. Daher auch der Name Amerikanischer Gewichtwurf. Obwohl erfunden eine charmante, eher schamlose Übertreibung ist. Geklaut wäre der treffendere Ausdruck. Nämlich beim Rasenkraftsport. Man mache die Kette kürzer und die Kugel schwerer – und geboren ist besagter… Na, ihr wisst schon. Da sage noch einer, die Asiaten sind die ungekrönten Weltmeister im Abkupfern. Soweit die Historie.
Nun wird keiner ernsthaft bestreiten wollen, dass der Gewichtwurf, ob nun amerikanisch oder deutsch, ein Abziehbild des Hammerwurfes ist. Was lehrt uns das? Obgleich es pro Disziplin nur 20 Prozent sein sollten, besteht der Werfer-Fünfkampf zu 40 Prozent aus Hammerwurf. Theoretisch zumindest. Es geht allerdings noch etwas genauer. Aufgemacht an den elf Siegerleistungen der Klassen M 30 bis 80 bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften im Werfer-Fünfkampf am vergangenen Wochenende in Bogen waren es sogar 42,07 Prozent. In Punkten ausgedrückt: Von den insgesamt angehäuften 42.650 Zählern entfielen 8.811 (20,66 %) auf den Hammer- und 9.132 (21,07 %) auf den Gewichtwurf. Noch krasser stellt sich das Verhältnis bei sehr starken bis herausragenden Hammerwerfern dar. Hermann Albrecht (M 75) holte gar 49,15 Prozent seiner Punkte in seinen beiden Parade-Disziplinen, Klaus Kynast (M 60) immerhin noch 47,75 Prozent. Vergröbert ausgedrückt: Die halbe Miete.
Ohne jetzt der neuen Bewertung nach Bernd Rehpenning zu nahe treten zu wollen, wird der Kugelstoß offenbar gut bezahlt. Bei linear eher durchwachsenen Leistungen entfielen darauf mit 9.227 (21,63 %) die meisten Punkte. Die wenigsten mit 6.993 (16,40 %), und das ist keine wirkliche Überraschung, auf den Speerwurf (bekennende Speerwerfer verirren sich selten in den Werfer-Fünfkampf). Die goldene Mitte hat der Diskuswurf mit 8.487 inne und kommt den ausgewogenen 20 Prozent mit 19,90 am nächsten.
Fünfmal wurde die 1.000-Punkte-Schallmauer durchbrochen. Natürlich, ist man geneigt zu sagen, zu 80 Prozent, oder je zweimal, mit Hammer und Gewicht, einmal mit der Kugel. Noch Fragen? Aber noch ein paar Antworten. Der Fünfkampf gehört - um im Bilde zu bleiben - um 20 Prozent abgeschafft: den Gewichtwurf. Es gibt auch keine Alternative. Beim Steinstoßen wären wieder Kugelstoß- und Speerwurf-Spezialisten im Vorteil. Gibt es andere Vorschläge?
Gemach, gemach, geschätzte Hammerwerfer. Das war lediglich ein Denkanstoß und eine nette Zahlenspielerei. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

 
Fünfkampf ? Auf der Toilette gab es die sechste Disziplin für Lothar Pongratz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   

(Redaktion Krefeld, 24. August 2010) Sie schweben nicht nur als Damoklesschwert latent auch über den reiferen Semestern unter den Leichtathleten, sie werden tatsächlich auch gemacht – die Doping-Kontrollen. Nicht im Training, auch nicht in Hülle und Fülle, aber immerhin bei internationalen Meisterschaften und nationalen Titelkämpfen hier zu Lande. Da sind die Türen mit der Aufschrift „Doping-Kontrolle“ nicht allein als symbolisches Mahnmal zu verstehen. So jüngst anlässlich der Deutschen Senioren-Meisterschaften im Werfer-Fünfkampf in Bogen (Bayern). Die „Glückssträhne“ von Lothar Pongratz (Bild) vom LC Paderborn, dem Millimeter-Sieger der M 55 mit einem Punkt Vorsprung, hörte unmittelbar nach dem Wettkampf auf. Der 58-Jährige erhielt die freundliche, aber bestimmte Aufforderung, als sechste Disziplin seine über die Nieren recycelte Körperflüssigkeit nicht sinnlos in ein Pissoir zu entsorgen, sondern einen Teil davon in ein Auffangbehältnis. Unter Kontrolle, wie der Arbeitstitel bereits verheißt, sprich: Aufsicht. Nicht, dass Lothar etwas zu befürchten hätte. Aber es gibt schönere Dinge im Leben, die der Mann mit seinem Lieblingswerkzeug anstellen kann. Und meist ist man so ausgelaugt, dass von oben einiges nachgefüllt werden muss, damit unten endlich etwas rauskommt. Das kann dauern. Kugelstoßer Reinhard Krone (SC Magdeburg) brauchte vor Jahren bei der Hitzeschlacht in Schweinfurt geschlagene 3,5 Stunden. Wie "Loddar" uns wissen ließ, lagen zwischen dieser und der vorherigen Doping-Kontrolle 35 Jahre. Verständlich, dass er da ein bisschen aus der Übung gekommen war.

 
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