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(Übach-Palenberg, 26. Mai 2010) Was kann, mit Verlaub, selbst ein halbwegs phantasiebegabter Chronist noch über eine schillernde Galionsfigur schreiben, der bereits sämtliche denkbaren rhetorischen Kränze geflochten wurden, für die es Superlative nur so hagelte? Und das obendrein völlig zu Recht! Natürlich vorweg die sich aus seinem Geburtsdatum 28. Mai 1935 ergebende historische Nachricht, dass Peter Speckens vom SV Rot-Weiß Schlafhorst Freitag das 75. Lebensjahr vollendet. Das ist der nackte Fakt. Eine Zahl. Doch so richtig glauben können es vermutlich sogar jene nicht, die das große Vergnügen haben ihn ein bisschen näher kennen und häufiger sehen zu dürfen. Er ist gewissermaßen der Udo Jürgens (75) der Werfer-Szene: Für immer jung. Würde er seinen Personalausweis entsorgen und ließe sich schätzen, ginge er locker für 65 durch. Optisch und auch sonst. Doch in der M 65 würde selbst der weltweit erfolgreichste aktive Senioren-Werfer nicht mehr starten wollen. Alles eben zu seiner Zeit. Denn über sechzig Jahre Leistungssport auf höchstem Niveau haben auch bei Mister Zuverlässig Spuren hinterlassen. Speziell in jüngerer Vergangenheit. Zunächst eine schwere Schulterverletzung und erst im April einen Abriss der Bizepssehne. Wie es sich für einen Rechtshänder gehört zu allem Überdruss beides rechts. Bei der letzten niederschmetternden Diagnose bekam er nach einer Kernspin im Geilenkirchener Krankenhaus vom behandelnden Oberarzt gebührenfrei mit auf den Weg, ob er „in dem Alter noch Sport treiben müsse?“ Der Medikus ist von Sinnen. Nett ausgedrückt. Von Feingefühl keine Spur. Stehaufmännchen Peter Speckens, durch manchen menschlichen Schicksalsschlag gestählt (beide Söhne verstarben), lässt sich jedoch nicht unterkriegen, macht unverdrossen weiter. Sport ist sein Lebenselixier schlechthin. Daran ändert auch eine sehr wahrscheinliche Leistungseinbuße durch das neue Handikap nichts. Sein Kürzel PS (steht gemeinhin für Pferdestärke) und seine vielen Meriten sind ihm quasi Verpflichtung sowie Ansporn zugleich. Wenn nicht er, wer dann darf getrost als lebende Legende, Monument und absoluter Superstar der Szene bezeichnet werden?! Die Liste seiner Erfolge, der Anekdoten, der Geschichten und Begebenheiten rund um den Globus sind Seiten füllend. Trotz allem Starappeal ist er zu Kampfrichtern, Sportkameraden, Gegnern, „Opfern“ und Hinterbänklern stets nett und zuvorkommend. Schlechte Laune: Fehlanzeige! Ein Grandseigneur, ein Gentleman in kurzen Hosen eben. Und wie könnte es anders sein, pflegt hinter einem starken Mann zumeist ein starke Frau zu stehen. In seinem Falle seine bessere Hälfte Irmgard, die für seine zweitgrößte Liebe nach ihr, halt der Leichtathletik, immer Verständnis aufbringt, ihm seit 50 Ehejahren den Rücken stärkt oder freihält und gegebenenfall s selber dafür zurücksteckt. Für die jüngeren Semester unter den Lampisianern und Besuchern unserer Website ein paar Eckdaten zur sportlichen Vita von Peter „dem Großen“ Speckens, der unter „Wikipedia“ zu den acht bekanntesten Söhnen seiner Heimatstadt Übach-Palenberg genannt wird: 65 mal Deutscher Meister, 27 mal Europameister und 30 mal Weltmeister. Vornehmlich mit der Kugel, dem Diskus, Wurfgewicht und im Werfer-Fünfkampf. Dazu Deutscher Senioren-Leichtathlet des Jahres 2006. Mehr über ihn auf Seite 2 unter Blog „Sechs Fragen an…“. All jenen, die ihm gratulieren möchten, aber seine E-Mail-Adresse nicht haben, kann unter eleganter Umgehung des Datenschutzes geholfen werden:
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Aber bitte nicht weitersagen. Fotohinweis: "Don Pedro" wird an seinem Ehrentag garantiert noch viele Hände schütteln müssen. Sicherlich auch die, wie bei bei der Sportlerehrung im November 2009, von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Unser Internet-Portal lässt derweil Freitag virtuell rote Rosen regnen.
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