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(Redaktion, 09. August) Land unter im Drei-Länder-Eck Deutschland, Polen, Tschechien. Die heftigen Regenfälle sowie die damit verbundenen Hochwasser der Flüsse sorgten für ein Bild der Verwüstung und Zerstörung. Davon sind auch die Sportanlagen der Städte Zittau, Bogatynia (Polen) und Hradek (Tschechien) betroffen, die in einer bislang einmaligen Kooperation die Senioren-Europameistgerschaften 2012 ausrichten. Den nachfolgenden Beitrag haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.masters-sport.de übernommen.
(Zittau, 09. August 2010) Mindestens zehn Tote und große Zerstörungen sind das traurige Fazit der dramatischen Sturzflut vom Samstag. Auch das Weinau-Stadion in Zittau stand am Sonntag noch vollständig unter Wasser. In Mitleidenschaft gezogen wurde auch die Verwaltungsneubauten der Austragungsstätte der kommenden Masters-EM, die im Rohbau fertig gestellt waren. Auch die Nebenplätze und der Werferplatz sind überschwemmt. Im benachbarten Zittauer Tierpark ertranken dutzende Tiere. In der betroffenen Region, so der Sprecher des sächsischen Innenministeriums, sei es "das schlimmste Hochwasser seit über 100 Jahren". Noch viel dramatischer als in Deutschland ist das benachbarte Bogatynia betroffen. Die 18 000-Einwohner-Stadt, in der in zwei Jahren die Geher-Wettbewerbe der EM ausgetragen werden, wurde vom Fluss Miedzianka fast vollständig überflutet. Hunderte Menschen mussten evakuiert werden, die Stadt ist von der Außenwelt abgeschnitten. Unklar ist die Lage in der dortigen Braunkohlegrube. Polnische Medien berichteten, dass die gesamte die gesamte Infrastruktur der Kommune zerstört sei. Bürgermeister Andrzej Grzmielewicz ("Das ist die Apokalypse!") bat um dringende Hilfe. Seine Stadt gleiche einem Schlachtfeld. Viele der 18 000 Einwohner müssten ohne Strom auskommen, Brücken seien zerstört, mehrere Häuser eingestürzt. Die Bevölkerung der Stadt brauche Trinkwasser und Brot, appellierte er dem polnischen Fernsehen. Auch im tschechischen EM-Austragungsort Hradek nad Nisou herrscht der Ausnahmezustand. Am Sonntagnachmittag besuchte der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus die vom Hochwasser schwer getroffene Stadt im Dreiländereck, die dringend Freiwllige für Aufräumarbeiten sucht und inzwischen damit begonnen hat, Kinder aus den betroffenen Stadtteilen in Ferienlagern unterzubringen. Im Dreiländereck gab es wegen des Hochwassers in den vergangenen Tagen offenbar mindestens zehn Tote. Der heftige Dauerregen kostete in Tschechien mindestens drei Menschen das Leben . Die Männer seien im Nordwesten des Landes in den Sturzfluten ertrunken, teilten Polizei und Behörden am Sonntag mit. Medien berichteten von einem vierten Opfer, die Polizei bestätigte dies aber zunächst nicht. Drei Menschen wurden am Morgen noch vermisst, darunter ein Mann, der vor den Augen anderer in einen reißenden Fluss stürzte. EVAA Präsident Dieter Massin (Ahlen) zeigte sich in einer ersten Reaktion "tief bestürzt von den schrecklichen Ereignissen im Dreiländereck. Meine Gedanken und meine Anteilnahme gehen an diesem Tag zu den Betroffenen." Zu den Konsequenzen für die EM 2012 wollte sich Massin nicht äußern: "Das ist angesichts der dramatischen Stunden und der Folgen für die Menschen in Bogytania, Hradek nad Nisou und Zittau nichts, worüber auch nur ein Wort zu reden ist", sagte er.
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