Tatort Flughafen: Odyssee um neu gestalteten Fair Play Award PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Axel Hermanns   
(Düsseldorf/Rom, 30. Januar 2012) Tatort Flughafen Düsseldorf, Treffpunkt Abflughalle C, Check-Inn-Schalter der Air Berlin, Freitag, 11.45 Uhr. Liest sich wie ein Drehbuch zur in der Landeshauptstadt spielenden ZDF-Krimireihe „Stromberg“, bei der ich einmal als Komparse mitwirken durfte. Hätte es auch sein können, ging allerdings nicht um mich, obwohl ich auch in einer Nebenrolle als Fotograf vorkam. Vielmehr war es das Happy End einer spannungsgeladenen, glücklicherweise noch auf dem allerletzten Drücker aufgehenden Hatz. Das Objekt der Begierde war der neu gestaltete „Torsten Carlius Fair Play Award“. Grafikdesigner und Lampis-Betreiber Peter Holthuijsen (Erkelenz) hatte ihn im Auftrag von EVAA-Präsident Dieter Massin (Ahlen) entworfen sowie später einen Dummy aus Acryl anfertigen lassen. Weiterhin alles zur Zufriedenheit der Beteiligten. Der Fertigung in ein Zentimeter dickem Panzerglas stand nichts mehr im Wege. Doch nun stellte sich zum Schrecken von Holthuijsen heraus, dass der Graveur seines Vertrauens nicht die Gerätschaften hatte, mit und in Glas zu arbeiten. Da war nun guter Rat teuer. Eine entsprechende Werkstatt mit künstlerischem Einschlag wurde in Aachen gefunden, die auch die rechtzeitige Erstellung inklusive Versand zusicherte. Denkste! Kürzen wir es ab: Es wurde eng, sehr eng. Vom Postweg Aachen nach Ahlen konnte keine Rede mehr sein. Holthuijsen holte den Award notgedrungen Donnerstag selber in Aachen ab, ließ ihn Freitag früh in Erkelenz noch sandstrahlen und brachte ihn anschließend höchstpersönlich zum Flughafen. Als diese Zeilen geschrieben wurden, war allerdings noch nicht bekannt, ob diese schmucke Trophäe auch Samstagabend in der Ewigen Stadt in den Besitz von Preisträger Ludwig Niestelberger aus Österreich gelangte. Denn auf Befragung eines Sicherheitsbeauftragten bekam Massin die unersprießliche Auskunft, dass Gegenstände aus Glas – eigentlich – nicht als Handgepäck befördert werden dürfen, derweil die Gepäckstücke für den Flug nach Rom bereits aufgegeben waren. Noch eine weitere Zitterpartie um die Odyssee dieses Pokals der etwas anderen Art. Eine Auflösung gibt leider auch der Beitrag über die Ehrung auf der EVAA-Netzseite nicht her.
Nachsatz, später eingefügt: Mittlerweile haben wir jedoch eine persönliche Rückmeldung (heute, 10.44 Uhr) von Massin, wonach das gute Stück im doppelten Wortsinne bestens angekommen wäre.