Paul Economides und Ed Burke raubten Deutschen die Weltrekorde PDF Print E-mail
Written by Axel Hermanns   
There are no translations available.

(Redaktion Krefeld, 23. August 2010) Amerikanisches Raubrittertum bei den USA Master Throws Championships 2010 in Lisle im Bundesstaat Illinois. Zwei „old“ US-Boys verbesserten die Weltrekorde im Werfer-Fünfkampf der M 65 und Hammerwurf der M 70, die bislang in deutschem Besitz waren. Und das nicht mal gerade so, sondern gewaltig. Paul Economides (*24.07.45) nahm sich die knapp ein Jahr alte Bestmarke (4801) von Klaus Liedtke (SuS Oberaden) mit einer Steigerung auf famose 5044 Punkte zur Brust. Macht einen rechnerischen Schnitt von 1.008,8 Punkten pro Disziplin. Olympisch, hätte jetzt der leider viel zu früh verstorbene Werfer-Guru Erwin Kollmar gesagt. Die Einzelleistungen von Economides: Kugel 14,05 m, Diskus 54,99 m, Speer 35,96 m, Hammer 50,52 m, Gewicht 18,73 m.
Schließlich zertrümmerte Edward „Ed“ Burke (*04.03.40) den erst sechs Wochen jungen Weltrekord (55,36) von Hermann Albrecht (Spvgg. Satteldorf) auf 59,04 m. Das war freilich absehbar. Denn Burke ist sowohl körperlich wie von seiner sportlichen Vita ein ganz anderes Kaliber als der leichtgewichtige Albrecht. Der Amerikaner, 1,85 m groß, 112 Kilo schwer, hat eine Lebensbestleistung von 74,34 m, war Olympia-Siebenter 1964 in Tokio und nahm 1984 in Los Angeles als bereits 44-Jähriger letztmals an Olympischen Spielen teil. Blieb aber hier als 18. in der Qualifikation „hängen“.