Fünfkampf ? Auf der Toilette gab es die sechste Disziplin für Lothar Pongratz PDF Print E-mail
Written by Axel Hermanns   
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(Redaktion Krefeld, 24. August 2010) Sie schweben nicht nur als Damoklesschwert latent auch über den reiferen Semestern unter den Leichtathleten, sie werden tatsächlich auch gemacht – die Doping-Kontrollen. Nicht im Training, auch nicht in Hülle und Fülle, aber immerhin bei internationalen Meisterschaften und nationalen Titelkämpfen hier zu Lande. Da sind die Türen mit der Aufschrift „Doping-Kontrolle“ nicht allein als symbolisches Mahnmal zu verstehen. So jüngst anlässlich der Deutschen Senioren-Meisterschaften im Werfer-Fünfkampf in Bogen (Bayern). Die „Glückssträhne“ von Lothar Pongratz (Bild) vom LC Paderborn, dem Millimeter-Sieger der M 55 mit einem Punkt Vorsprung, hörte unmittelbar nach dem Wettkampf auf. Der 58-Jährige erhielt die freundliche, aber bestimmte Aufforderung, als sechste Disziplin seine über die Nieren recycelte Körperflüssigkeit nicht sinnlos in ein Pissoir zu entsorgen, sondern einen Teil davon in ein Auffangbehältnis. Unter Kontrolle, wie der Arbeitstitel bereits verheißt, sprich: Aufsicht. Nicht, dass Lothar etwas zu befürchten hätte. Aber es gibt schönere Dinge im Leben, die der Mann mit seinem Lieblingswerkzeug anstellen kann. Und meist ist man so ausgelaugt, dass von oben einiges nachgefüllt werden muss, damit unten endlich etwas rauskommt. Das kann dauern. Kugelstoßer Reinhard Krone (SC Magdeburg) brauchte vor Jahren bei der Hitzeschlacht in Schweinfurt geschlagene 3,5 Stunden. Wie "Loddar" uns wissen ließ, lagen zwischen dieser und der vorherigen Doping-Kontrolle 35 Jahre. Verständlich, dass er da ein bisschen aus der Übung gekommen war.