Sportlerwahl: Wo landeten Ulrike Engelhardt und Peter Speckens? PDF Print E-mail
Written by Axel Hermanns   
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Kommentar

Unter uns gesagt

(Aachen/Krefeld, 27. Januar 2012)
Um jeglichen Missverständnissen vorzubeugen, aber nicht zuletzt zum besseren Verständnis, stellen wir nachfolgend die dürre Pressemitteilung, die auch Lampis erreichte, im vollständigen Wortlaut voran:

Die Leserinnen und Leser der Zeitschrift „Senioren Leichtathletik“, die im Aachener Meyer & Meyer Verlag erscheint, haben entschieden: Die Sprinterin und Mehrkämpferin Erika Sauer (SpVgg. Warmbronn) und der Springer Lothar Fischer (TG Waldsee) sind die „Seniorenleichtathleten des Jahres 2011“.
Erika Sauer ist somit die erste Titelverteidigerin dieser nationalen Auszeichnung. Seit mehr als 25 Jahren gehört die 72-jährige mit Topresultaten zum festen Bestandteil vieler nationaler und internationaler Meisterschaften. 2011 war für die gebürtige Pfälzerin ein Jahr mit herausragenden Resultaten und Erfolgen. Bei den Seniorenwelt- und -europameisterschaften stand Erika Sauer insgesamt 10x ganz oben auf dem Siegertreppchen.
Der 75-jährige Lothar Fischer gewann als herausragender Akteur in der M75 unter anderem die WM-Titel in Sacramento im Weitsprung und im Dreisprung, zudem sicherte er sich die Hallen-EM-Titel im belgischen Gent. Das i-Tüpfelchen seiner spektakulären Leistungen im vergangenen Jahr war aber der neue AK-Weltrekord im Dreisprung, erzielt bei der DM in Minden. Die offizielle Ehrung der beiden Athleten wird im Rahmen der Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Erfurt erfolgen.

Kein Netz, kein doppelter Boden. Das war’s. Was schließen wir messerscharf daraus: Die/der Zweitplatzierte ist bereits der erste Verlierer. Herzlos! Diskreminierend! Beschämend! Denn wir erinnern uns und erst recht alle, die sich an der Wahl beteiligt haben, dass jeweils fünf Athleten/innen nominiert waren. Ebenfalls durch Leser- und Online-Votum. Darunter die Wurf-Allrounder Ulrike Engelhardt (*1959) vom ASV Erfurt und unser VIP-Mitglied Peter Speckens (*1935) vom SV Rot-Weiß Schlafhorst in Übach-Palenberg. Wo landeten sie denn und mit welchem Anteil der Stimmen? Von mir aus in Prozent. Es ist nämlich schier undenkbar, dass Sauer und Fischer pralle 100 Prozent auf sich vereinigt haben sollen. Da verbürge schon allein ich mich für, der, parteiisch wie ich bin, natürlich für Engelhardt und Speckens votiert habe. Und wer sonst noch alles, den ich mobilisieren konnte. Vorneweg meine ganz persönliche Regierungschefin.
Und noch einmal: Es geht nicht darum, den „Auserkorenen“, die, was legitim ist und jede/r andere Nominierte auch gemacht hat, augenscheinlich die beste Lobbyarbeit für sich betrieben haben, diese ideelle Auszeichnung zu missgönnen. Vielmehr ist die Art und Weise anzuprangern, wie die Platzierten seitens des veranstaltenden Verlages mit Missachtung gestraft werden.
Schließlich ist es so ganz nebenbei doch interessant und spannend, wie knapp oder klar es zugegangenen ist und wo '"mein/e" Kandidat/in einkam. So sind wir Leichtathleten es letztendlich auch gewohnt. Weshalb wohl sind Ergebnis- und Bestenlisten dermaßen beliebt?!
Diese Verlautbarung hatte jedenfalls weder Stil noch Anstand. Was mich betrifft, werde ich mich weder künftig selber an dieser Sportlerwahl beteiligen, noch werde ich an dieser Stelle öffentlich dazu aufrufen. Gleichgesinnte sind herzlich willkommen! Obschon selbstverständlich jedem seine eigene Sicht der Dinge unbenommen bleibt. Wie wollte ich das auch verhindern?!