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Hallen-Weltrekordler Kurt Goldschmidt trumpfte mit 15,03 m auf PDF Print E-mail
Written by Axel Hermanns   
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(Fürth/Travemünde/Krefeld, 12. Februar 2012) Nicht nur wegen des sich in der Halle zwangsläufig auf Kugelstoßen reduzierenden Wettkampfangebotes für Werfer ging es gestern beim traditionellen, zum 23. Male ausgetragenen Senioren-Sportfestes des LAC Quelle Fürth sehr übersichtlich zu. Diese Wertung beschränkt sich nicht allein auf die recht dünnen Felder in den verschiedenen Altersklassen. Bezeichnend, dass mit dem freilich wurfaffinen Christopher Gerhard (*1967) vom ASV Süchteln ein Zehnkämpfer die nicht nur metrische Tagesbestweite erzielte. Der noch 44-jährige Lampisianer verfehlte seinen Hausrekord unter dem Hallendach (14,28 m) lediglich um sechs Zenitmeter. Lässt sich jetzt schon fast erahnen, dass er der einzige war, der die 14-Meter-Marke übertraf. Und das mit Abstand. Freunde der Statistik finden alle Ergebnisse hier.
Wenn auch nicht mehr taufrisch (29. Januar), möchten wir gleichwohl ein Top-Resultat nachliefern, dass unser Mitglied Uwe Schmidt, Weltranglisten-Erster, Deutscher Hallen- und Freiluftmeister 2010 der M 70 mit der Kugel, beim Stöbern durch den digitalen Blätterwald entdeckte. Drehstoßer Kurt „Kuddel“ Goldschmidt (*1943) vom TSV Kücknitz trumpfte in seiner unmittelbaren Nachbarschaft beim Kugelstoß-Hallenmeeting in Travemünde mit herausragenden 15,03 m auf. Und das in seinem letzten Jahr in der M 65. Damit hat der M-65-Hallenweltrekordler (15,69 m im Februar 2009 in Hamburg) ganz offensichtlich seine vorjährige Talsohle, in der Spitze „nur“ 14,32 m und Deutscher Meister mit 13,86 m, durchschritten. Aus der Distanz lässt sich freilich nicht beurteilen, ob Eisen- oder Hallenkugeln, die leicht einmal den höchst zulässigen Durchmesser von 120 Millimeter überschreiten, im Spiel waren. Der "Handball" auf dem Foto bei einem früheren Anlass mag als Beispiel dafür dienen. Tut der Leistung an sich indes keinen Abbruch, wäre allerdings nicht reif für die Bestenliste. Wobei es allerdings in dieser Hallensaison noch nicht das Ende der Kletterstange gewesen sein muss.

 
Christine Hildebrandt stieß wie aus dem Nichts tolle 13,39 m PDF Print E-mail
Written by Axel Hermanns   
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(Ludwigshafen/Krefeld, 05. Februar 2012) Eher selten der Fall, dass wir in unserem Metier nicht nur aus Gründen der Höflichkeit dem vermeintlich schwächeren, indes schöneren Geschlecht den Vortritt lassen. Ehrlich gestanden glaubte ich beim Scrollen durch die Ergebnisliste des Offenen Senioren-Hallensportfestes gestern in Ludwigshafen einer Fata Morgana aufgesessen zu sein. Bei näherem Hinsehen stand jedoch tatsächlich im Kugelstoßen der W 50 dort die Siegerleistung von 13,39 m. Nächster Gedanke: Tippfehler. Denkste! Die Recherchen ergaben, dass Christine Hildebrandt (*1961) von der TSG Eisenberg aus der Pfalz bei ihrem Heimspiel besagte Weite wirklich in den Sektor gesetzt hatte. Ein Weltklasse-Resultat. Hätte im Vorjahr bei der Hallen-DM in Erfurt locker zum Titel gereicht, der mit 12,47 m wegging und den mit Lokalmatadorin Ulrike Engelhardt schließlich eine herausragende Protagonistin der Werferzunft gewann.
Also, wer bitte ist diese Christine Hildebrandt, die wie ein Phönix aus der Asche auftaucht und mal eben jene formidable Leistung abliefert? Da ich mich wahrhaftig ständig durch irgendwelche Online-Ergebnislisten wühle, müsste mir der Name zumindest bei einem derartigen oder ähnlich guten Resultat zwangsläufig schon aufgefallen sein. Konnte er aber gar nicht. Denn wie eine Nachfrage bei TSG-Trainer Guido Finkler ergab, ist die verdammt gute Christine erst seit Herbst vorigen Jahres nach über 20jähriger Trainings- und Wettkampfabstinenz wieder aktiv. Sie stammt aus Oberschlesien, was bei ihrer Geburt längst zu Polen gehörte, arbeitet seit geraumer Zeit im SOS-Kinderdorf Eisenberg sowie nebenberuflich als Übungsleiterin in der Leichtathletik-Abteilung der dortigen Turn- und Sportgemeinde. Kollegen animierten sie, die Kugel selber wieder einmal in die Hand zu nehmen und weg zu stoßen. Der Wiedereinstieg im September 2011 bei einem kleinen Sportfest  war mit 12,83 m bereits mehr als verheißungsvoll. Nunmehr im zweiten Wettkampf und dem ersten unter dem Hallendach nach der langen Pause pulverisierte sie das Auftaktergebnis um über einen halben Meter. Da bleibt einem glatt die Spucke weg. Obwohl man mit solcherlei Attributen sehr vorsichtig umgehen sollte, da nicht alle Resultate publik werden, dürfte es sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um eine deutsche Jahresbestleistung handeln. Bleibt zu hoffen, dass wir sie im März in Erfurt zu sehen bekommen. Das könnte ein hoch interessantes Duell mit der W-50-Nachrückerin Carmen Grell (*1962) von den Sportfreunden Neukieritzsch werden.
Dagegen verblassten die Kugelstoß-Ergebnisse bei den Senioren. Die Gründe sind vielschichtig, da längst nicht alle Spezialisten im Winter über adäquate Trainingsbedingungen verfügen. Den Rest besorgt häufig die grassierende Grippewelle mit einem aufkeimenden oder abklingenden Infekt. Aus der Fernsicht halt nicht zu beurteilen. Sorgte unverständlicherweise schon für so manchen Aufreger, wenn ich mich nur an dem orientiert habe, was mir zur Verfügung steht: Nämlich die bloße Online-Ergebnisliste. Nicht jedem Resultat kann ich dermaßen hinterher recherchieren wie dem oben genannten. Sollte einleuchten.
So musste sich gemessen an seinen Möglichkeiten Martin Vogel (*1959) vom LAZ Saarbrücken in der  M 50 mit 13,88 m gewaltig strecken, um Reinhard Eckel (*1959) vom TV Bürstadt sechs Zentimeter zu distanzieren. Mitunter lohnt auch ein etwas weiterer Weg. Hans-Joachim Büscher (*1957) vom ASC Düsseldorf durfte sich in der M 55 über die neue persönliche Bestleistung von 11,94 m (bisher 11,36 m) freuen. Eine Altersetage höher lieferten sich Wurf-Allrounder Gerhard Zachrau (*1949) und Jung-Sechziger Dieter Krumm (*1952) vom LAC Quelle Fürth eine Zentimeter-Entscheidung um den Sieg, der mit 12,56 zum 12,55 an den Erstgenannten ging. Krumm blieb freilich um einen glatten Meter unter seiner Trainingsbestleistung mit dem für ihn neuen, leichteren Gerät. Hier gleich der Querverweis auf den voran gegangenen Absatz, damit sich der Kreis meiner Sportfreunde nicht weiter unnötig verringert.
Bei meinem Sparringspartner von vorigen Donnerstag in der Düsseldorfer Leichtathletikhalle kann ich getrost Klartext reden. Hans Josef Weitz (*1946) vom Pulheimer SC entschied zwar die klassenübergreifende All-Star-Wertung mit der Fünfer für sich, hatte aber seine Feinmotorik irgendwo unterwegs liegen gelassen. Nach grauseligem Gemurkse wechselte er ab dem vierten Versuch von Angleiten auf Stand und stieß mit dieser Notlösung 12,69 m. Was immerhin bewies, dass die Physis in etwa stimmte. Freilich ein schwacher Trost. - Alle Ergebnisse hier.
 
Nadine Kleinert verlieh den Landesmeisterschaften Glanz PDF Print E-mail
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(Halle/Stadtallendorf/Krefeld, 30. Januar 2012) Ganz hohen, zudem eher seltenen Besuch verzeichneten die Verbandsmeisterschaften des Landes Sachsen-Anhalt gestern in der Halle am Brandberge in Halle an der Saale. Kugelstoßerin Nadine Kleinert (*1975) vom SC Magdeburg gab sich und vor allem der Veranstaltung die Ehre. Natürlich startete die 36-jährige gebürtige Magdeburgerin nicht in der W 35, sondern in der Frauen-Hauptklasse. Dabei musste sie sich freilich bei ihrer Tagesbestweite von 18,34 m gegen ihre nur um 20 Zentimeter distanzierte neun Jahre jüngere Klubkameradin Josephine Terlicki mehr strecken, als ihr lieb gewesen sein mag. Das war vor neun Tagen in Nordhausen mit 18,96 zu 18,29 m noch deutlicher. Aber wer wüsste das als Werfer nicht aus eigener Erfahrung, dass kein Wettkampf wie der andere verläuft. Bisweilen ist es gar wie ein Griff in die Wundertüte, manchmal wie ins Klo. Nicht nur bei den Senioren/innen war die Leistung von Kleinert das absolute Glanzlicht der Titelkämpfe. Wer mehr erfahren möchte, logge sich in hier ein.
Parallel ermittelten die Hessen in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf ihre Meister. Es durften freilich auch Frauen an den Start respektive in den Kugelstoß-Ring gehen Hier wie dort waren keine Winterwurfwettbewerbe ausgeschrieben, aber jeweils ab M/W 30. Erfreulich, dass bislang alle Verbände von der regional zulässigen Regelung (national bekanntlich 2012 erst ab M/W 35) Gebrauch machten. Für das beste Resultat in den recht dünn bis überhaupt nicht besetzten Feldern in den verschiedenen Altersklassen sorgte Andrè Blicker (*1977) von der SG Dillenburg mit 15,13 m. Bei den fortgeschrittenen Mädels wusste Kerstin Seng (*1967) vom LAZ Bruchköbel als frische Nachrückerin in die W 45 mit 11,55 m zu gefallen. Hella Böker (*1941) von der MT Melsungen war bei den älteren Semestern mit 9,10 m eine Klasse für sich. Alle weiteren Ergebnisse für die Kiebitze unter den Leichtathleten..
 
Dunja Koch sorgte mit 14,40 m für die beste Kugelstoßleistung PDF Print E-mail
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(Sindelfingen/Krefeld, 23. Januar 2012) Wenig Erbauliches aus der eingeschränkten Werfersicht (kein Winterwurf) gab es gestern bei den gemeinsam ausgetragenen, jedoch getrennt gewerteten Senioren-Hallenmeisterschaften (ab M/W 30) der Landesverbände Baden und Württemberg im Sindelfinger Glaspalast. Es waren zumindest in den Männer-Klassen durchweg ansehnliche Teilnehmerfelder zu verzeichnen. Doch hier musste Masse weitestgehend Klasse ersetzen, blieben ansprechende Leistungen ausgesprochene Mangelware. Und so trat der eher seltene Fall ein, dass eine Vertreterin des vermeintlich schwachen Geschlechts für das herausragende Resultat beim in der Halle meist nicht ganz so schmutzigen Geschäft mit der Kugel (Sektor besteht in dem separierten muffigen Judo-Raum in den Katakomben aus blauen Gymnastikmatten) sorgte. Dunja Koch (*1973) vom TuS Metzingen schaffte in der W 35 mit ihren im letzten Versuch erzielten 14,40 m das relativ und metrisch beste Ergebnis im Kugelstoßen.
Wer dennoch wissen möchte, was die Konkurrenz in diesem Teil der Republik derzeit zu bieten hat, der logge sich hier ein.
 
Huchthausen erneut mit Rekord, Zachrau warf 47,60 m Diskus PDF Print E-mail
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(Magdeburg/Bingen/Krefeld, 15. Januar 2012) Lothar Huchthausen (*1935) von der LG Altmark – wer sonst? Der Alters-präsident unter den Senioren bei den Hallen-Meisterschaften des Bezirkes Magdeburg sorgte in der Leichtathletik-Halle am Ernst-Grube-Stadion für das herausragende Resultat. Der recht spät zur Leichtathletik berufene 76-Jährige steigerte seinen erst wenige Wochen jungen Landesrekord für Sachsen-Anhalt im Kugelstoßen der M 75 um 17 Zentimeter auf 12,75 m. Die Verbesserung gelang im nach durchwachsener Serie mit einem Ausreißer nach oben im fünften Versuch. Nicht an die Leistungen vom Saison-Auftakt Anfang Dezember 2011 in Wolmirstedt vermochten im Doppelpack Norbert Hasselberg (*1958) vom SC Schönebeck mit 13,01 m (zuvor 13,80 m) in der M 50 und Ronald Major (*1957) von der TSG Wittenberg mit 12,54 m (13,35 m) bei seinem Einstand in der M 55 anzuknüpfen. Erstaunlich insofern, als diesmal mit herkömmlichen Eisenkugeln gestoßen wurde, die gegenüber den seinerzeit verwandten unförmigen „Weicheiern“ eigentlich einen Vorteil bringen müssten. Fast hat es den Anschein, als wären sie Spezialisten für die an sich verpönten gummi- oder plastikummantelten „Handbälle“. Zumal auch die Leistungseinbußen fast identisch sind.
Die Frage stellte sich beim Werfertag in Bingen am Rhein, dort wo das berühmte, viel zitierte Loch sein soll, erst gar nicht. Da wurde im Städtischen Stadion unter freiem Himmel auch dem Wetter getrotzt, wenngleich bei für die Winterzeit ziemlich milden Temperaturen. Ein wenig irreführend der Arbeitstitel „7. Binger Dreikönigswerfen“. Obwohl man heutzutage vor nichts mehr sicher sein kann (beim Möbel-Discounter IKEA gibt es in der Adventszeit ein Weihnachtsbaumwerfen, das in Köln Lampisianer Michael Unger vom SC Bayer Uerdingen gewann), wurden in Wirklichkeit selbstverständlich keine Nachbildungen der Heiligen Drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar durch die Gegend befördert, sondern ganz normal mit Kugeln, Disken und Speeren operiert. Wurf-Allrounder Gerhard Zachrau (*1949) von der TSG Mutterstadt, neuerdings im seligen (Un-)Ruhestand, mit 47,60 m im Diskuswurf und der um 15 Zentimeter die 40-Meter-Marke verfehlende Speer werfende Winzer Helmut Hessert (*1946) vom ausrichtenden LC Bingen erzielten die besten Leistungen bei den „Oldies but Goldies“.
 
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