| Honoriger, präsidialer Besuch zum Auftakt der Titelkämpfe |
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| Written by Axel Hermanns |
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There are no translations available. (Düsseldorf, 09. Januar 2012) Es gibt sie noch gelegentlich, die Aufmerksamkeit und Wertschätzung hoher Amtsinhaber für die Senioren-Leichtathletik. Die den Reigen der Titelkämpfe eröffnenden Westdeutschen Senioren-Hallen- und Winterwurf-meisterschaften ab M/W 30 (!) gestern im Arena-Sportpark in Düsseldorf erfreuten sich präsidialen Besuchs. Nicht vom „Wulff im Schafspelz“ aus dem Schloss Bellevue in Berlin. Vielmehr gaben sich EVAA-Präsident Dieter Massin (Ahlen) und LVN-Präsident Franz-Josef Probst (Kevelaer), zugleich DLV-Schatzmeister, und den Aktiven, Kampfrichtern, Helfern sowie den vielen dienstbaren Geistern rund um diese eintägige Großveranstaltung mit über 500 Teilnehmern die Ehre. Da wurden naturgemäß zahlreiche Fachgespräche am Rande der Balustrade bei einem Kaffee oder was auch immer geführt. Wird wohl niemanden zu besseren Leistungen beflügelt haben. Eine schöne Geste war es allemal. Bitte um Nachsicht, falls ich womöglich die Landesfürsten aus Westfalen und dem Rheinland übersehen haben sollte. Aber die sind mir weder von Namen und schon gar nicht von Angesicht bekannt. Insofern habe ich sie streng genommen auch nicht übersehen. Gefühlt mäßigere Leistungen als vor sechs Wochen Und was gab es sportlich? Ohne es jetzt 1:1 überprüft zu haben, waren die Resultate in den Wurfkonkurrenzen unter dem dicken Strich gefühlt mäßiger als sechs Wochen zuvor beim gleichen Anlass an selber Stelle. Das mag vielschichtige Gründe haben. Darunter den, dass sich im Normalfall ein solch kurzfristiger Vergleich, der dem Nachholtermin (27. November 2011) der Titelkämpfe 2011 geschuldet war, nicht auftut. Die übliche Völlerei an Weihnachten, der Kater an Neujahr und die damit einhergehende geringere Trainingsintensität, weil womöglich auch manch heimische Halle zwischen den Jahren geschlossen war, werden weitere Mosaiksteine dazu beigetragen haben. Wohlgemerkt: Keine Pauschalschelte. Sicherlich hat es auch Gegenbeispiele und Titelverteidiger, Medaillengewinner sowie Platzierte mit besseren Resultaten als dereinst im November gegeben. Wobei festzuhalten gilt, dass er „nur“ der Auftakt war und das Jahr noch gaaanz lang ist. Rosinen und Rohrkrepierer Picken wir uns ein paar Rosinen und Rohrkrepierer heraus, lassen ansonsten die Online-Ergebnisliste für sich sprechen. Wenn Drehstoßer Tilman Northoff (*1969) vom TuS Jöllenbeck in den Ring tritt, ist normalerweise ein Top-Ergebnis vorprogrammiert. Diesmal war es allerdings eine sehr zähe Nummer, ehe der westfälische „Herkules“ in den beiden letzten Versuchen jeweils 16,50 m stieß. Duplizität der Ereignisse: Northoff lieferte vor sechs Wochen seine Siegerweite von 16,78 m ebenfalls im Doppel ab. Das Leben ist mit Zufällen gepflastert. Obwohl er, nicht allein wegen der geschilderten Umstände, zuletzt lediglich ein Schmalspur-Training absolvieren k onnte, freute sich Jung-Fünfziger Peter Holthuijsen (*1961) vom TV Erkelenz neben seinem ungefährdeten, der Papierform entsprechenden Erfolgen mit Kugel und Diskus mehr noch über die erzielten Tagesbestweiten von 14,66 und 46,31 m. Berechtigt!Die Neu-Auflage des Diskuswurf-Duells der DM 2011 in Minden zwischen Johann Stein (*1951) vom TV Werther und Gerd Sieben (*1950) vom ASC Dortmund hielt nicht, was sie versprach. Konnte sie auch nicht. Dabei war Stein des Anstoßes, dass der Überraschungsmeister und Sieben-Bezwinger durch einen noch nicht abgeheilten Muskelfaserriss stark gehandikapt war. Allerdings war der nicht als Feierbiest bekannte Wahl-Dortmunder aus Holzwickede auch schon in blendender Verfassung, warf bei wenig einladenden äußeren Bedingungen bei stabiler Serie in einer Art Steigerungslauf (46,50, 47,50, 47,57 m) im letzten auf vier Versuche gekürzten Programm in den Würfen formidable 48,94 m. Zitterpartie für Hermann Huppertsberg Eine Zitterpartie hatte Hermann Huppertsberg (*1945) von der DT Ronsdorf als haushoher Favorit im Hammerwurf zu überstehen. Bei für ihn eher bescheidenen 45,55 m kam ihm M-65-Aufrücker Valeriy Bilikon (*1947) vom ASC Dortmund bis auf elf Zentimeter nahe. Schwein gehabt. Derweil unangetastet zuvor sein Erfolg mit dem Diskus (42,30 m). Der Lack scheint ziemlich ab zu sein beim einstigen Giganten Klaus Liedtke (*1940) vom TV Teutonia Lanstrop (bisher SuS Oberaden). Dass er drei Tage zuvor Geburtstag feierte, kann kaum der Grund gewesen sein. Trotz seines Doppelsieges mit Kugel und Diskus entsprechen seine Ergebnisse von 13,33 und 40,72 m, hier allerdings aus dem Stand, nicht seinem hohen Niveau, korrespondieren vor allem nicht mit seinen Trainingswerten. Fast riecht es nach einem hausgemachten Wettkampf-Syndrom. Denn im Vorjahr hat er sich aus diesen und jenen Gründen sehr rar gemacht. Da wir es schon in der Vorschau erwähnt haben, sei nicht verschwiegen, wie der Ausflug von bis hin zum Senioren-Weltmeister gekrönten Dreispringer Arno Küppers (*1954) vom ASV Süchteln zum Speerwurf verlief. Schuster, bleib bei den Leisten, geben wir ihm mit auf den weiteren sportlichen Weg! Als Vierter und Letzter mit 31,98 m reift hier kein bislang verborgenes Talent heran. Dabei könnte er bei seinem Klubkameraden Reiner Görtz (*1941) trefflichen Anschauungsunterricht nehmen, der als überlegener Sieger der M 70 die 40-Meter-Marke um winzige zwei Zentimeter verfehlte. Stark in der M 80 die 10,71 m im Kugelstoßen von Wilhelm Bexkens (*1932) von der LG Hilden. "Mädels" überzeugten in den jüngsten Klassen Wie es biologisch bedingt normal sein müsste, wurden zumindest beim schönen Geschlecht die besten Darbietungen in den beiden jüngsten Klassen W 30 und 35 gezeigt. Als da wären Wilma Jansen (*1980) von der LT DSHS Köln mit 45,49 m im Speerwurf, Anita Richter (*1980) vom Leichlinger TV mit 46,31 m im Hammerwurf und Claudia Ondra (*1977) von der DJK Kleinenbroich mit blanken 40 Metern im Diskuswurf. Bei den etwas reiferen Semestern wusste vor allem Jutta Steinhanses-Kordt (*1951) von der LG Plettenberg/Herscheid mit 10,04 m im Kugelstoßen zu gefallen. |







onnte, freute sich Jung-Fünfziger Peter Holthuijsen (*1961) vom TV Erkelenz neben seinem ungefährdeten, der Papierform entsprechenden Erfolgen mit Kugel und Diskus mehr noch über die erzielten Tagesbestweiten von 14,66 und 46,31 m. Berechtigt!