Rahmenterminplan 2020: Gähnende Leere bei Senioren-Meisterschaften

(Darmstadt/?????/Krefeld, 18. Oktober 2019) LAMPIS-Leser wissen nicht nur mehr, sondern es vor allem eher! Diese reimende Eigenproduktion entspringt keineswegs schamloser Übertreibung oder zweifelhaftem Eigenlob. Dank guter Vernetzung hören wir aufgrund von Insider-Informationen häufig sinnbildlich die Flöhe husten und transportieren es über unser Medium an den Interessenten weiter. Vorab schon einmal besten Dank für den Vertrauensvorschuss sich mehrender Anfragen, was wir schon wüssten, was der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) noch nicht weiß! Denn der am 15.Oktober 2019 aktualisiert veröffentlichte Rahmenterminplan 2020 weist ganz unten im Keller der Seite bei den fünf großen nationalen Senioren-Meisterschaften (Halle/Winterwurf, Stadion, Mehrkampf, Wurf-Fünfkampf, DAMM-Finale) hinsichtlich Termin und Schauplatz gähnende Leere aus.

Zwei Schauplätze für 2020 aus der Gerüchteküche

Diesmal müssen wir indes passen, können allenfalls einen kleinen Beitrag aus der Gerüchteküche leisten, an der zumeist etwas dran ist. Bereits bei früherer Gelegenheit sickerte durch, dass Erfurt (Thüringen) vorerst nicht mehr als Dauer-„Notnagel“ zur Verfügung stehe. Was die Hallen- und Winterwurf-DM beträfe, würde es nach zuletzt Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt) gleichwohl abermals ostwärts gehen, habe Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) seinen Hut für die Bewerbung in den Ring geworfen. Das wär’s doch, hatten wir auf diesem Sektor nach – nicht abwertend gemeint – immer wieder Erfurt (2002, 2006, 2008, 2011, 2012, 2014 – 2018), Halle (2003 und 2019), Potsdam (2004), Düsseldorf (2005, 2007, 2009, 2013) und Sindelfingen (2010) noch nicht. Was auffällt: Der Norden der Republik ist in dieser Hinsicht gänzlich Diaspora.
Für das Finale der Team-DM Senioren haben wir bereits kurz nach dem DAMM-Finale in München aus gemeinhin gut informierter Quelle erfahren und auch berichtet, dass Vorgänger Baunatal (Hessen) zugleich die Nachfolge in 2020 antreten möchte. Aber selbstverständlich bleiben wir am Thema dran und werden in unserem großen Sendungsbewusstsein an dieser Stelle und auf dieser Welle unverzüglich Flagge zeigen, wenn sich etwas Druckreifes ergeben sollte.

Senioren-EM: (K)ein Fall für Commissario Gudio Brunetti

Kolumne

Moment mal

(Jeselo, Eraclea, Caorle/Lausanne/Krefeld, 17. Oktober 2019)
Getrost könnte man Donna Leons Werk „Die dunkle Stunde der Serenissima“ umbenennen in „Die dunkle Stunde des Il Presidente“ und damit den miles&more-Vorsitzenden Kurt Kaschke (im Bild) von der European Masters Athletics (EMA) mit Briefkastenadresse in Lausanne/CH ins Spiel bringen. In einer nie dagewesenen Euphorie wurden von ihm, dem „Il Presidente“, die Europa-Meisterschaften der Ü35-Generation angeblich in Venedig (später klammheimlich in Venetien umbenannt) angekündigt. Dazu griff der Vielreisende auf Verbandskosten selber in die Tastatur und berichtete im Vorfeld über geschönte Rekordzahlen, Rekordteilnahmen von allen (Gast-)Kontinenten, sogar Dopingbetrüger aus den Vereinigen Staaten von Amerika wurden namentlich genannt und bekamen einen Sonderstatus (wir berichteten).

Ursprüngliche adriatische Euphorie-Welle schnell gestrandet

‚Il Presidente‘ überschlug sich förmlich. Doch dann merkte er, dass auch Venedig außerhalb seiner touristischen Attraktion ein Ort wie jeder andere ist. Es hätte dem Meilen-Sammler bei seinen zahlreichen Besuchen (zusammen mit seinen Kollegen) eigentlich auffallen müssen, was sich hinter der Lagunenstadt in der weitläufigen Region an der norditalienischen Adriaküste mit den drei wahrhaftigen Schauplätzen in Wirklichkeit abspielte. War’s wohl auch. Flugs fuhr er seine adriatische Euphorie-Welle auf null zurück, schob in häufig praktizierter Manier seine Adjutanten in Frontstellung und gab fortan seine Anweisungen digital auf dem WhatsApp-Kanal weiter, vermied es bei den täglichen Meetings selbst aufzulaufen, um nicht zumindest einmal das Wort „Entschuldigung“ in den Mund nehmen zu müssen. Auch das sonst so übliche Dankeschön am Ende einer Meisterschaft an die Verantwortlichen der Organisation und die vielen Helfershelfer blieb aus. Kein Sterbenswort. Blamabel in höchster Potenz!

Büchse der Pandora mit allen Übeln blieb geschlossen

Statt selbstherrlicher Tanz- und a-cappella-Einlagen bei Siegerehrungen wären ein Kontakt zum Athleten und eine ausreichende Recherche, wo der Hase im Pfeffer liegt, jederzeit angebracht gewesen. In der „dunklen Stunde“ blieb Il Presidente vornehm in seiner Dunkelkammer. Donna Leons Vorzeige-Italiener Commissario Guido Brunetti und die charmante Sekretärin Elettra schaffen das im Handumdrehen, was „Il Presidente“ mit allen digitalen Kanälen, dem ‚Canale Presidente‘ einmal ausgenommen, nämlich Ordnung ins Geschehen zu bringen. Viele Fälle hätte er (KK) im Handumdrehen, also zwischen Spaghetti und Espresso wie die Romanfigur Brunetti lösen können, wenn er die Büchse der Pandora mit allen Übeln geöffnet hätte, statt täglich das (stumme) Spieglein an der Wand mit seinem Konterfei zu befragen.

31. Hallensportfest und 50-jähriges Jubiläum vom LAC Quelle Fürth

(Fürth/Krefeld, 15. Oktober 2019) Bekanntlich fängt der frühe Vogel den Wurm. Das gilt allerdings nicht nur für Gefiedertes. Sonst würden wir es über das geflügelte Wort hinaus auch nicht thematisieren. Soll nämlich heißen, dass gerade die Senioren/innen in der Leichtathletik aus vielerlei Gründen gerne rechtzeitig Planungssicherheit haben.
Weisen wir also vorsorglich bereits jetzt darauf hin, dass die Mutter aller lupenreinen Senioren-Hallensportfeste, noch weit vor den ersten nationalen Titelkämpfen 2002 in Erfurt, am 25.Januar 2020 ihre 31.Auflage erleben wird: Das inzwischen längst traditionsreiche, meist topbesetze, manchen Weltrekord produzierende Meeting des LAC Quelle Fürth in der schmucken vereinseigenen Sporthalle Am Finkenschlag (von wegen früher Vogel).
Dieser Beitrag trifft sich insofern gut, als der Klub just dort am vorigen Sonntag den Stellenwert in der Stadt unterstreichend in Anwesenheit von Honoratioren aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie vieler ehemaliger namhafter Aktiver mit 300 geladenen Gästen sein 50-jähriges Jubiläum feierte. Mehr dazu unter diesem Link.

"Bleiben Sie belesen" empfiehlt Literaturkritikerin Elke Heidenreich

(Frankfurt/Krefeld, 16. Oktober 2019) „Bleiben Sie belesen“, pflegt Schriftstellerin, Literaturkritikerin, Kabarettistin und Moderatorin Elke Heidenreich zu empfehlen. Gerade erst wurde der Literaturnobelpreis für 2019 an den Österreicher Peter Handke vergeben, mithin einem deutschsprachigen Autor. Das hat Frau Heidenreich trotzdem nicht sonderlich amüsiert, die „kein Handke-Fan“ sei. Aber all das passt natürlich bestens zur Frankfurter Buchmesse, der größten ihrer Art weltweit, die von heute bis Sonntag ihre Pforten öffnet. Gastland ist diesmal aus gutem Grund Norwegen. Denn nirgendwo sonst auf diesem Erdball hat das „freie Wort“ in Sprache und Schrift einen solch hohen Stellenwert, und ihre Bürger lesen mehr als die anderer europäischen Nationen.
Aus Anlass der Eröffnung sind die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit und ihr Mann, Thronfolger Haakon, gestern mit dem Literaturzug in Frankfurt eingetroffen. Auf dem Weg dahin hatte das Paar einen überraschenden, mit großer Begeisterung von den zufälligen Schaulustigen aufgenommenen Besuch in der Kölner Bahnhofsbuchhandlung unternommen, wurde als völlig unprätentiös und nahbar charakterisiert.

Szenewerk zum Doping: „Das Schweigen der Hämmer“

Unsererseits ist es allerdings kein Zufall, dass wir auf die Buchmesse aufmerksam machen. Dieser inzwischen liebgewordene Brauch ist mehr so ein Vehikel, auch unsere Stammbesucher und Gelegenheitsgäste – sofern überhaupt nötig – zu animieren und sensibilisieren, mal wieder selber im einschlägigen Buchladen um die Ecke zu stöbern. Es muss nicht unbedingt eine der vielen Neuerscheinungen sein. Neu ist schließlich alles, was man noch nicht gelesen hat. Wie zum Beispiel das abgebildete Szenewerk „Das Schweigen der Hämmer“ zum Thema Doping. Hinter dem Pseudonym Theo Retisch verbirgt sich kein anderer als der erfolgreiche Diskuswerfer Hubert Berger (*1954) vom TSV Schwabmünchen.

"NRW Open" ultimativ letzte Startgelegenheit 2019 für Werfer/innen

(Roermond/Leichlingen/Krefeld, 14. Oktober 2019) Mit ein paar Werfertagen quer durch die Republik am nächsten Wochenende (siehe www.ladv.de) sind auch auf diesem Sektor die Messen der Freiluftsaison 2019 weitestgehend gelesen. Derweil veranstalten im grenznahen Raum unsere westlichen Nachbarn in den Niederlanden traditionell am letzten Samstag im Oktober, in der Vergangenheit meist bei sehr schönem Altweibersommer-Wetter, die Douwe Smit Trofee in Roermond mit den vier Klassikern Kugel, Diskus, Speer und Hammer mit Senioren-Wertung wie international üblich ab M/W35 (Ausschreibung).
Aber darüber hinaus gibt es noch eine ultimativ letzte Startgelegenheit für Westler, angrenzende Landesverbände und nach eigenem Gusto auch für weiter her anreisende Interessenten: Die Offenen NRW-Senioren-Winterwurf-Meisterschaften, so der offizielle Bandwurm-Arbeitstitel, am 09.November 2019 im Sportzentrum Balker Aue in Leichlingen im Bergischen Land. Als Meisterschaftskonkurrenzen stehen die Langwürfe Diskus, Speer und Hammer, dazu als Rahmenwettbewerbe Kugelstoßen und Gewichtwurf auf dem prall gefüllten Programm. Sofern ein Start in der Gesamtpalette erfolgt, wird eine Fünfkampf-Wertung durchgeführt, wobei hier allerdings für die Punkteermittlung nur die beste Leistung aus den ersten drei Versuchen zur Anwendung kommt.
Einfach mal in aller Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Zeit dafür ist bis zum Meldeschluss heute in 14 Tagen, also am 28.Oktober 2019. Alle Einzel- und Feinheiten unter diesem Link.