WMA-Statistikerin Sandy Pashkin wies erneut ihre Unfähigkeit nach

(Eugene/Krefeld, 25. September 2018) Schlagsänger Roland Kaiser lässt mit seinem Hit von 1988 schön grüßen: „Ich glaub‘ es geht schon wieder los. Das darf doch wohl nicht wahr sein?“ Doch, es ist wahr! Und das war so vorhersehbar wie das Amen in der Kirche und entpuppte sich sehr schnell als krasse Fehlbesetzung der neuen WMA-Präsidentin Margit Jungmann. Die von ihr wieder installierte Statistikerin Sandy Pashkin (im Bild) gab mit der aktualisierten Weltrekordliste nach der Senioren-WM in Málaga gleich eine neuerliche „Kostprobe“ ihres Unvermögens und ihrer Schlampigkeit ab. Wobei wir mit unseren Entdeckungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Aber in diesen beiden Fällen wissen wir es ganz genau. Die 8.068 Punkte im Zehnkampf der M50 von Thomas Stewens (*1967) aus Bad Vilbel sind mitnichten Weltrekord. Den hält bereits seit Anfang Oktober 2015 der Franzose Jean-Luc Duez (*1963) mit 8.106 Punkten (siehe EMA-Liste Seite 18). Derweil steigerte die mit 27,95m im Speerwurf der W70 von Pashkin geführte Tschechin Jarmila Klimesova die globale Bestmarke schon am 25.August 2018 beim Senioren-Sechs-Länderkampf in Varazdin (Kroatien) auf 29,32m. Über beide Vorgänge hat LAMPIS im Zuge der WM-Reportagen berichtet.
Wann endlich wird der US-Amerikanerin ihr unsägliches Kopf- und Handwerk gelegt, das sich seit Jahren wie ein roter Faden durch ihr unseliges Wirken zieht? Es ist demzufolge nicht erst seit jetzt überfällig und von Jungmann als WMA-Vizepräsidentin seit Oktober 2013 tatenlos beobachtet!

Filz, Klüngel und Kumpanei zum (Fehl-)Start der neuen WMA-Präsidentin

Kolumne

Moment mal

(Rehlingen/Krefeld, 24. September 2018)
Neue Besen kehren gut. Bisweilen verkommt dieses geflügelte Wort aus Volkes Mund jedoch zur inhaltsleeren Floskel. Nun liegt uns nichts ferner, als Margit Jungmann aus Rehlingen als Besen zu bezeichnen. Das ist unsererseits ja auch lediglich sinnbildlich zu verstehen. Aber als neue Präsidentin des höchsten internationalen Senioren-Verbandes World Masters Athletics (WMA) hat die 62-jährige Saarländerin sich nicht gerade als die große Erneuerin erwiesen und einen denkbar schlechten Führungsstill an den Tag gelegt. Bei der nach Wahlen üblichen Umgestaltung der verschiedenen Komitees hat sie beim Personal-Bingo auf Althergebrachtes gesetzt. Bewährtes wäre in diesem Zusammenhang nämlich eine schamlose Übertreibung. Das trägt verdächtig den Stallgeruch von Filz, Klüngelei, Kumpanei und Besitzstandswahrung in abgeänderter Form. Das Gebaren nennt sich dann wohl Demokratur, alte Seilschaften in irgendeiner Form zu erhalten.

Ex-Präses Stan Perkins und seine Wilma dürfen weiterhin auf Weltreise gehen

Konkret: Ex-Präsident Stan Perkins aus Daisy Hill in Australien wird künftig für Marketing & Kommunikation zuständig sein. Damit er weiterhin gemeinsam mit der ihm angetrauten Herzdame Wilma (beide im Bild) auf Verbandskosten auf Weltreisen gehen kann und die Turbane nicht der Altkleidersammlung übergeben werden müssen, wurde sie vorsichtshalber in zwei Kommissionen berufen. Aber nun kommt der Super-GAU (= größte angenommene Unfall): Sandy Pashkin aus Eugene/Oregon in den USA, die ihre Unfähigkeit und Interessenlosigkeit in der Vergangenheit nachdrücklich unter Beweis gestellt hat, darf auch künftig in Sachen Statistik (Weltrekordliste) ihr hinlänglich bekanntes Unwesen treiben. Das kann Jungmann unmöglich entgangen sein. Zumal sie einräumte, gelegentlich bei LAMPIS reinzuschauen. Schwerlich anzulasten ist ihr, dass erstmals seit der Gründung der WMA vor 43 Jahren kein deutscher Vertreter in den acht Arbeitszirkeln vertreten ist. Obschon es womögliich einige gab, die ungeduldig mit den Hufen gescharrt haben. Wobei Eignung und Hingabe ja offenbar eine untergeordnete Rolle spielen.  

100-tägige Bewährungsprobe gilt es zu wahren

Gleichwohl darf mit Fug und Recht der Start der „Verbandsoberschwester“ als gründlich misslungen bezeichnet werden. Nehmen wir noch das Positive daraus mit: Es kann eigentlich nur besser werden. Weiterhin sei nicht verschwiegen, dass ihr wie jedem neuen Amtsinhaber in leitender Position eine 100-tägige Bewährungsprobe zuzubilligen ist.
Kommt Zeit, kommt Rat. Hoffentlich. Natürlich werden wir das fortan hart, aber fair beobachten.

Bald fünfjährige Hängepartie kommt nun endlich auf die Tagesordnung

(Baunatal/Krefeld, 22. September 2018) Es ist seit nunmehr bald fünf (!) Jahren eine Hängepartie. Aber nun kommt es endlich nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ bei der Herbsttagung des Bundesausschuss‘ Senioren (BAS) morgen in Baunatal auf die Tagesordnung. Namens und im Auftrage der landläufig bekannten Sportkameraden Andy Dittmar, Rolf Griesberg, Peter Holthuijsen, Heinz Keck, Dieter Krumm, Klaus Kynast, Torsten Lange, Johann Stein, Ralf Unger, Roland Wattenbach, Hans Josef Weitz und mir selber als aktivem Kugelstoßer habe ich bei der damaligen BAS-Vorsitzenden und heutigen WMA-Präsidentin Margit Jungmann (Rehlingen) noch vor der Senioren-WM in Málaga das berechtigte Anliegen auf Umsetzung einer internationalen Regel im DLV-Gebiet vorgetragen.

Unabhängig vom Gewicht einheitlicher Höchstdurchmesser für alle Kugeln

Komprimiert wiedergegeben: Bei der Generalversammlung der World Masters Athletics (WMA) im Oktober 2013 im Porto Alegre (Brasilien) wurde beschlossen, dass für alle männlichen Altersklassen die Höchstdurchmesser der Wettkampf-Kugeln von 3 bis 7,26 Kilogramm einheitlich ab 01.Januar 2014130 Millimeter betragen dürfen. Eine ausgesprochen sinnvolle Maßnahme, da bei der Wanderung durch die Altersklassen private Kugeln unabhängig vom Gerätegewicht stets denselben Umfang eigener Wahl haben können.

Paradox: 3-Kilo-Kugel darf hier größeren Umfang als „Vierer“ haben

Der DLV hat sich jedoch bislang einen Teufel darum geschert. Dann müsste ja die DLO geändert werden, die in diesem Zusammenhang sogar eine Missgeburt enthält. Paradoxerweise darf bei der M80/85 die 3-Kilo-Kugel einen Durchmesser von 120mm haben, derweil die „Vierer“ bei der M70/75 maximal lediglich 110mm betragen darf. Gerade so, als würden im Alter neben den Ohren auch die Hände weiterwachsen. Absurd! Logik a la Frank O.Hamm und Konsorten. 

WMA-Präsidentin Margit Jungmann unterstützt Ansinnen der Athleten

Kurzum: Margit Jungmann (im Bild) unterstützt das buchstäblich auf der Hand liegende Ansinnen der genannten Aktiven und sprach an ihren Nachfolger Ralf Hafermann (Ohrdruf) die Empfehlung aus, diese Thematik endlich anzustoßen, die sie eigentlich längst von sich aus hätte verfolgen müssen. Einen buchstäblich weiteren Mitstreiter haben wir in DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf (Eisenach), selber aktiver Kugelstoßer der M45 und oftmaliger Trainingspartner von Andy Dittmar. Als Thüringer hat er obendrein über die morgige Sitzung hinaus den kurzen Dienstweg zu seinem Landsmann Hafermann für persönliche Gespräche in der Sache sowie als Rechtsanwalt die profunden Kenntnisse, es dejure in die entsprechenden Bahnen zu lenken.
Für jene, die es nicht wissen sollten: Es gibt einen Pferdefuß. Der BAS hat keine Entscheidungsbefugnis. Ergo bedarf's noch den bisweilen mühseligen Weg durch die verschiedenen Gremien des schwerfälligen Molochs DLV. Aber mit einem bisschen guten Willen lässt sich das Prozedere erheblich abkürzen. Manch andere, mitunter unverständlichen Änderungen pflegen ja auch im Hauruckverfahren aus dem Boden gestampft zu werden.

DAMM: Statt Plakatierung nun "Jugend forscht" als Rahmenwettbewerbe

(Baunatal/Krefeld, 23. September 2018/Herbstanfang) Mitunter verkommt das Hauptereignis zur Nebensache. Jedenfalls für externe Berichterstatter, die auf eine gescheite Ergebnisübermittlung angewiesen sind. Wann begreifen der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) und ein Großteil seiner Landesverbände endlich, dass sie mit der Software vom österreichischen Dienstleister SELTEC auf das falsche Pferd setzen. Um bei der Bildsprache zu bleiben: Auf einen lahmen Ackergaul. Und so ging/geht der gelebte Alptraum beim Finale der Team-DM Senioren, bekannter unter Deutsche Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM), gestern im Parkstadion in Baunatal ungehindert und unvermindert weiter. Den angebotenen Live-Ticker hätten sie sich gleich schenken können. Da treffen eben mit ihm und den Senioren zwei Galaxien zusammen, die in völlig anderen Umlaufbahnen kreisen.
Er stand spät, dann nur in Fragmenten und irgendwann in einem heillosen Durcheinander zur Verfügung. So präsentiert sich auch wieder mal die Gesamtübersicht. Dazu noch in einem Konglomerat mit Jugend-Wettbewerben. Was haben die überhaupt bei einem DAMM-Finale zu suchen? Sind die Talente von gestern und vorgestern für sich allein betrachtet nicht attraktiv genug für die nicht vorhandenen neutralen Zuschauer bei diesmal freiem Eintritt? Offenbar nicht! Statt „Jugend forscht“ bei der Plakatierung nun zur vollkommen überflüssigen, entbehrlichen Aufhübschung am Rande des Geschehens. Nix da mehr mit unserer Euphorie von Senioren/innen wird die verdiente Aufmerksamkeit zuteil (siehe erste Vorschau). Jetzt wieder reduziert auf die branchenübliche größtmögliche Geringschätzigkeit als fünftes Rad am Wagen.

Punktestände durch falsche Interpunktion auf ein Nichts reduziert

Die bloßen Endstände nach Altersklassen sind unter der Rubrik Mehrkämpfe/Teams einzusehen. Die Auflistung sieht dann so aus:  M30, M50, W30, M40, W50, M60, M70, W60, W40. Also in geordneter Unordnung. Chronologie einmal anders. Ein tieferer Blick offenbart am Beispiel des denkbar knappen Ausgangs in der M50: 1.LG Kindelsberg Kreuztal 9,984, 2.LG Rems-Wendland 9,957, 3…. und so fort.
Wie bitte? Komma? Und was eigentlich? Eier, Äpfel, Birnen oder etwa doch Punkte? Eine arge Zumutung! Die Punktzahlen zu den Einzelergebnissen, nun einmal das Wesentliche bei Team-Wettbewerben, fehlen gänzlich!  Mithin nicht nachprüfbar. Vergessen wir nicht, dass in Zeiten der EDV und automatischen Punkterechnern es auch schon Fehler gegeben hat. Denn es sind immer noch Menschen, die für die Eingabe verantwortlich zeichnen.
Das alles in Summe hat man schon viiiiel besser und vor allem übersichtlicher gesehen.

Vier Totalausfälle und weitere Schwächungen

Wer mag, der wurschtele sich durch diesen Wirrwarr. Hier der Link dahin. Nur noch dies: Von den avisierten 52 Vereinen und Startgemeinschaften traten vier beim abschließenden „Kurkonzert“ auf Meisterschaftsebene nicht an. Spät in der Saison sind Aufstellungsprobleme vorprogrammiert. Nicht immer führen sie zu Totalausfällen, aber Schwächungen mit erheblichen Punkteinbußen. So beispielsweise bei der M60 des Pulheimer SC, die erdrutschartig auf den sechsten Platz abstürzte und gegenüber der Qualifikationsleistung 733 Punkte oder mehr als zehn Prozent einbüßte. Höchstwahrscheinlich kein Einzelfall. Das bekommen die Freunde der angewandten Statistik bei Interesse bitte selbst heraus.

DLV konterkariert feine Steilvorlage des hessischen Landesverbandes

(Baunatal/Krefeld, 21. September 2018) Fälschlicherweise unterstellen uns einige wenige ewig Gestrige, wir könnten bei Bewertungen lediglich Schelte. Stimmt natürlich nicht. Schließlich haben wir erst vorgestern in unserem Beitrag „DAMM-Finale 2018 wird eine besondere Aufmerksamkeit zuteil“ den gastgebenden Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) über den grünen Klee gelobt. Doch: Wo auch immer, ist etwas nur so gut (oder schlecht), wie das schwächste Glied in der Kette. Und das ist hier zu Lande in der einstigen olympischen Kernsportart nun einmal die Dachorganisation Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV). Der bekommt es einen Tag vor den traditionell letzten Titelkämpfen des Jahres für die Senioren/innen morgen im Parkstadion in Baunatal fertig, eine Meldeliste ins Netz zu stellen, die ausschließlich die 4x100-m-Staffeln der teilnehmenden Vereine und Startgemeinschaften enthält. Wer sonst wo für sein Team auf Punktjagd geht gähnende Leere. Schlimmer geht immer. Jedenfalls beim DLV als Schirmherrn dieser Veranstaltung. So wird leider all zu schnell aus einem Hosianna ein kreuzige ihn.
Verweisen wir zu guter Letzt mit dieser Verlinkung auf eine feine Vorschau der Hessen. Da ist alles Wissenswerte genannt und erspart uns eine Doublette.