Gesundschrumpfen muss bei Regionalverbänden die Zauberformel lauten

(Frankfurt/Koblenz/Krefeld, 11. Dezember 2016) Gesundschrumpfen, leider gelegentlich bis hin zum Kaputtreformieren, lautet allenthalben und allerorten die vermeintliche Zauberformel. Mitunter auch in der völlig zurecht auf übelste Weise ins Gerede gekommenen einstigen olympischen Kernsportart. Da soll beispielsweise der Zehnkampf nach dem Willen einiger „Hirnamputierter“ deutscher Herkunft zum Achtkampf deformiert werden (wir berichteten). Allerdings macht das eine oder andere durchaus Sinn. Warum soll es bei 16 Bundesländern allen Ernstes 20 regionale Leichtathletik-Verbände geben? Im überschaubaren Rheinland-Pfalz mit dem Rheinland, Rheinhessen und der Pfalz derer gleich drei. Die Antwort erübrigt sich oder kann mit „Hoch lebe der Wasserkopf“ gegeben werden. Deshalb gerät seit geraumer Zeit Bewegung in diese Angelegenheit. Die drei genannten Verbände stehen derzeit in Fusionsverhandlungen zu einem gemeinsamen Leichtathletik-Verband Rheinland-Pfalz. Weitere Kandidaten für einen Zusammenschluss wären die bislang noch eigenständigen Vertretungen von Baden (BLV) und Württemberg (WLV) sowie Nordrhein (LVN) und Westfalen (FLVW). Die beiden Letztgenannten kooperieren bereits seit Längerem, die angestrebte „Elefanten-Hochzeit“ scheiterte jedoch daran, dass die Leichtathleten aus Westfalen organisatorisch irgendwann mit dem Fußball eine seltsam anmutende Zweckgemeinschaft zum „Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen“ eingegangen sind. Eine zunächst erforderliche Abspaltung der Leichtathleten ist bislang mehrheitlich an den vielen Traditionalisten und Altvorderen gescheitert. Da wurde selbst vor einer durch einen Kreisvorsitzenden gestreuten Verleumdung nicht zurückgeschreckt, dass der LV Nordrhein pleite sei. Ungeheuerlich!       
Derweil hat der weiterhin autonome LV Rheinland aus Koblenz sich  unter das Dach des Süddeutschen Leichtathletik-Verbandes (SLV) mit Sitz in Frankfurt begeben, wie ein Auszug aus der nachfolgenden gestrigen Pressemitteilung verkündet:
„Der Süddeutsche Leichtathletik-Verband, welcher mit über 470.000 Mitgliedern in rund 4.400 Vereinen Deutschlands größte Regionalvereinigung der Leichtathletik darstellt, erhält zum 01.Januar 2017 durch den Landesverband Rheinland ein weiteres Mitglied. ,Der Beitritt zeigt, dass wir mit unserer Arbeit, die Leichtathletik innovativ, modern und athletenfreundlich zu gestalten, richtig liegen‘, so  SLV-Präsident Jochen Schweitzer, der sich gemeinsam mit seinem Präsidium über den Zuwachs freut.“
Dem SLV gehören bereits die Regionalverbände Hessen, Rheinhessen, Pfalz, Saarland, Baden, Württemberg und Bayern an.