Neben der Politik- herrscht auch eine riesige Verbandsverdrossenheit

(Darmstadt und der „Rest“ der Welt, 06. Februar 2017) Wohin das Auge sieht und das Ohr hört, herrscht eine globale Politik-Verdrossenheit. Was nicht weiter verwundert, wenn selbst führende Nationen von Regierungschefs (fehl-)geleitet werden, deren Persönlichkeitsprofile unverkennbar psychopathische Züge tragen. Vornehm formuliert. Neu auf dem Markt in dieser Hinsicht ist ein „Trump-eltier“ aus den USA, das sich wie ein kapitaler Elefantenbulle im Porzellanladen benimmt. Da ist ein Scherbenhaufen vorprogrammiert. Vermeintlich gaaanz weit weg, geht uns jedoch irgendwie, irgendwo und irgendwann alle an.
Das ist zwar nicht unsere originäre Baustelle, aber doch die perfekte Ein- und Überleitung. Denn es gibt bei den Leichtathleten eine ausgewachsene Verbandsverdrossenheit. Da der Fisch bekanntlich zuerst vom Kopf stinkt, fängt es bei der IAAF an, setzt sich – bei den Senioren – über die WMA und EMA fort, mündet hier zu Lande beim DLV mit Sitz in Darmstadt. Da ist der Städtename fast schon Programm, wobei wir jetzt aus Gründen der Hygiene Details zur Verdauung besagter Meeresfrüchte weglassen.
Diese nationale Dachorganisation setzte gerade mal wieder ihre ohnehin kaum noch vorhandene Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Doch ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich völlig ungeniert. Für die Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf am 04./05. März 2017 in Erfurt erschien jüngst die dritte (!) Fassung mit diesmal zwölf rot eingefärbten Änderungen. Dabei haben wir noch nicht einmal Meldeschluss („offiziell“ 19., wirklich 20.Februar), wonach etwaige Feinjustierungen des Zeitplanes erforderlich werden könn(t)en.
Startwillige sind bestens beraten sich einen Tag vor den Titelkämpfen die Ausschreibung abermals peinlich genau anzuschauen, um vor Ort keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.