Einstiger "Mister Steinstoßen" vollendet heute sein 80. Lebensjahr!

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(Neuss-Norf/Krefeld, 27. August 2017) Eigentlich ist er der (einstige) „Mister Steinstoßen“ im Rasenkraftsport, startete viele Jahre für den ruhmreichen Leichlinger TV, hält oder hielt in mehreren Alters- und Gewichtsklassen deutsche Rekorde mit den verschieden schweren Eisenquadern. Er war sogar vier Jahre lang Bundes-Vorsitzender der Fachschaft Rasenkraftsport im DRTV und Vizepräsident des Gesamtverbandes. Doch das Betätigungsfeld wurde ihm irgendwann zu klein, schloss er sich, zunächst parallel, den Leichtathleten des TSV Bayer Dormagen an. Dort entpuppte er sich in den DAMM-Teams der LAV Schwestern aus Uerdingen und Dormagen gewissermaßen als „Allzweckwaffe“. Er konnte und machte (fast) alles. Als ausgewiesener „Team-Player“ wäre er vermutlich auch eingesprungen, wenn über 3.000 Meter Not am Mann gewesen wäre. Denn als Hobby-Triathlet verfügte er auch über sehr gute Ausdauerwerte. Insider werden es bereits wissen (zudem verrät es das Bild), dass es sich nur um Dieter Wolf (*27. August 1937) handeln kann. Der vollendet heute sein 80. Lebensjahr. Kaum zu glauben, aber trotzdem wahr, bei dem immer noch sehr umtriebigen „Hans Dampf in mehreren Gassen“. Dazu gehört auch, dass er momentan eine Auto-Biografie verfasst.

Großer Fundus eines spannenden Berufslebens als Geheimdienst-Offizier

Da schöpft er aus einem riesengroßen Fundus, hat weit über den Sport hinaus eine höchst interessante, geradezu spannende Vita. Im Zeitraffer: Geboren in einem klein Dorf in der Nähe von Breslau, dadurch nach dem Krieg Heimatvertriebener und im westfälischen Rheine gestrandet, hier aufgewachsen und Abitur gemacht, danach Berufssoldat bei der Bundeswehr (Luftwaffe) mit dem Aufstieg bis hin zum Kompaniechef (Hauptmann), von da aus zum MAD, was sich mit Militärischer Abschirmdienst übersetzt; machte auch hier Karriere und avancierte zum Dienststellenleiter (Oberstleutnant) in Iserlohn, ging 1987 mit 50 Jahren, wie bei Soldaten im gehobenen Dienst möglich, in Pension. Natürlich noch viel zu jung, um die Hände in den Schoß zu legen. Dieter war von 1987 bis 2004 Sicherheitschef beim Waffenhersteller Rheinmetall in Düsseldorf, danach noch in gleicher Position für drei Jahre für britische und französische Unternehmen in Deutschland tätig. Erst 2007, also mit Siebzig, versetzte er sich dann selber in den seligen Unruhestand.

Einziger Sohn gilt seit 1995 als vermisst

Einen ganz schweren Schicksalsschlag hatten Dieter und nicht zuletzt seine Frau Bärbel zu verarbeiten, sofern das überhaupt möglich ist: Ihr einziger Sohn Matthias (*1962), der mit einer Taiwan-Chinesin verheiratet war und in Taichung (Taiwan) lebte, ist 33-jährig 1995 bei einer Motorrad-Tour in Kambodscha von den „Roten Khmern“ angeschossen und verschleppt worden. Seither gilt er als vermisst. Trotz aller erdenklichen Erkundigungen, und in dieser Hinsicht konnte Dieter aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Geheimdienst-Offizier so manche Türe öffnen, wissen die Eheleute Wolf bis heute nicht, was aus ihrem Sohn geworden ist. Eingedenk dessen banal, jetzt noch von seinen vielen sportlichen Erfolgen als Solist und Mannschaftssportler (auch in Sprint-Staffeln, aktuell als Startläufer deutscher Rekordhalter über 4x100m der M80) schreiben zu wollen. 
Deshalb abschließend: Herzlichen Glückwunsch, lieber Dieter! Sicherlich auch im Namen vieler Werfer/innen, die dich kennen und schätzen. Da er in seinem Berufsleben mit Überlänge stets Sekretärinnen gehabt hat, nimmt er nicht an den „Segnungen“ des World Wide Web teil und ist schwer zu erreichen. Die Auto-Biografie mit dem Untertitel
Erlebnisse eines Geheimdienst-Offiziers und Leistungssportlers" schreibt er im Übrigen von Hand und lässt sie von der ehemaligen Kugelstoßerin Ursula Hohenberg aus Düsseldorf in eine maschinelle Form gießen.