Leidige Thema Senioren-Bestenlisten hat sich ab 2018 endgültig erledigt!

(Bonn/Darmstadt/Krefeld, 10. Januar 2018)  Versprochen ist,versprochen, legen wir also zu gestern nach. Es ist keineswegs so, dass wir die einsamen Rufer in der Wüste und die Nörgler vor dem Herrn wären. Bei nahezu allen Dingen haben wir neben einer eigenen Meinung der Redaktion und unserer fachkompetenten Gastautoren stets das Ohr an der Basis, den aktiven Senioren-Leichtathleten. Leidiges Thema: Unterschiedliche Behandlung unserer Klientel bei der Veröffentlichung von Jahresbestenlisten gegenüber allen anderen Klassen. Der für RKS Phoenix Mutterstadt startende Wurf-Allrounder Torsten Lange (*1945) aus Bonn wollte es ganz genau wissen und richtete eine E-Mail-Anfrage an das Referat Kommunikation & Medien beim Deutschen Leichtathletik-Verband  (DLV) in Darmstadt, die wir mit seiner freundlichen Genehmigung nachfolgend veröffentlichen:
„Sehr geehrter Herr...,
ich hätte gerne eine Auskunft darüber, weshalb die Bestenlisten der Senioren (Stadionwettkämpfe) nur in Buchform erhältlich und nicht online, wie bei den jüngeren Altersklassen üblich, kostenfrei einzusehen sind. Die monetäre Differenz von 18 € jährlich scheint mir einer Begründung unter dem Aspekt der Gleichbehandlung wert zu sein.
Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus.
Mit sportlichen Grüßen, Torsten Lange“

Prompte, sachorientierte Antwort

Was beim DLV längst nicht Gang und Gäbe zu sein pflegt, so überhaupt eine Reaktion erfolgt, erhielt Torsten bereits am Folgetag eine sachorientierte, wenngleich ihn inhaltlich nicht befriedigende Stellungnahme des zuständigen Sachbearbeiters, dessen Namen wir wegen der fehlenden Freigabe nicht nennen. Es wurde dergestalt begründet, dass die übrigen DLV-Bestenlisten von einem hauptamtlichen Mitarbeiter während seiner Arbeitszeit erstellt würden.  Die Senioren-Bestenlisten hingegen arbeite ein Ehrenamtlicher (er bedient sich nach Gutsherrenart bei den Landesstatistikern, die Redaktion) während seiner Freizeit aus, der dafür einen finanziellen Ausgleich bekommen soll. Kostentechnisch sei es aktuell nicht machbar, die deutschen Senioren-Bestenlisten ebenfalls durch einen DLV-Hauptamtlichen erstellen zu lassen.
Und nun die gute Nachricht: Durch die automatisierte Erstellung von Bestenlisten aller Altersgruppen ab Sommer 2018 über das neue „dlv-list“ würde sich dieses Thema ohnehin erledigen.

Für die größte „Melkkuh“ fehlen angeblich die Mittel

Na, immerhin das. Es ist und bleibt jedoch ein kapitales Ärgernis für die Vergangenheit bis 2017, dass ausgerechnet für die größte „Melkkuh“ des DLV, die Senioren/innen, die für nullkommanix bei internationalen Meisterschaften sogar eine Bearbeitungsgebühr von 15 Euro berappen müssen, diesbezüglich keine finanziellen Mittel bereit gestellt worden sind.
Und genau das meinte Torsten Lange mit „inhaltlich nicht befriedigend“.