Eine prima organisierte Senioren-DM auf bestens präparierten Anlagen

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(Mönchengladbach/Krefeld, 02. Juli 2018) Vorausgeschickt, das es eine schiere Unmöglichkeit ist, als Alleinunterhalter bei einer dreitägigen Deutschen Senioren-Meisterschaft mit selbst in der Berichterstattung von lediglich vier Wurf-Disziplinen, aber jede Menge Altersklassen, überall präsent zu sein. Dafür gibt es als Ausgleich jedoch den zumindest eigenen Eindruck als Aktiver. Das in Summe, komme ich zu dem Fazit, dass es „auf’m Platz“ von allen beteiligten Verantwortlichen bestens organisierte Titelkämpfe mit freundlichen, kompetenten Kampfrichtern auf hervorragend präparierten Anlagen im Rheydter Grenzlandstadion in Mönchengladbach gewesen sind. Sogar mit viel Liebe zum Detail. Nur ein Beispiel: Der Sektor der Kugelstoß-Anlage hinter der Haupttribüne wurde nach jedem Wettbewerb leicht gewässert, damit die rote Asche bei der Glutsonne nicht staubte und noch mehr Hitze reflektierte. Alle Achtung und Chapeau!

Hammerwerfer/innen führten ein Schattendasein

Nicht so prall, aber technisch durch das DM-Dorf auf dem eigentlich weiteren Wurfplatz für Diskus und Hammer oberhalb der Stehtribüne auf der Gegengeraden nicht anders zu lösen, dass die Hammerwerfer/innen fernab vom eigentlichen Geschehen trotz grellem Sonnenlicht ein Schattendasein führen mussten. Sie wurden auf der anderen Straßenseite gegenüber dem Hinterein-/ausgang Breite Straße ausgelagert. Verdammt anonym. Ganz so, als liefe hier ein völlig eigenständiges Ding ab.

Ein Scharfrichter unter den Kontrolleuren

Das leidige Thema „Eintrittsgelder“ müssen wir aufgrund meiner eigenen unmittelbaren Beobachtung noch einmal strapazieren. Ein Scharfrichter unter den Kontrolleuren am Haupteingang Jahnplatz knöpfte einer mit Startnummer ausgestatteten Teilnehmerin, die ihr Bändchen in der Trainingstasche im Stadion vergessen hatte, tatsächlich 5 Euro ab. Seine unnachgiebige Begründung: „Woher soll ich wissen, ob sie ihr Bändchen nicht an einen Dritten weitergegeben haben?“
Theoretisch und praktisch alles richtig, jedoch ausgesprochen kleinlich. Wieso sie es nicht am Handgelenk trug, kann ich durchaus nachvollziehen. Denn manch eine/n stört ein solcher Fremdkörper bei der Ausübung seines Sports. Dieses Argument war sicherlich nicht nur als Schutzbehauptung zur kostenfreien Reinlotsung Dritter häufiger zu hören. Wenigstens darüber sollte bei der internen Manöverkritik noch einmal nachgedacht werden.
Redaktioneller Hinweis auf einen weiteren Beitrag zur Senioren-DM im Fenster Ergebnisse.