DAMM: Statt Plakatierung nun "Jugend forscht" als Rahmenwettbewerbe

(Baunatal/Krefeld, 23. September 2018/Herbstanfang) Mitunter verkommt das Hauptereignis zur Nebensache. Jedenfalls für externe Berichterstatter, die auf eine gescheite Ergebnisübermittlung angewiesen sind. Wann begreifen der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) und ein Großteil seiner Landesverbände endlich, dass sie mit der Software vom österreichischen Dienstleister SELTEC auf das falsche Pferd setzen. Um bei der Bildsprache zu bleiben: Auf einen lahmen Ackergaul. Und so ging/geht der gelebte Alptraum beim Finale der Team-DM Senioren, bekannter unter Deutsche Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM), gestern im Parkstadion in Baunatal ungehindert und unvermindert weiter. Den angebotenen Live-Ticker hätten sie sich gleich schenken können. Da treffen eben mit ihm und den Senioren zwei Galaxien zusammen, die in völlig anderen Umlaufbahnen kreisen.
Er stand spät, dann nur in Fragmenten und irgendwann in einem heillosen Durcheinander zur Verfügung. So präsentiert sich auch wieder mal die Gesamtübersicht. Dazu noch in einem Konglomerat mit Jugend-Wettbewerben. Was haben die überhaupt bei einem DAMM-Finale zu suchen? Sind die Talente von gestern und vorgestern für sich allein betrachtet nicht attraktiv genug für die nicht vorhandenen neutralen Zuschauer bei diesmal freiem Eintritt? Offenbar nicht! Statt „Jugend forscht“ bei der Plakatierung nun zur vollkommen überflüssigen, entbehrlichen Aufhübschung am Rande des Geschehens. Nix da mehr mit unserer Euphorie von Senioren/innen wird die verdiente Aufmerksamkeit zuteil (siehe erste Vorschau). Jetzt wieder reduziert auf die branchenübliche größtmögliche Geringschätzigkeit als fünftes Rad am Wagen.

Punktestände durch falsche Interpunktion auf ein Nichts reduziert

Die bloßen Endstände nach Altersklassen sind unter der Rubrik Mehrkämpfe/Teams einzusehen. Die Auflistung sieht dann so aus:  M30, M50, W30, M40, W50, M60, M70, W60, W40. Also in geordneter Unordnung. Chronologie einmal anders. Ein tieferer Blick offenbart am Beispiel des denkbar knappen Ausgangs in der M50: 1.LG Kindelsberg Kreuztal 9,984, 2.LG Rems-Wendland 9,957, 3…. und so fort.
Wie bitte? Komma? Und was eigentlich? Eier, Äpfel, Birnen oder etwa doch Punkte? Eine arge Zumutung! Die Punktzahlen zu den Einzelergebnissen, nun einmal das Wesentliche bei Team-Wettbewerben, fehlen gänzlich!  Mithin nicht nachprüfbar. Vergessen wir nicht, dass in Zeiten der EDV und automatischen Punkterechnern es auch schon Fehler gegeben hat. Denn es sind immer noch Menschen, die für die Eingabe verantwortlich zeichnen.
Das alles in Summe hat man schon viiiiel besser und vor allem übersichtlicher gesehen.

Vier Totalausfälle und weitere Schwächungen

Wer mag, der wurschtele sich durch diesen Wirrwarr. Hier der Link dahin. Nur noch dies: Von den avisierten 52 Vereinen und Startgemeinschaften traten vier beim abschließenden „Kurkonzert“ auf Meisterschaftsebene nicht an. Spät in der Saison sind Aufstellungsprobleme vorprogrammiert. Nicht immer führen sie zu Totalausfällen, aber Schwächungen mit erheblichen Punkteinbußen. So beispielsweise bei der M60 des Pulheimer SC, die erdrutschartig auf den sechsten Platz abstürzte und gegenüber der Qualifikationsleistung 733 Punkte oder mehr als zehn Prozent einbüßte. Höchstwahrscheinlich kein Einzelfall. Das bekommen die Freunde der angewandten Statistik bei Interesse bitte selbst heraus.