Hallen-DM mit Winterwurf: Mit 1.163 Gemeldeten formidable Resonanz

(Halle an der Saale/Krefeld, 22. Februar 2019) Vorweg ein kleiner Rückblick in die Historie dieser nationalen Titelkämpfe unter dem Hallendach. Die Deutschen Senioren-Meisterschaften wurden 2002 in der thüringenschen Landeshauptstadt Erfurt aus der Taufe gehoben. Ein Glücksfall. Denn dieser Schauplatz sollte sich im weiteren Verlauf noch weitere neun Mal als Austragungsort um die Talente von gestern und vorgestern verdient machen, davon 2014 bis 2018 fünfmal in Serie. Zuvor noch 2006, 2008, 2011 und 2012. Für den Rest sorgten Halle (2003), Potsdam (2004), Düsseldorf (2005, 2007, 2009, 2013) und Sindelfingen (2010). Zweiter Vorreiter war Halle an der Saale, wo 2003 erstmals die angekoppelten Winterwurf-Meisterschaften ausgetragen wurden, die 2010 in Sindelfingen dem Wetter, genauer: Schnee, zum Opfer fielen.

Etikettenschwindel durch den DLV

Insofern betreibt der DLV seither Etikettenschwindel, in dem er  munter diese ausgefallenen Titelkämpfe in der Ausschreibung weiter saldiert. Kurzum: Heuer schreiben wir korrekt die 18. Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften und die 16. im Winterwurf, die vom 01. bis 03. März 2019 nach langer Abstinenz wieder in Halle (Sachsen-Anhalt) ausgetragen werden. Trotz des Karnevalswochenendes verzeichnen sie mit 1.163 Gemeldeten (762 Männer, 401 Frauen) aus 572 Vereinen bei beabsichtigten 2015 (1266/749) Starts eine formidable Resonanz. Dazu noch 45 (26/19) Staffeln. Die Abwechslung und für Nachrücker seit 2004 der neue Effekt mag dazu beigetragen haben. Nix gegen Erfurt. Aber irgendwann wird eben auch immer wieder Kaviar langweilig und fad.

Immerhin 14 geplante Starts bei der M90

Für die gerade in der Leichtathletik vielen Freunde der Statistik noch ein wenig Zahlenkosmetik. Die meldestärksten Klassen sind unter dem Strich bei den Senioren die M55 (166), M60 (163) und M50 (161), den Seniorinnen mit Riesenvorsprung die W50 (159) vor der W40 (107) und W45 (100). Verblüffend. Gibt’s dafür eine halbwegs plausible Erklärung? Der zeitlich und von der Distanz kürzeste Wettbewerb, die 60 Meter, schießt wie stets den Vogel ab. Je 25 sind es bei der M45 und 50, 21 bei der W50. Wo sonst?
Bei unserem originären Beritt von Stoß/Wurf ist das Kugelstoßen der M60 mit 19 Bewerbern der mit weitem Abstand begehrteste Wettbewerb. Das wird zugleich bei einer Dauer knapp über 60 Minuten eine Zeitplanänderung nötig machen. Denn nur eine Stunde später ist die M70 (immerhin 11) programmgemäß an der Reihe, die sich schließlich 15 Minuten vorher einstoßen dürfen. Und vergessen wir die Senioren unter lauter Senioren nicht. Per Saldo sind es insgesamt 14 geplante Starts bei der M90. Genau so viele wie in der W80.
Wenn die Meldelisten nach Klassen und Disziplinen veröffentlicht sind, erfolgt an dieser Stelle selbstverständlich noch eine mit Namen angereicherte kleine Vorschau.