Fünf Teams aus Sachsen-Finale an die Spitze der DAMM-Rangliste

(Neukieritzsch/Krefeld, 20. Mai 2019) Mächtig was los im mit etwas über vier Millionen Einwohnern vergleichsweise kleinen Bundesland Sachsen bei der Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM). Wenngleich drei der insgesamt 25 gemeldeten Teams gestern beim 26.Sächsischen Landesfinale in Neukieritzsch mit Gästen aus Thüringen (2) und Sachsen-Anhalt (1) aus nicht bekannten Gründen fehlten, gaben sich immerhin 22 die Ehre. Das sind  per Saldo beachtliche sechs mehr als beim Team-Endkampf Anfang Mai in Emmerich im fast viereinhalbmal größeren Nordrhein-Westfalen (17,91 Millionen). Offenbar erfreut sich das Mannschaftserlebnis durch Bildung vieler Startgemeinschaften in Sachsen besonderer Beliebtheit. Als Nebeneffekt daraus gab es bis auf die Alleinstellungsmerkmale in den jeweils obersten Alterssegmenten (W60, M70) in diesem klassischsten Wettbewerb der Senioren*innen überall sonst bei der Auseinandersetzung Frau gegen Frau und Mann gegen Mann einen unmittelbaren Konkurrenzkampf um die Titel. Bei der W40 und M30 waren es sogar jeweils vier Bewerber, bei der W50 und M30 derer je drei. Das macht Laune, da kommt ein echtes Wettkampfgefühl auf.

Siebenkämpferin Ulrike Hiltscher musste auch über 3000 Meter ran

Damit es nicht zu einem Börsenbericht ausartet, bei dem profan Zahl an Zahl gereiht wird, müssen wir uns ungeachtet der journalistischen Prämisse „Namen sind Nachrichten“ personell gesehen bei dem Wust an Resultaten notgedrungen auf ein paar Einzelheiten beschränken. Die an sportlicher Schwerstarbeit gewöhnte Siebenkämpferin Ulrike Hiltscher (*im Bild) von der LG Neiße wurde indes Ungewöhnliches in der W60 abverlangt. Unter Verzicht auf den Weitsprung (es dürfen nur drei Einzeldisziplinen bestritten werden) musste sie neben den 100 Metern (15,48 sec.) und dem Kugelstoßen (8,60m) auch über 3.000 Meter (15:59,47 min.) ran, der ihr als von der Schnellkraft kommenden Athletin wie ein Marathonlauf vorgekommen sein muss. Versteht sich, dass sie als „Stubenälteste“ vom Jahrgang 1952 auch in der abschließenden Sprintstaffel (62,60 sec.) ihre Frau stand und zur besten Punktesammlerin ihrer Mannschaft avancierte. Vermutlich überhaupt.

Spannendes Kugelstoß-Duell zwischen Carmen Grell und Uta Teuber
 
Ein spannendes Duell auf recht hohem Niveau gab es im Kugelstoßen der W50. Das knapp bessere Ende hatte die freilich vier Jahre jüngere Lokalmatadorin Carmen Grell (*1962) aus Neukieritzsch gegen Uta Teuber (*1958/bereits W60) von der TSG Markkleeburg mit 11,34 zu 11,27m für sich.
Allemal noch bemerkenswert, dass sich aus dem Sachsen-Finale insgesamt fünf Teams (W40 und 60 der LG Neiße, W50 Stg SF Neukieritzsch, M30 Stg Saale-Express und M40 Stg Planeta-Elbland) an die die Spitze der von DAMM-Experte Dieter Krumm zusammen gestellten vorläufigen Rangliste nach fünf Durchgängen mit 52 Mannschaften setzten. – Alle Ergebnisse aus Neukieritzsch.