Auslagerung die neue Formel bei Landes-/Verbandsmeisterschaften

(Gladbeck/Wendelstein/Krefeld, 25. Mai 2019) „Outsourcing“ (Auslagerung) lautet in unschöner anglizistischer DLV-Manier neuerdings die Formel bei den Landes- und Verbandsmeisterschaften der Senioren*innen. Bei den Bayern wurde in Herzogenaurach Stoß/Wurf gleich komplett abgekoppelt und findet zu einem späteren Zeitpunkt anderswo statt, in Hessen (Hofgeismar) haben die Hammerwerfer mit viel Fahrtätigkeit verbunden in Vellmar gekreiselt (wir berichteten jeweils), und dieses unselige Spiel wird nunmehr auch bei den Offenen Westfälischen Meisterschaften praktiziert. Alles außer Hammerwurf ist morgen mit 297 Gemeldeten aus 131 Vereinen zu 580 Starts in Gladbeck. Die Hammerwerfer/innen müss(t)en dann als Alleinunterhalter am 01.Juni 2019 im ostwestfälischen Porta Westfalica ran. Das würde, je nach Wohnort, noch einmal bis zu 160 Extra-Kilometer bedeuten. Einfache Fahrt, versteht sich. Nicht weiter verwunderlich, dass dazu lediglich sechs Senioren und vier Seniorinnen aus dem näheren Umkreis ihre Meldung abgegeben haben. Eine Farce!
Diese Maßnahme ist insofern völlig unverständlich, als in Gladbeck bei den vorhandenen technischen Möglichkeiten mit einem Nebenplatz schon mehrfach Titelkämpfe für die Ü30-Generation mit dem vollständigen Programm abgewickelt worden sind. Meldelisten Gladbeck und Porta Westfalica.
Gemessen an der Zahl der insgesamt zwölf Termine ist heute  mit dem Bayerischen DAMM-Wettkampf in Wendelstein „Halbzeit“ in diesem Klassiker unter den Mannschaftswettbewerben. Acht Vereine/Startgemeinschaften mit einer Majorität beim vermeintlich schwachen Geschlecht (5:3) haben dazu in fünf verschiedenen Altersklassen ihre Nennungen abgegeben. Details unter diesem Link.