Lutz Caspers steigerte Europarekord im Gewichtwurf um 22 Zentimeter

  • Drucken

(Mutterstadt/Krefeld, 21. Oktober 2014) Eine hervorragende Spätform bewies der insgesamt mit Wettkämpfen sparsam haushaltende einstige Olympia-Teilnehmer (1972) Lutz Caspers (*10.07.1943) vom TV Alzey. Der „gelernte“ Hammerwerfer verbesserte bei einem Werfertag am vergangenen Samstag im Sportpark Mutterstadt den laut EVAA-Rekordliste 14 Monate alten Europarekord im Gewichtwurf der M70 des Finnen Esko Antero Paiviainen (21,34 m) um 22 Zentimeter auf 21,56 Meter. Damit liegt der vom Niederrhein stammende 71-jährige Wahl-Rheinhesse jedoch immer noch acht Zentimeter unter seinem deutschen Rekord, aufgestellt am 10. März 2013 ebenfalls in Mutterstadt. Wie kann das? Das ist einfach der schizophrenen Situation geschuldet, dass hier zu Lande Rekorde bereits im Jahr der Vollendung in der neuen Altersklasse aufgestellt werden können, international muss jedoch – was auch absolut und unbestreitbar Sinn macht – das neue Lebensjahr bereits vollendet sein. Kurzum: Caspers hatte noch 69-jährig bereits einen nationalen M-70-Rekord aufstellen dürfen.
Derlei Beispiele lassen sich noch etliche finden. Aber es ist wie mit vielen Dingen gerade in der Leichtathletik: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Hallo?! Das gilt ganz nebenbei bemerkt auch für die ab 2014 modifizierte internationale Punktewertung in den Mehrkämpfen der Senioren/innen, die der DLV erst ab 2015 übernimmt. Es gehört vieles auf den Prüfstand. Aber wer soll es anpacken (?), wenn bei den meisten Reförmchen nur verschlimmbessert wird (siehe DAMM).