Probates Mittel wie abenteuerliche Waagen entlarvt werden können

(Viersen/München/Krefeld, 23. Oktober 2014) Auf breite Zustimmung verschiedener Mitglieder und Stammbesucher fiel unser gestriger Beitrag „Symptomatischer Widerspruch: Geräteabnahme und Veranstaltergeräte“, die sehr ähnliche oder identische Erfahrungen gemacht haben. Dabei reicht das Spektrum von „Damit hast du mir aus der Seele gesprochen“ vom wurfaffinen Zehnkämpfer Christopher Gerhard aus Viersen bis zu einem praktischen, pfiffigen Tipp unseres gelegentlichen Gastautoren Albert Fichtner aus München, einem bekennenden Hammerwerfer und Rasenkraftsportler. Den Hinweis geben wir gerne weiter, da er durchaus wärmstens zur Nachahmung empfohlen werden kann. Albert hat sich ein sehr genaues, 1 Kilo schweres Messgewicht (Toleranz zu vernachlässigende 0,165g) angeschafft. Das führt er stets bei Wettkämpfen mit im Sportgepäck. Wann immer bei der Geräteabnahme unberechtigte Zweifel an der Richtigkeit seines Hammers oder Wurfgewichtes aufkommen, legt er das Messgewicht auf die zum Teil abenteuerlichen Waagen, die ein Eichamt noch nie von innen gesehen haben. Sie sind es dann, die als falsch entlarvt werden und die Gerätekontrolleure zum Staunen oder Verstummen bringen. Ein fürwahr probates Mittel. Noch eine kleine Schmonzette zu diesem leidigen Thema. Bei der Senioren-DM 2009 in Vaterstetten wurde zur Überprüfung des Durchmessers von 5-Kilo-Kugeln auf der Schablone 115 mm schlicht durchgestrichen und 120 mm daneben geschrieben. Kein Witz! Mein Ehrenwort als Augen- und Zeitzeuge. Weitere können benannt werden.
Da wir an dieser Stelle keine Schleichwerbung machen, aber Interessenten nicht alleine lassen wollen: einfach unter dem Stichwort „Messgewicht“ googeln. Sollte jetzt allerdings eine Massenbewegung einsetzen, könnten Lieferengpässe auftreten.