Dieter Massin zum "runden" Geburtstag vom DLV und WMA brüskiert

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Krefeld/Ahlen/Darmstadt, 16. November 2015)
Kein Bild, kein Ton, wir kommen schon. Also geben wir ungewollt einmal mehr das Kontrollorgan des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Darmstadt. Es ist ein Armutszeugnis ohnegleichen, dass der „eckige runde” Geburtstag (75) von Dieter Massin aus Ahlen dem Dachverband keine Zeile wert war. Erinnern wir ihn daran, dass der nunmehr Jung-Fünfundsiebziger von 2001 bis 2005 DLV-Vizepräsident Allgemeine Leichtathletik war, daneben und darüber hinaus von 2002 bis 2012 Präsident des kontinentalen Senioren-Leichtathletik-Verbandes EVAA (seither Ehrenpräsident), vom DLV mit der Ehrennadel in Gold (1989) und dem Ehrenschild (2005), die höchste Weihe dieser Dachorganisation überhaupt, ausgezeichnet worden ist. Massins Verdienste nicht auch noch mal an seinem „Wiegenfest” Revue passieren zu lassen, ihn zu würdigen und ihm öffentlich zu gratulieren, kommt einem ungeheuren Affront gleich. Das ist unanständig und stillos!
Welche Kriterien sind dafür eigentlich beim DLV maßgebend? Vorweg: Es sei jedem von Herzen gegönnt, dem Derartiges zuteil wird. Wie erst jüngst am 13. November Horst Schlecht in der Senioren-Spielecke auf der Verbandsnetzseite zu dessen Achtzigsten. Aber, wer bitte, ist dieser Mann? Kennt ihn jemand? Was hat er vorzuweisen, außer, wie nachzulesen, dass ihm das Rentnerdasein zu langweilig wurde und er sich seit 1998 im Wettkampf laufend auf die Sohlen machte?

Kumpanei, Filz und Klüngelei als Maßeinheit

Es darf mit an Gewissheit grenzender Wahrscheinlichkeit gemutmaßt werden, dass Kumpanei, Filz, Klüngel und/oder persönliche Nähe derartige Geschichten, dazu konkret noch ausufernd mit einem fetten Foto aufgemacht, gebären. Mitunter helfen ja schon Kleinigkeiten als Wegbereiter. Eine vom Autor, in diesem Falle Karl-Heinz “Flunker” Flucke aus Berlin, erfolgreich geschnorrte Zigarette oder ein Bier vermögen einen Mitläufer zum glorifizierten Günstling empor steigen zu lassen. Übel! Unterste Schublade! Muss nicht, kann aber so gewesen sein. Egal wie: Jedenfalls wird hier, wieder einmal, beim “Komödienstadl” im Hessischen mit zweierlei Maß gemessen. Richtiger: Jedes Maß und Ziel vollständig aus den Augen verloren.
Und noch eines fiel auf. Bei der World Masters Athletics (WMA), deren Ehrenmitglied Dieter Massin seit 2011 ist, fand dessen Geburtstag auf dem WMA-Internetportal ebenfalls nicht statt. Dazu muss man(n)/frau wissen, dass für die – ohnehin saumäßige – Pflege federführend (welche Übertreibung) Vizepräsidentin Margit Jungmann aus Rehlingen verantwortlich zeichnet. Dummerweise ist diese Verbandsoberschwester dem Ahlener in inniger Abneigung verbunden (umgekehrt auch). Eingedenk des Anlasses hätte sie allerdings über ihren eh nicht allzu großen Schatten springen müssen.
Massin trägt die doppelte Brüskierung indes äußerlich mit Fassung. Denn hier und da dürfte es sich mit seinen Erwartungen, zumindest Vorahnungen, gedeckt haben. Ganz tief innen drin wird es ihn womöglich doch ein bisschen enttäuschen. Es wäre durchaus nachvollziehbar.