DRTV ist bei Umsetzung einer Vorschrift DLV berühmten Schritt voraus

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(
München/Krefeld, 31. März 2016) Da sag doch mal einer, der Deutsche Rasenkraftsport-Verband (DRTV) wäre beratungsresistent. Zwar stammen die Altersklassenbezeichnungen noch aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, denn 14/15-Jährige werden weiterhin als „Schüler A“ bezeichnet. Auch unterläuft der DRTV mit einer Bestimmung seiner Wettkampfordnung (WKO) den mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geschlossenen Kooperationsvertrag hinsichtlich der gegenseitigen Anerkennung der Hammerwurfleistungen, indem er in der DRTV-Bestenliste nicht alle in seinem Bereich erzielten Leistungen erfasst wissen will. Aber wenn es darum geht eine Anregung von LAMPIS vom September 2014 aufzugreifen und so praxisfremde Wettkampfbestimmungen zu korrigieren, dann ist der DRTV dem DLV den berühmten Schritt voraus.
Die Vorabversion der
WKO von 2016 widmet sich unter dem neu eingefügten Punkt 8.1.3 (korrekt wäre 8.1.4) speziell dem Schutzgitter/-netz beim Gewichtwurf. Dort werden die bis dato auch für den Gewichtwurf gültigen Vorgaben des Hammerwurf-Schutzgitters/-netzes auf ein der Situation angemessenes Maß reduziert. Dass dabei die Athleten aus einem „Käfig“ werfen, mag ein lediglich redaktionelles Versehen sein. Denn definitionsgemäß handelt es sich bei einem Käfig um ein allseits geschlossenes Behältnis, dessen Seiten mehr oder weniger durchbrochen sind und in dem Lebewesen (gefangen) gehalten werden.
Wie wohl sich die Athleten/innen in so einem Käfig fühlen würden und wie aus solch einem Behältnis das Wurfgewicht ungehindert in den Wurfsektor gelangen sollte, wäre dann noch zu klären.