Ergebnisübermittlung stellt häufig in mehrerlei Hinsicht ein Ärgernis dar

(Edenkoben/Völklingen/Krefeld, 10. Juni 2019) Langsam, langsamer, Leichtathletik-Verband Pfalz (LVP). Es sind ja auch nur Verbandsmeisterschaften der Senioren. Während die Ergebnisse der gestrigen Titelkämpfe der Männer, Frauen und  U18 in Eisenberg bereits im Netz sind, hingegen Fehlanzeige bei der Ü30-Generation vom Tag zuvor in Edenkoben, integriert mit dem 41.Seniorensportfest des dortigen LCO. Aber auch der schweigt sich noch aus, vertröstet mit dem Hinweis, dass die Resultate drei Tage nach der Veranstaltung auf dessen Netzseite abgerufen werden könn(t)en. Das ist es, was sich mir nicht erschließt. Was ohnehin erledigt werden muss, kann auch einigermaßen zeitnah geschehen. Oft sind es nur ein paar Handgriffe, da ja eh schon alles elektronisch erfasst worden ist. Schließlich leben wir nicht mehr im IBM- (= Immer Besser Manuell), sondern Online-Zeitalter schneller Kommunikationsmittel fast in Echtzeit. Und in dieser Hinsicht fabuliere ich als Betreiber dieses Internet-Portals nicht über des Kaisers Bart.

Augenkrankheit mit sechs Buchstaben

Dafür habe ich bei meiner umfangreichen, glücklicherweise nicht komplett erfolglosen Recherche etwas entdeckt, was ich gar nicht gesucht, da im Vorfeld nicht gewusst habe. Denn auch das Saarland hatte an Pfingstsamstag seine Senioren-Meisterschaften. Und die Ergebnisse sind auch schon unter diesem Link nachzulesen, wenngleich im ziemlich unübersichtlichen SELTEC-Mix. Der firmiert bei manchen mittlerweile unter Augenkrankheit mit sechs Buchstaben…
Klar, bei mir ebenfalls.

Auf der letzten Rille wurde Ausrichter für die Hallen-EM 2020 gefunden

(Braga/Krefeld, 09. Juni 2019) Na, da schau an. Um die ganze Tragweite zu erfassen, hat dies einen Hauch vom 8.Weltwunder oder pünktlich zum Pfingstfest der Erscheinung des Heiligen Geistes. Spaß beiseite! Nix von alle dem. Allerdings wissen wir nicht, ob er dem dringenden Rat in unserer Kolumne vom 25.März 2019 zum Klinken putzen gefolgt ist oder EMA-Präsident Kurt „Kuddel“ Kaschke mal wieder sein schon sprichwörtlicher Dusel hilfreich zur Seite sprang und ihm eine gebratene Taube in den vor Staunen geöffneten Mund geflogen ist. Jedenfalls wird gestern auf der Netzseite des kontinentalen Senioren-Leichtathletik-Verbandes European Masters Athletics (EMA) von ihm selber berichtet, dass nach einer Absagen-Welle die Hallen-Europameisterschaften 2020 nunmehr auf der ziemlich letzten Rille einen Ausrichter gefunden haben. Es wird Braga sein, die christlich geprägte portugiesische 137.000-Einwohner-Stadt nördlich von Porto. Wer denn will, so passt auch das ins pfingstliche Bild: Es ist ein Wallfahrtsort. Und womöglich kam der „Präses“ im Büßergewand, als er den Vertrag festgezurrt hat. Vielleicht hat er ihn anschließend gar in der Kathedrale von Braga weihen lassen.
Halt, vergessen wir an dieser Stelle vor lauter Nebengeräuschen den EM-Termin nicht: 15. bis 21. März 2020.

Sanierungsarbeiten im Stadion Caorle wurden inzwischen begonnen



(Jesolo/Caorle/Eraclea/Krefeld, 07. Juni 2019)
Allmählich wächst es sich zur unendlichen Geschichte aus. Und um gleich jeglichen Unterstellungen vorzubeugen: Es geht uns nicht um Panikmache, sondern gemäß unserem selbst gewählten Credo schlicht darum, Unzulänglichkeiten im Interesse der Sache und vor allen Dingen als Sprachrohr der Aktiven aufzuzeigen. Deshalb sei der guten Ordnung und Fairness halber erwähnt, dass bei der mindestens zwei Jahre lang brach liegenden Stadion-Ruine in Caorle an der Adriaküste, einem der drei Austragungsorte der Senioren-EM im September 2019 (vergessen wir in diesem Zusammenhang ein für alle Mal Venedig), zwischenzeitlich die Sanierungsarbeiten aufgenommen worden sind. Nicht gerade mit jede Menge Einsatz von Maschinenmaterial und Mensch, aber immerhin. Dies wusste der frühere Präsident der Swiss-Masters, Pino Pilotto aus Luzern, dem Verfasser dieses Beitrages via Mail in Wort und Bild (siehe oben) zu berichten. Dank dafür!

Komplettsanierung in drei Monaten würde an Zauberei grenzen

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Folglich wollen wir unseren EU-Partnern aus Italien nicht gleich unterstellen, sie würden so langsam agieren wie unsere (Ver-)Planer beim Bau der Elbphilharmonie in Hamburg oder dem Flughafen in Berlin. Doch da sie nicht gerade als schnelle Eingreiftruppe Bekannt- und Berühmtheit erlangt haben, müssten sie jetzt schon ein bisschen zaubern, wenn sie diesen Gewaltakt in den verbleibenden drei Monaten stemmen wollen. Lediglich mal so zum Vergleich, benötigt das renommierte deutsche Unternehmen STRABAG Sportstättenbau für die Komplettsanierung eines Leichtathletik-Stadions, wie im italienischen Falle, etwa ein Dreivierteljahr.
Es bleiben also ganz ohne Schwarzmalerei erhebliche Zweifel, das in einem picobello Zustand in einem Drittel der Zeit bewerkstelligen zu können. Wollen schon, müssen auch. Wobei ich mich aus oben genannten Gründen liebend gerne eines Besseren belehren lassen würde. Großes Ehrenwort!

41. Seniorensportfest des LCO zur Pfalzmeisterschaft geadelt

(Edenkoben/Krefeld, 08. Juni 2019) Früher war mehr Lametta! Nein, es ist nicht schon wieder Weihnachten. Feiertag schon. Soll heißen, dass Pfingsten ehedem das hohe Fest der Leichtathletik war mit Veranstaltungen zum Aussuchen bei einem Radius von rund 80 Kilometern. Das bundesweite Angebot auf ladv.de täuscht allgemein betrachtet Betrieb vor, unter dem genannten Gesichtspunkt bleibt freilich nicht mehr viel übrig. Erst recht herunter gebrochen auf Senioren. Da wird es geradezu ausgesprochen karg bis nahezu ausgestorben.
Aber immerhin ist durch die regionale Brille gesehen noch einer der Vorreiter traditioneller Seniorensportfeste vorhanden: Edenkoben in der Pfalz, dass sich nach einer kleinen Umfrage von LAMPIS den Ruf des längsten Haltbarkeitsdatum mit dem TuS Köln rrh streitig macht, worauf wir jedoch keine schlüssige Antwort gefunden haben. Die nunmehr 41.Auflage ist inzwischen zur offiziellen Pfalzmeisterschaft geadelt worden und geht heute ab 11.30 Uhr im Weinstraßenstadion über die sportliche Bühne.
Werten wir es mal als gutes Omen, dass dem dortigen Klub die Federführung obliegt, Denn beim letzten Senioren-Hallensportfest des Leichtathletik-Verbandes Pfalz (LVP) im Februar 2019 haperte es an allen Ecken und Enden. Und das unter der Regie von LVP-Vizepräsident Dieter Tisch (im Bild), für den "perfekt" eigentlich noch nicht gut genug zu sein pflegt. Das hat gewaltig an seinem Image gekratzt (wir berichteten). Obendrein hat er mit herablassenden Äußerungen zusätzlich ins Fettnäpfchen getreten.

Wettbewerbe von Männern und Frauen bei EM in getrennten Stadien

Glosse

Neben der Spur

(Venedig/Jesolo/Caorle/Eraclea/Krefeld, 06. Juni 2019)
„Bella Italia!“ Schönes Italien! Das ist Kunst, Kultur, Musik, Lebensart, Weltanschauung, Leichtigkeit, Gelassenheit, Pizza, Pasta, Cappuccino, Espresso, allemal an der Adria mediterranes Flair und vieles mehr. Und nicht zuletzt Amore. Doch bei den Organisatoren und Zeitplan-Verunstaltern (kein Schreibfehler!) der 21.Senioren-Europameisterschaften vom 05. bis 15.September 2019 mit dem gemogelten Schauplatz Venedig scheint die Prüderie ausgebrochen zu sein. Da findet eine Geschlechtertrennung statt, werden Männlein und Weiblein fein säuberlich voneinander separiert, tragen einen Großteil ihrer Wettbewerbe über 40 Kilometer entfernt in Jesolo (Senioren) und Caorle (Seniorinnen) aus. Das ist ein absolutes Novum, der ganz normale Wahnsinn.

Hinweis der Athleten mit Achselzucken begegnet

Auf diesen Um- oder Missstand sei von Athleten-Seite bereits während der Hallen-WM 2019 in Torun bei Verantwortlichen der European Masters Athletics (EMA)  hingewiesen worden. Dem wäre mit Achselzucken und der Bemerkung begegnet worden, dass sei Sache des Lokalen Organisationskomitees (LOC), mithin des italienischen Leichtathletik-Verbandes FIDAL. Was ist also in sie/die gefahren, sich in Geschäftsführung ohne Auftrag und vorauseilendem Gehorsam bei erwachsenen Menschen als Wächter von Sitte und Moral aufzuspielen? Vergewissern wir uns nochmal und ihnen ins LOC-Buch, dass es sich um eine EM der Ü35-Generation handelt.

Ausgabe von Kondomen ist nicht erforderlich

Die meisten Athleten/innen reisen ohnehin mit eigenem Partner an. Das spart, wie bei Olympischen Spiele schon praktiziert, die Ausgabe von kostenlosen Kondomen zur Völkerverständigung und Überwindung von Sprachbarrieren. Und noch ein Aspekt, wenngleich für eine Minderheit. Es gibt gerade unter den Masters europaweit Paare, die nicht nur die Liebe zueinander, sondern als Aktive auch zur Leichtathletik teilen. Die wollen sich doch bei den Wettkämpfen gegenseitig sehen, anfeuern und coachen. Als besonders prominentes und erfolgreiches deutsches Beispiel seien Ute und Wolfgang Ritte (im Bild) vom SC Bayer 05 Uerdingen genannt, die weit mehr können als „nur“ Stabhochsprung. Womit jetzt ausdrücklich nicht der Seitensprung gemeint ist.
Aber womöglich gibt es ja noch ein erzwungenes Happy-End für sie und alle übrigen, die gerne ihren Sport in unmittelbarer Nachbarschaft zum anderen Geschlecht ausüben. Soviel Exhibitionismus ist schon noch erlaubt. Glücklicherweise sind nämlich erhebliche Zweifel angebracht, dass sich das noch bis vor Kurzem oder immer noch in einem erbärmlichen Zustand befindliche Stadion in Caorle (siehe gestriges Foto) rechtzeitig fertiggestellt wird.