LAMPIS wurde dem Ruf als Leit- und Leidmedium des DLV erneut gerecht

(Darmstadt/Zella-Mehlis/Krefeld, 12. September 2020) Na also, geht doch! LAMPIS einmal mehr als Leit- und Leidmedium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Nach unserem Hinweis vom 09.September kamen sie nun endlich gestern mit insgesamt sechstägiger Verspätung mit der Berichterstattung von der selber installierten Senioren-Challenge im Wurf-Fünfkampf nebst Anhängseln am vorigen Samstag in Zella-Mehlis aus der Deckung. Und damit es nicht so auffiel, versteckten sie es zunächst verschämt im Fenster „Szene“, statt – wie gemeinhin üblich – in der Senioren-Spielecke. Dort wiederum befindet sich ein Konglomerat von Ergebnissen verschiedener Veranstaltungen. Da erfährt der staunende und neugierig gewordene Leser gleich im Vorspann: „Mit Petra Lammert machte eine frühere Top-Athletin im Kugelstoß auf sich aufmerksam.“ Das wird jedoch in dem episch breiten Text erst später unter einer Zwischenüberschrift aufgelöst, wo es nicht zwingend zu erwarten war.

Petra Lammert kehrte mit 13,26m in den Ring zurück

Unsererseits eine klein Replik in die Historie. Petra Lammert (*03.März 1984) beendete schon sehr früh erst 26-jährig in 2010 wegen anhaltender Ellenbogen-Probleme ihre erfolgreiche Leichtathletik-Karriere, wechselte 2011 als Anschieberin zum Bobsport. Mit 20,04 m (Freiluft) und 19,66m (Halle) verfügt sie über imposante Lebensbesleistungen. Die unterm Hallendach krönte sie 2009 mit dem EM-Titel in Turin (siehe Foto). Übrigens nicht mehr mit der Angleit-, sondern Wechselschritt-Technik. Was beweist, dass man auch damit sehr weit stoßen kann.
Nicht überliefert ist indes, was die 36-Jährige von der LG Oberland bei ihren 13,26m im Rahmen eines Mehrkampf-Meetings in Föching (Bayern) praktizierte. Wohl aber ist in dem Beitrag erwähnt, dass sie mit dieser Leistung die deutsche Bestenliste 2020 in der W40 anführt. Das bliebe unter neuer Beweisführung jedoch bis 2024 abzuwarten. Bis dahin würde sie bei einer entsprechenden Fortsetzung der W35 angehören.Hätten wir das auch geklärt. 

Heute ist der 20. Jahrestag des Terroranschlags von New York

Kolumne

Moment mal

(New York/Krefeld, 11. September 2020)
Kleiner Gedächtnistest nicht allein für fortgeschrittene Semester unter der geschätzten Leserschaft aus dem Bereich der Leichtathletik-Senioren*innen. Welche grauseligen Erinnerungen werden beim Blick auf die Datumszeile bei Tag und Monat wach? Falls noch eine Eselsbrücke nötig sein sollte? Nine-Eleven! Immer noch nicht? Bei Terror-Anschlägen flogen zwei gekidnappte Verkehrsflugzeuge vomTyp Boeing 767 mit den Tätern, Besatzungen und Reisenden an Bord in einem Abstand von 18 Minuten in die 417/415 Meter hohen Twin Towers des World Trade Centers in New York, dem monumentalen Symbol für Kapital und Wirtschaftskraft. Später stürzte das gigantische Gebäude wie ein Kartenhaus zusammen.

Fast 3.000 unschuldige Menschen verloren ihr Leben

Ein weiteres entführtes Flugzeug ist auf das Pentagon, dem Hauptsitz des Verteidigungsministeriums der USA, zum Absturz gebracht worden. Der vierte Anschlag, der wohl dem Weißen Haus in Washington gelten sollte, wurde durch das beherzte, todesmutige Eingreifen der Crew und/oder der Passagiere verhindert. Die Maschine zerschellte auf freier Fläche in der Nähe von Pittsburgh, sodass zumindest keine Unbeteiligten zu Schaden kamen. Insgesamt starben seinerzeit bei diesen perfiden, menschenverachtenden Terroranschlägen direkt oder mittelbar fast 3.000 unschuldige Personen.
Insofern für mich unvergessen, als ich rein zufällig den Einschlag in den zweiten Turm live via Fernsehen im Nachrichtensender n-tv miterlebt habe. Da dort jedoch keine Horror-Filme ausgestrahlt werden, habe ich sehr schnell realisiert, dass es sich um die blanke, schreckliche Realität handelt.
Leider geht schlimmer immer, ist derzeit die ganze Welt in mehrerlei Hinsicht ein riesiger Krisenherd mit Hunderttausenden von Toten. Nicht ganz so einfach, zuversichtlich, munter und gelassen zu bleiben.

DLV schweigt sich bisher über selber initiierte Senioren-Challenge aus

(Zella-Mehlis/Darmstadt/Krefeld, 09. September 2020) Dies darf getrost als typisch und symptomatisch für den „Deutschen Leuchtturm-Verband“ (DLV) mit weltweiter Strahlkraft von eigenen Gnaden bezeichnet werden. Da brüten Senioren-Referent David Deister (das ist der mit genialen bürokratischen Wortschöpfung „belastbare Absichtserklärung“) und BAS-Vorsitzender Ralf Hafermann aus Ohrdruf in Thüringen als so tituliertes „Wiedergutmachungsprojekt“ für die ohne jede Not gestrichene Senioren-DM im Wurf-Fünfkampf an Stelle dessen eine vollkommen sinnfreie, x-beliebige Senioren-Challenge am selben Schauplatz in Zella-Mehlis aus (wir berichteten rauf und runter).
Und die hat auch vorigen Samstag in der „Arena Schöne Aussicht“ mit den Anhängseln Bahngehen und einigen Rahmenwettbewerben mit entsprechend mäßiger Beteiligung an Masse und Klasse stattgefunden. Doch immerhin stellte der vielseitige Speerwurf-Spezialist Lothar Huchthausen (*1935) von der LG Altmark in Sachsen-Anhalt, wie bei uns zeitnah nachzulesen, mit 5.214 Punkten einen Beinahe-Weltrekord und mit einem Plus von 882 Zählern einen phänomenalen deutschen Rekord in der M85 auf.

Vielleicht werden sie ja jetzt aufgeweckt und -geschreckt
 
Doch das literarische DLV-Terzett um Öffentlichkeitsarbeiterin Bettina Schardt, die bevorzugt tätig wird, wenn sie selbst im erfolgreichen Einsatz war und sich in dritter Person feiern kann, schweigt sich vier Tage später bei Online-Stellung dieses Beitrages um 08:30 Uhr weiterhin darüber in der Senioren-Spielecke aus. Das zeigt schon, welche (nicht vorhandene) Wertschätzung im Darmstädter Wolkenkuckucksheim der Träumer und Fantasten dem eigenen „Baby“ (wir bleiben beim Begriff Totgeburt) beigemessen wird.
Vielleicht mögen diese Zeilen als Wink mit dem Lattenzaun dienen. LAMPIS einmal mehr als Leid- und Leitmedium der schlafmützigen Dachorganisation.

Erneut ein neidischer Blick über den Zaun, diesmal zum Rasenkraftsport

(Dissen/Erfurt//Krefeld, 10. September 2020) Schauen wir mal wieder neidisch über den Zaun zu unseren Nachbarn. Diesmal nähren wir uns redlich und bleiben im eigenen Lande, wenden uns einer Art von Verwandten zu. Denn irgendwie ist ja die Sparte Rasenkraftsport im Deutschen Rasenkraftsport- und Tauzieh-Verband (DRTV) die kleine Schwester dieses selbst ernannten Innovators DLV. Es gibt einen Kooperationsvertrag zwischen beiden Partner-Dachorganisationen im Deutschen Olympischen Sport-Bund (DOSB), dass jeweils bei offiziellen Veranstaltungen auf dem eigenen Terrain erzielte Leistungen gegenseitig für die Besten- und Rekordlisten Anerkennung finden.

Vollwertige Titelkämpfe im Freien und der Halle

Das zum besseren Verständnis vorweg. Und zu den beiden Themen in diesem Kontext:
1.) Der in mancherlei, aber nicht jeder Hinsicht rührige DRTV veröffentlich sogar unterjährig Online-Bestenlisten für alle Klassen, mithin auch die Senioren*innen. Durchaus noch aufwändiger, derweil es neben den Alterssprüngen (allerdings nur im Zehn-Jahres-Takt, was schon lange auf großen Unmut stößt) noch verschiedene Gewichtsklassen wie es sie beispielsweise in der Schwerathletik und Kampfsportarten gibt.
2.) Die Rasenkraftsportler können für ihre Talente von gestern und vorgestern auch in elendigen Zeiten wie diesen der globalen Corona-Heimsuchung in einer späten oder frühen Saison zudem vollwertige Meisterschaften, sogar unter dem Hallendach: Als da wären die Senioren-DM im Dreikampf (Hammer, Gewicht, Stein) mit Einzelwertungen im Hammerwurf und Steinstoßen am 10./11.Oktober in Dissen bei Osnabrück (Niedersachsen) und die nationalen Hallen-Meisterschaften im Steinstoßen für alle Klassen am 17./18.Oktober 2020 am bestens bekannten Schauplatz Erfurt (Thüringen).
Insofern interessant, als es unter den Werfern*innen bei den Leichtathleten auch Wanderer zwischen diesen beiden Welten gibt. Mitunter müssen sie dafür nicht mal zwei Vereinen angehören. Seien stellvertretend  RKS Phoenix Mutterstadt mit Frontmann Gerhard Zachrau (*1949) und mein - in diesem Falle - ehemaliger Zweit-Klub Leichlinger TV genannt.

Wenn's gutgehen sollte: Senioren-WM im Juli 2021 in Tampere

(Tampere/Monte Carlo/Krefeld, 08. September 2020) Wenngleich es selbst für einen medizinischen Laien mit inzwischen notgedrungen angeeigneten virologischen Grundkenntnissen rational gesehen schwer vorstellbar erscheint solange kein wirksamer Impfstoff verfügbar ist, machen wir in besch…eidenen Zeiten wie diesen der globalen Corona-Katastrophe mal in grenzenlosem Optimismus. Unterstellen wir also, dass ab der zweiten Jahreshälfte 2021 alle schon geplanten und noch festzuzurrenden Nachholtermine der internationalen sportlichen Großereignisse stattfinden werden. Das betrifft auch die Senioren-Leichtathletik, bei der 2020 so einiges auf der Strecke geblieben ist und höchstwahrscheinlich mit den beiden Senioren-EM’en auf Madaira noch bleiben dürfte.

Still ruht der See auf der Netzseite der WMA

Auf dem miserabel gepflegten (letzter Eintrag 29.Juni 2020), allerdings weltweit auch mit rund 250 Aufrufen täglich lediglich mäßig frequentierten Internet-Portal des Senioren-Weltverbandes World Masters Athletics (WMA) mit Sitz in Monte Carlo ruht hinsichtlich Zukunftsszenarien still der See oder das Mittelmeer in unmittelbarer Nachbarschaft (Letzteres ist im kleinen Fürstentum mehr so die Regel). Dem Vernehmen nach aus gemeinhin bestens informierten Kreisen werkelt Margit Jungmann aus Rehlingen als präsidiale Krisenmanagerin eifrig hinter den Kulissen. Demzufolge soll die in diesem Jahr ausgefallene WM im kanadischen Toronto vom 02. bis 10.Juli 2021 in Tampere (Finnland) stattfinden. Dort waren ursprünglich die Europameisterschaften vorgesehen. Das Denkmodell gemeinsamer Titelkämpfe ist folglich vom Verhandlungstisch mit den gerne vielsagend schweigenden „Eismännern“ aus dem hohen Norden um den früheren WMA-Vizepräsidenten Vesa Lappalainen. Äußerst fraglich also, dass noch eine eigene EM über die sportliche Bühne geht.

Zwei Hirngespinste aus dem Bereich Märchen und Sagen

Dass die Hallen-EM, wie angedacht, im Januar 2021 in Braga (Portugal) nachgeholt wird, darf getrost in den Bereich von Märchen und Sagen angesiedelt werden. Wie der verfrühte Aprilscherz auf der EMA-Netzseite, dass die Hallen-WM vom 06. bis 21.April 2021 in Edmonton (Kanada) zur Austragung kommen würde. Bei der WMA wird sie im Terminkalender nicht mehr geführt. Die Absage ist längst bekannt, darüber wurde vor Monaten im Zuge der vielen sportlichen Kahlschläge auch von uns berichtet.