Petra Bous und Hans-Joachim Scheer scheiden beim LV Nordrhein aus

(Duisburg/Krefeld, 21. November 2019) Größeres Stühle rücken beim Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) im Haus der Verbände in Duisburg. Der langjährige, freilich nach außen kaum wahrgenommene Geschäftsführer Hans-Joachim Scheer verabschiedet sich zum Ende nächsten Monats symbolisch mit einem „Silvesterkracher“ um 24:00/00:00 Uhr in den seligen (Un-)Ruhestand. Mit dem bisherigen NRW-Leistungssportmanager Dieter Voigt kommt der Nachfolger aus den eigenen Reihen, wie es schon zuvor bei Scheer und seinem heutzutage noch als Diskuswerfer für den STV Hünxe startenden Vorgänger Hans-Jürgen Sura (*1949) gewesen ist.

Bewährtes „weibliches Doppel“ wird getrennt
 
Eine weitere, indes für Aktive spür- und sichtbare Personalie: Die bei Senioren-Meisterschaften im Verbandsgebiet häufig die Positionen am Stellplatz und im Wettkampf-Büro bekleidende bisherige Referatsleiterin Finanzen & Recht, Petra Bous (im Bild), zieht sich ebenfalls zum 31.Dezember 2019 ins Privatleben zurück. Mithin wird das bisher erprobte, eingespielte und bewährte „weibliche Doppel“ getrennt, bekommt die ehrenamtliche LVN-Seniorenwartin Gisela Stecher (Grevenbroich) als Leiterin Wettkampforganisation eine/n neue/n Partner/in an ihre Seite. Wen, ist uns (noch) nicht bekannt. Spätestens bei den NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften am 12.Januar 2020 in Düsselorf werden wir sie/ihn sehen.

LVN-Seniorentagung auf Nimmerwiedersehen gestrichen?

Dagegen ist die traditionelle, zumindest beim harten Kern der Stammbesucher beliebte LVN-Seniorentagung an Buß- und Bettag (das war gestern) wohl auf Nimmerwiedersehen dem Rotstift zum Opfer gefallen. Mangels angemessener Beteiligung in 2018 ausgefallen, erfolgte in diesem Jahr erst gar keine Einladung mehr. Das passt ins allgemeine Bild, dass so ziemlich alles in der Leichtathletik schrumpft.
Immerhin erfreulich, dass die beiden Regionalverbände Nordrhein und Westfalen ihre Kooperation auf dem Veranstaltungssektor fortsetzen wollen und der schon vor der Auflösung stehende Dachverein „Leichtathletik-NRW e.V.“ erhalten bleibt. – Weitere Nachrichten unter diesem Link.

Weitspringerin Malaika Mihambo sollte bei Sportlerwahl weit vorn landen

(Baden-Baden/Krefeld, 20. November 2019) Mal wieder etwas aus der selten in Anspruch genommenen Rubrik „In eigener Sache“. Das wird jedoch garantiert bei einer breiteren sportinteressierten Öffentlichkeit, und mithin gerade unserer Leserschaft, Aufmerksamkeit finden. Die rund 3.500 im Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) berufsständisch organisierten Medien-Vertreter/innen aller Couleur sind bis zum 02.Dezember 2020 zur 73.Wahl „Sportler des Jahres“ bei den Männern, Frauen und Mannschaften aufgerufen. Als Anhaltspunkte gibt es dazu nicht verbindliche Vorschlagslisten mit den Namen von in diesem Jahr erfolgreichen 27 Männern, 30 Frauen und 28 Teams bis hin zu Minibesatzungen im Rodel-Doppelsitzer und Zweier-Bob. Darunter bei den Individualisten Niklas Kaul (Zehnkampf), Johannes Vetter (Speerwurf), Konstanze Klosterhalfen (Mittel-/Langstrecke), Gesa-Felicitas Krause (3000m Hindernis), Malaika Mihambo (Weitsprung) und Christina Schwanitz (Kugelstoßen) aus der Leichtathletik.

Live-Übertragung der Proklamation im ZDF

Da wir kein Olympiajahr (Sommer oder Winter) geschrieben haben, sind die chancenreichen Sportarten und ihre Protagonisten breiter aufgestellt. Es bleibt indes bei aller geforderten Objektivität an die Sportjournalisten/innen nun einmal die zwangsläufig subjektive Wahrnehmung und die Vorliebe für die eine oder andere Sportart, aber auch die mehr oder weniger ausgeprägte Sympathie für bestimmte Athleten/innen. Aber bei zumeist mehr als 1.500 Wähler/innen sollte ein repräsentatives Ergebnis dabei herauskommen. Zumal auf dem Stimmzettel jeweils ein Quintett von Rang eins bis fünf bei abnehmender Punktzahl von fünf bis eins auserkoren werden muss.
Aus dem Sextett der Leichtathleten/innen sollte hoffentlich nicht nur meiner Meinung nach die in diesem Jahr in allen elf Wettbewerben ungeschlagene Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo von der LG Kurpfalz ganz weit vorne landen.
Und schon einmal vormerken: Die feierliche Gala mit der Proklamation der Allerbesten unter den Besten findet vor 700 geladenen Gästen im Kurhaus von Baden-Baden statt und wird vom ZDF am 15.Dezember live übertragen.

Auf der Netzseite der EMA wird Geschichtsverfälschung betrieben

(Krefeld, 18. November 2019) Auf dem Internet-Portal des kontinentalen Senioren-Leichtathletik-Dachverbandes European Masters Athletics (EMA) wurde in einer fünfteiligen Serie der allem Anschein nach in größeren Teilen untaugliche Versuch unternommen, die 40-jährige Historie der EMA und der bis 2014 namentlichen Vorgängerorganisation EVAA (das "Jubiläum" war übrigens schon im Vorjahr) Revue passieren zu lassen. Dabei ist nach Darstellung von EMA-/EVAA-Ehrenpräsident Dieter Massin aus Ahlen in Westfallen wohl in etlichen Punkten Geschichtsverfälschung betrieben worden.
Mit seiner freundlichen Genehmigung veröffentlichen wir nachfolgend sein Protestschreiben an das EMA-Präsidium.

Forty years of European Masters Athletics

Liebe Council-Mitglieder, liebe Sportfreunde,

auf der Internetseite der EMA haben Sie in den letzten Tagen versucht, die Geschichte des europäischen Seniorensports in der Leichtathletik aufzuarbeiten.
In den Teilen 1 bis 4 der EVAA-/EMA-Geschichte sind gravierende Fehler, die ich aber nicht weiter fokussieren möchte; ich beziehe mich ausschließlich auf den Teil 5 (6. Nov. veröffentlicht), in dem falsche Angaben zu meiner Person und zu meinen Tätigkeiten gemacht werden.Darüber bin ich überrascht und auch enttäuscht, dass man sich bei Ihnen so wenig Mühe gemacht hat, Fakten zusammenzustellen.
Noch immer besteht Geschichte aus Fakten und nicht aus Interpretationen und Mutmaßungen, wie sie Ihr Mitarbeiter A.H. vorgenommen hat.
Im Detail:
1. Präsidentschaft Dieter Massin
Ich war von 2002 bis 2012 Präsident der EVAA und nicht von 2004 bis 2012, wie A.H. schreibt;
2. Report zur Generalversammlung in Ljubljana 2008
Dieses von A.H. aufgeführte wörtliche Zitat (in Anführungszeichen) stammt nicht von mir!
ad 1. ich bin 2002 in Potsdam zum EVAA-Präsidenten gewählt worden und habe sogleich festgestellt, dass der Verband (EVAA) nicht registriert war und somit keinen Rechtsstatus hatte; alle meine Vorgänger im Amt hatten es versäumt den Verband registrieren zu lassen. Sie sind 24 Jahre das Risiko eingegangen, bei Unfällen oder Schäden persönlich zu haften.
Ich habe daher sofort nach Amtsantritt eine Satzungsänderung eingeleitet und habe den Verband im Kanton Waadt eintragen lassen. Davon profitieren auch Sie heute noch (!). Diese Eintragung und Satzungserneuerung hatten zur Folge, dass ich meine Amtszeit selbst verkürzt habe und es in Aarhus 2004 zu Neuwahlen kam.
ad 2. in meinem Report zur General Versammlung in Ljubljana habe ich über das neue EVAA-Büro in Marathon (GRE) -2008- berichtet, siehe Punkt 1.4 auf Seite 8 und habe unter 2.1 auf derselben Seite beschrieben, welche Senioren 2005 (!) zum European Best Veteran gewählt worden sind.
Alle diese Fakten wurden von A.H. verdreht und falsch beschrieben.
Dagegen verwahre ich mich und fordere eine offizielle Richtigstellung.
Wenn Sie und auch A.H. nur die eigenen Veröffentlichungen richtig gelesen hätten, dann wären solche gravierenden Fehler nicht passiert. Das ist peinlich und eines internationalen Verbandes unwürdig.
Genauso unwürdig ist es, dass Personen, die Pionierarbeit in Europa und in der Welt geleistet haben, nicht einmal erwähnt worden sind.
Als Council haben Sie die Aufgabe und auch Verpflichtung alle Publikationen auf Richtigkeit zu kontrollieren und erst dann freizugeben. Das ist offensichtlich nicht geschehen, und so werden Personen beschädigt, die als Protagonisten für einen Verband tätig waren, dem Sie heute vorstehen und von deren Tätigkeiten Sie profitieren.
Ich gebe Ihnen Gelegenheit innerhalb einer Woche, also bis zum 14. November 2019, die oben genannten Fehler in allen Medien, die Sie bisher bedient haben, offiziell zu korrigieren und Verantwortung für Ihre Mitarbeiter zu übernehmen, die durch Publikationen dieser Art den Verband in Verruf bringen.
gez. Dieter Massin                                                                                                 Ahlen, 07. November 2019

Redaktioneller Hinweis: Es sind in den besagten Beiträgen der EMA im Nachhinein klammheimlich einige Korrekturen vorgenommen. Da es sich um gravierende Dinge handelte, hätte es unbedingt angemerkt werden müssen. Übrigens: Hinter den Initialen A.H. verbirgt sich der frühere DLV-Senioren(ver)sprecher und selbst ernannte Alleskönner Alfred Hermes.
   

Hallen- und Winterwurf-DM 2020 droht alsbald die ersatzlose Streichung

(Darmstadt/?/?/Zella-Mehlis/Baunatal/Krefeld, 19. November 2019) Wenngleich es noch fünf Wochen bis zum heiligsten aller Abende in der christlichen Kultur sind, brennt beim aufoktroyierten „Schutzpatron“ der Senioren/innen, dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt, bereits der Baum. Das von uns im Beitrag vom 23.Oktober 2019 beschriebene Schreckensszenario möglicherweise ausfallender nationaler Titelkämpfe nimmt bedrohliche Gestalt an. Dazu liegt uns die nachfolgende Brand-Rundmail von gestern 13:56 Uhr vom DLV-Senioren-Beauftragten David Deister vor:
„Hallo liebe Seniorenwarte/Masters-Beauftragte in den Landesverbänden, liebe Kolleginnen und Kollegen in den Geschäftsstellen & im BA Senioren,
hier ein Update: nach wie vor herausfordernd gestaltet sich die aktuelle Situation rund um die, Stand heute, sämtlich offenen diversen-reinen *Senioren DM in 2020*. Mit besonderem Blick auf das Nahziel *DM Halle Senioren*: Liegt bis Anfang Dezember dieses Jahres (06.12.) keine belastbare Absichtserklärung eines potentiellen Ausrichters vor, so wird diese Meisterschaft ersatzlos entfallen. Dies ist das Ergebnis einer internen Abstimmung, die unsere verantwortlichen Kollegen im Bereich *Wettkämpfe* zuletzt getroffen haben.
Leider kann ich auch heute nicht mit besseren Nachrichten aufwarten. Viele Grüße, David Deister“

Eine lapidare, blutleere Mitteilung

Sehr lapidar und blutleer! Warten
die (un-)verantwortlich handelnden Damen und Herren in trauter Einfalt tatsächlich darauf, dass ihnen gebratene Tauben in Form einer „belastbaren Absichtserklärung" (was muss die aushalten; den Dampfhammer?) in den geöffneten Mund fliegen? Da wäre vielmehr an allen Standorten mit Leichtathletikhallen Klinken putzen bei Vereinen angesagt. Einfach nur irre! Oder der ganz normale Wahnsinn a la DLV bei seinem fünften Rad am Wagen, den Talenten von gestern und vorgestern, die mit der größtmöglichen Geringschätzung abgefertigt werden.
Außerdem zeigt sich D.D. aus D. sehr schlecht informiert. Er schreibt in Bausch und Bogen von „sämtlich offenen diversen-reinen Senioren DM in 2020“ (noch so ein unsägliches Wortkonstrukt). Gemeint sind übersetzt die großen fünf deutschen Senioren-Meisterschaften „Halle, Stadion, Mehrkampf, Wurf-Fünfkampf und DAMM“. Davon sind jedoch nach unseren Informationen aus zuverlässiger Quelle Mehrkampf, Wurf-Fünfkampf (beide Zella-Mehlis) und DAMM (Baunatal; jetzt 19. anstatt 12.September 2020) schon in trockenen Tüchern (siehe Link).
Selbstverständlich schlimm genug, dass die Hallen-DM mit Winterwurf 2020 auszufallen droht. Aber vielleicht hat eingedenk dieses Alarmsignals der Nikolaus noch eine mildtätige Gabe für die ohnehin ständig gebeutelte Ü35-Generation in seinem Rucksack?
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ein beim Dachverband allzu häufig angewendetes Prinzip.

LVN ist bei Ü30-Generation keineswegs eine Insel der Glückseligen

(Düsseldorf/?/?/Leichlingen/Krefeld, 17. November 2019) Obwohl der Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) als geografisch/sprachlich erste Hälfte von NRW anhand der Mitgliedszahlen über die gesamte Bandbreite mit 72.007 Aktiven und Passiven lediglich an fünfter Stelle im Bundesvergleich liegt, mischt er indes speziell bei den Senioren/innen von der Beteiligung an Wettkämpfen und den Erfolgen stets ganz vorne mit. Eine Insel der Glückseligen ist die Region dennoch nicht. Das offenbart ein Blick in den vor drei Tagen aktualisierten und auf der LVN-Netzseite veröffentlichten Rahmenterminplan 2020. Auch da gibt es bei der Ü30-Generation von den Schauplätzen, mithin der örtlichen Ausrichter, noch auf dem Meisterschaftssektor Niemandsland zu beklagen. Das sind mit dem NRW-Team-Finale (ehedem DAMM) am 03.Mai und den üblicherweise stark frequentierten Offenen LVN-Senioren-Meisterschaften am 11.Juni (Fronleichnam) die beiden bedeutendsten Veranstaltungen im Kalender. Da verschwindet doch hoffentlich nichts von der Bildfläche?!
Es sei jedoch noch der guten Ordnung halber erwähnt, dass zwei Termine und Austragungsorte für 2020 bereits fix sind: Die Offenen NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften am 12.Januar im Arena-Sportpark der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf und die Offenen NRW-Senioren-Winterwurf-Meisterschaften zum ultimativen Kehraus am 07.November an bewährter Stelle in Leichlingen im Bergischen-Land.