Fred Schladen spendete Geburtstagserlös an zwei Jugend-Abteilungen

(Bonn/Troisdorf/Meckenheim/Krefeld, 31. Mai 2019) Tue Gutes und rede/schreibe darüber. Machen wir. Und das sogar völlig uneigennützig. Wie in der Laudatio zum „Achtzigsten“ von Fred Schladen (im Bild) nachzulesen ist, hatte der einstige Weltklasse-Kugelstoßer aus Bonn seine 48 Gäste anstelle von Geschenken um eine Spende für die NRW-Sportstiftung gebeten. Leider entsprachen längst nicht alle diesem sportlich-sozialem Wunsch, brachten Verwelkendes und sonst was nach eigenem Gusto mit. Durch großzügige Aufstockung von seiner Lebensgefährtin Ursula Sieglohr kamen schlussendlich 900 Euro zusammen.
So entschied sich Fred dann auch um. Nicht etwa für seine Zwecke. Damit es spürbar ohne jegliche Verwaltungskosten direkt in die richtigen Kanäle fließt, teilt er den Beitrag aus alter Verbundenheit auf die Jugend-Abteilungen der Troisdorfer LG und die LG Meckenheim (dort ist der auch zu den Geburtsgästen gehörende Vater von Tim Lobinger Vorsitzender) auf. Ein prima Ideenschwenk. Die Klubs und deren Kids dürfen sich schon einmal auf die Übergabe freuen, sollten vorsorglich die örtliche Presse informieren. Eine bessere PR, und die zum Nulltarif, können sie kaum bekommen.

Christi Himmelfahrt: Ein paar Gedanken zum feierlichen Vatertag

Kolumne

Moment mal

(Christi Himmelfahrt, Krefeld, 30. Mai 2019)
Ohne mir hier den Hobby-Psychologen anmaßen zu wollen, ist zunehmende Vereinsamung in unserer immer älter werdenden Gesellschaft eine nicht auf meinem Humus gewachsene Erkenntnis. Die Feststellung, dass niemand in unserer multimedialen Kommunikationswelt einsam sein müsse, ist meines Erachtens völliger Humbug. Erstens können oder wollen gerade älterer Bürger die modernen Medien häufig nicht nutzen, zweitens machen sie mit einem Verschanzen dahinter noch einsamer und drittens sind unmittelbare soziale Kontakte von Mensch zu Mensch durch rein gar nichts zu ersetzen. Aber auch dazu muss nun einmal die Initiative ergriffen werden. Es wird keine/r an der Haustüre klingeln, um jemanden aus seinem allzu stillen Kämmerlein heraus zu holen.

Initiativ muss schon jede/r selber werden

Den ersten Schritt muss schon jede/r selber machen. Der Möglichkeiten gibt es viele, sich aus seiner Isolation zu befreien. Stadt-/Gemeindeverwaltungen, Volkshochschulen und Vereine für betagte Bürger können vielfältige Angebote unterbreiten. Zusätzlich einfach mal in der Buchhandlung seines Vertrauens stöbern und sich beraten lassen. Da gibt es viele schwarz auf weiß gedruckte Ratgeber zum Thema von mitunter prominenten Zeitgenossen. Der frühere Spitzenpolitiker und ehemalige Vizekanzler Franz Müntefering, der seit sechs Jahren nicht mehr die Zügel der Macht in Händen hält und inzwischen 79-jährig ist, hat unlängst das Buch „Unterwegs: Älter werden in dieser Zeit“ veröffentlicht. Da ich es (noch) nicht gelesen habe, vermag ich nicht zu beurteilen, ob es in der Sache wirklich nützlich und hilfreich ist. Aber wenn er so amüsant und unterhaltsam schreibt wie er frei von der Leber weg plaudert (ich habe ihn jüngst in mehreren Talk-Shows gesehen und gehört), ist es sicherlich lesenswert.
In diesem Sinne ein schönen Feiertag, der diesmal den Vätern und solchen in Lauerstellung gewidmet ist. Macht was draus!

Großes Kino mit Olympiasieger und Weltrekordler Jurij Sedych in Sittard

(Sittard/Krefeld, 28. Mai 2019) Ganz großes Kino beim Hammerwurf, der sonst allzu häufig eine Nebenrolle spielt. Und einen prominenteren Hauptdarsteller hätten sie nicht finden können. Der zweifache Olympiasieger und der mit 86,74m seit 1986 immer noch aktuelle Weltrekordler Jurij Sedych (*1955) aus der einstigen Sowjetunion hielt im zu Deutschland grenznahen niederländischen Sittard Hof.
Auf Initiative des ehemaligen Hammerwerfers und heutigen Trainers Michel Leinders wurde der in Paris lebende Wahl-Franzose zu einem dreitägigen Trainingsseminar für einen von Hand verlesenen Kreis von Könnern und Talenten eingeladen. Darunter die amtierende niederländische Meisterin Sina Mai Holthuijsen (*1996), die dank ihrer doppelten Staatsbürgerschaft dort für den AV Unitas Sittard und hier zu Lande für den SC Bayer 05 Uerdingen startet. Das männliche Pendant  auf hohem Niveau war der in Hannover geborene Alexj Mikahailov (*1996) vom TV Wattenscheid.
Nur so zum Spaß reiste der in Leverkusen als Trainer tätige Ex-Hammerwerfer Sergei Litwinow jr. (*1986) aus seinem Wohnsitz Leichlingen an, um den langjährigen Konkurrenten seines im Vorjahr verstorbenen Vaters nach sieben Jahren wieder zu sehen, mit ihm zu plaudern und sich ein paar Anregungen zu holen.

Für 18 DAMM-Teams steht eine Vatertagstour der anderen Art an

(Piesbach/Hamburg/Krefeld, 28. Mai 2019) Eine Vatertagstour der etwas anderen Art ohne einarmiges Reißen von gefüllten Bierhumpen (allenfalls hinterher) steht am morgigen Himmelfahrtstag in Piesbach (Saarland) und im Stadtstaat Hamburg auf dem sportlichen Programm. Wobei die eine oder andere Mutter auch mit von der Partie und in Aktion sein wird. Hier wie da geht es um die ungebrochen beliebte Deutsche Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM). Dazu mit derselben Etikettierung bei der Anzahl versehen, dass sowohl beim Saarländischen Landesfinale als auch beim DAMM-Durchgang in der Hansestadt jeweils neun Teams antreten wollen.

Neue M60 aus Saarbrücken sollte Finaleinzug gelingen

Die Blicke richten sich mit besonderer Spannung auf die neue M60 des LAZ Saar 05 Saarbrücken. Dieser Klub ist an der Spitze mit zwei sehr guten, vielseitigen Athleten vom Jahrgang 1959 bestens aufgestellt und hat mit Sicherheit eine recht schnelle Staffel, die so um die 54 Sekunden laufen müsste. Jung-Sechziger Martin Vogel (im Bild) hatte seine letzten Wettkämpfe vor vier Jahren in der M55 mit 13,03 sec. über 100 Meter, 5,05m im Weitsprung und 13,52m mit der 6-Kilo-Kugel (jetzt 5kg).  So „nebenbei“ zieren seinen Briefkopf deutsche Hallenrekorde über 60m Hürden der M50 und 55. Die Achillesferse könnten bei den  Saarländern die 3000m sein. Mal sehen, was speziell die Langstreckler und in Summe alle miteinander so leisten werden.
Für das Finale um die Team-DM am 21. September 2019 in München sollte es ohne größeren Aussetzer allemal reichen.

Mit voraussichtlich 94 Mannschaften zwei mehr als im Vorjahr

Wagen wir in dieser Hinsicht eine nicht allzu kühne Prognose. Mit den Mannschaften aus den Veranstaltungen im baden-württembergischen Murr (das dürften neun sein), den voraussichtlich jeweils zwei in Gröbenzell (Bayern) und den Seniorinnen vom USV Halle (Sachsen-Anhalt) werden es 2019 mindestens insgesamt 94 Mannschaften sein, also zwei mehr als 2018. Allerdings können davon in den neun Altersklassen (5 männlich, 4 weiblich) maximal 54 das reizvolle Ticket in der „Weltstadt mit Herz“ lösen.

Keine Gesamtübersicht von den Westfälischen Senioren-Meisterschaften

(Gladbeck/Krefeld, 27. Mai 2019) Eine Live-Ticker ist eine prima Sache, um womöglich ganz gezielt bei einem bestimmten Wettbewerb frühzeitig seine Neugierde zu befriedigen. Nach Abschluss einer Veranstaltung ist er jedoch mit einer riesig langen Auflistung an Altersklassen und Disziplinen denkbar ungeeignet. Da gehört unabdingbar eine Gesamtergebnisübersicht hin. Die fehlt jedoch (bislang?) von den Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften gestern in Gladbeck. Und dann schweigt auch des Sängers sonstige Höflichkeit, nämliche unsere, sich die Rosinen aus dem unübersichtlichen Wust des großen Meisterschaftskuchens zu picken. Wer sich das antun möchte, hier ist der entsprechende Link. Viel Spaß und noch mehr Langmut dabei!
Nachtrag: Mittlerweile liegt eine Ergebnisliste fein säuberlich getrennt nach Männlein und Weiblein aufsteigend nach Altersklassen sowie in der bekannten Reihenfolge Lauf, Sprung, Stoß/Wurf vor. Wobei wir uns jetzt nicht einbilden, es wäre auf unsere Intention hin erfolgt. Aber wer weiß? Zugeben würde es eh keiner.