DLV-Sprachpanscher kündigen auf ihrer Netzseite die Late Season an

(Darmstadt/Krefeld, 06. Juni 2020) Ein Blick auf das Datum und den aufgrund Corona eingedampften Terminkalender lehren, dass heute und morgen die Deutschen Meisterschaften der Männer/Frauen in Braunschweig wären. Was bereits für vorigen Dienstag angekündigt worden war, ließ nun der DLV gestern auf seiner Netzseite mit seinem Epi-Zentrum der Sprachpanscher auf dem Alzheimergassl, Entschuldigung: der Alsfelder Straße in Darmstadt im hinlänglich bekannten Anglizismuswahn vom Stapel laufen. Da heißt es in Fettschrift unter der Zwischenüberschrift Late Season, nicht mal in An- und Abführung, dass diese Titelkämpfe auf den 8./9. August dieses Jahres verschoben werden. Die beantragte Sondergenehmigung (vermutlich beim Land Niedersachsen) stünde jedoch noch aus.

Zella-Mehlis: Vielleicht Mehrkampf-DM, aber zwei Monate später keine im Wurf-Fünfkampf!

Und was tut sich in dieser Hinsicht bei den Talenten von gestern und vorgestern ab M/W35 aufwärts oder eben auch nicht? Eine Entscheidung über die Ausrichtung der für den 20./21.Juni terminierten Mehrkampf-DM in Zella-Mehlis soll bis 16.Juni fallen. Endgültig abgesagt und in 2021 verschoben (dann also jeweils zwei Meisterschaften?) werden hingegen die Senioren-DM im sächsischen Zittau (04./05.Juli) und – das verstehe wer will? – die DM im Wurf-Fünfkampf, die ebenfalls in Zella-Mehlis im bezüglich der Lockerungsmaßnahmen sehr liberalen Thüringen am 22./23.August hätte ausgetragen werden sollen. Überhaupt keine Erwähnung findet das ursprünglich für den 12.September  2020 vorgesehene DAMM-Finale in Lage (Westfalen). Das wurde freilich ohne die weitere Entwicklung abzuwarten und über Alternativen nachzudenken im vorauseilenden Gehorsam bereits sehr frühzeitig abgesagt. Da hätten, wie von uns schon vor Wochen vorgeschlagen, wegen der ausgefallenen Qualifikationen durchaus die Finalisten von 2019 eingeladen werden können.
Aber etwas nicht auszurichten ist natürlich wesentlich einfacher (siehe oben). Es geht ja auch nur um die ohnehin missliebigen Senioren/innen. Wer etwas anderes behauptet, ist ein hemmungsloser Lügner und Fensterredner.
Redaktioneller Hinweis auf den Lesestoff einer Glosse in unserem Schaufenster Flurfunk.

Weltweiter virtueller Wettkampf hat seine Meldetore geöffnet

(Wien/Krefeld, 05. Juni 2020) Meine lieben weiblichen und männlichen Sportfreunde der Senioren!
Stellt euch vor, ihr könnt an einer „Weltmeisterschaft“ teilnehmen. Dann wäre es doch optimal…
> wenn der Wettkampf auf eurem Lieblingssportplatz stattfindet
> wenn ihr in einem bestimmten Rahmen den Wettkampftag und sogar die Uhrzeit aussuchen könnt
> wenn eure Sportfreunde und Familien mit dabei sein können, um euch anzufeuern
> wenn kein Stress wegen riesiger Startfelder aufkommt
> wenn keine Gefahr besteht nicht ins Finale zu gelangen

> wenn ihr nicht um die halbe Welt fliegen müsst, um dabei zu sein
> wenn Jetlag, Hotelsuche, Mietwagen kein Thema sind

> wenn das ganze Vergnügen lediglich 2 € pro Disziplin kostet
 
Endlich ein Ziel in (zumeist noch) wettkampfloser Zeit

Ja, ja, träume weiter, der 1. April ist schon lange Historie, höre ich euch unisono sagen. Ganz im Gegenteil: Jetzt ist‘s vorbei mit dem Träumen, jetzt heißt es noch ein paar Trainingseinheiten einzulegen. Es gibt endlich das Ziel, das es braucht, um richtig in Schwung zu kommen.
Denn vom 18. Juli bis zum 2. August 2020 veranstalten wir einen virtuellen weltweiten Wettkampf mit einem breitgefächerten Angebot von Lauf, Sprung, Wurf und Gehen. Alle weiteren Details unter diesem Link.

Ein paar Rahmenbedingungen vorweg

Vorab schon einmal ein paar Rahmenbedingungen. Gewertet werden alle Altersgruppen ab M/W 35. Stichtag für die jeweilige Altersklasse im Fünf-Jahres-Takt ist der 18.Juli. Es gibt für die Teilnehmer/innen keine Limitierung der Wettbewerbe. Die Nennungen können ab sofort unter dieser Online-Adresse im Internet vorgenommen werden. Meldeschluss ist am 15.Juli 2020. Die erzielten Resultate müssen ohne Wenn und Aber bis spätestens zum 04.August 2020 um 24 Uhr eigene Ortszeit für unsere Auswertung und anschließende Veröffentlichung übermittelt werden.

Ideelle Unterstützung durch WMA-Präsidentin Margit Jungmann

Eine tolle Aufwertung unserer Idee haben wir vom Präsidium des Senioren-Weltverbandes World Masters Athletics (WMA) erfahren. Präsidentin Margit Jungmann aus Rehlingen unterstützt die Virtuelle Masters Challenge, die quasi an die Stelle der aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallenen diesjährigen internationalen Meisterschaften tritt, und hat auf der Verbandsnetzseite ein Grußwort veröffentlicht.
Schlussendlich meinerseits noch der Appell: Auf- und mitgemacht, jede Menge Spaß sowie Erfolg! Und vor allem gesund, munter und zuversichtlich bleiben!

Wenn es den Anlass überhaupt noch braucht: Heute ist Weltfahrradtag

(Krefeld, Europa und die Welt, 03. Juni 2020) Selten zuvor hatte er eine dermaßen große Bedeutung wie in der  (noch) unabsehbar anhaltenden Phase der weltweiten Corona-Apokalypse. Denn mit alljährlichem Wiederholungcharakter ist am heutigen 03.Juni der Europäische Tag des Fahrrads und noch dazu der Weltfahrradtag. Eine ohnehin seit Jahren boomende Branche ist womöglich als eine der ganz wenigen momentan nicht auf irgendwelche staatliche Unterstützung oder Anschubhilfen angewiesen, droht ihr demzufolge auch nicht als letzte Konsequenz die Insolvenz.
Denn viele Menschen haben in den etlichen Wochen, wo organisierte Bewegung in Sportvereinen und Fitnessstudios untersagt war, den guten alten Drahtesel als Sportgerät wiederentdeckt. Sei es für Ambitioniertere das Rennrad oder Mountainbike, für schlichter Strukturierte das Trekking-, Holland- und normale Tourenrad. Nicht jede/r konnte da beliebig auf ein vernünftiges Fortbewegungsmittel aus dem eigenen Fundus zurückgreifen. Insbesondere nicht für Ausflüge im gesamten Familienverbund.

Fahrradfahren ist Balsam für Körper, Geist und Seele

Natürlich mussten die Händler im März und April ihre Läden auch erst einmal dicht machen. Doch seit sie wieder geöffnet haben, werden sie buchstäblich überrannt und ihnen die Räder aller Couleur aus den Händen gerissen. Glücklicherweise musste ich mich da nicht anstellen, bin seit je her bestens aufgestellt, habe in meinem hauseigenen Fuhrpark im Keller für quasi alle Fälle ein Rennrad, Trekkingrad, Hollandrad, Klapprad und seit Mai vorigen Jahres, seit ich denn nach meiner Bypass-Operation im Oktober 2018 wieder aufs bewegliche Rad steigen darf, ein E-Bike. Herz, Kreislauf und Ausdauer wollen schließlich gestärkt werden. Und ich bin weder der Jogger, Walker oder große Wanderer vor dem Herrn.
Ausgiebige Bewegung ist gerade in Zeiten wie diesen - nicht nur - für mich als Person der Risikogruppe M75 plus Vorerkrankung zur Stärkung des Immunsystems nun einmal unerlässlich. Nahezu tägliche Radtouren am tellerflachen Niederrhein von 30 bis 45 Kilometer im flotten Tempo durch Feld und Flur auf Nebenstrecken und/oder asphaltierten Wirtschaftswegen sind bei derzeit blühenden Landschaften nicht allein Balsam für den Körper, sondern obendrein für Geist und Seele.

Achtung: Produkt- und Schleichwerbung unter Werfern

So nicht schon geschehen, einfach mal ausprobieren. Doch Vorsicht vor Risiken und Nebenwirkungen, kann nämlich süchtig machen. Es muss nicht zwingend der Niederrhein sein. Das könnte zudem umständlich werden. Und noch ein bisschen Produkt- und Schleichwerbung unter uns Werfern. Wer sich was ganz Gutes tun will, der kann sich bei Diskuswerfer Hubert Berger aus Lagerlechfeld in Bayern sein Radl gewissermaßen maßschneidern lassen. Dort unterhält der zweifache Senioren-Weltmeister (jetzt M65) eine kleine, feine Fahrrad-Manufaktur, erreichbar auch online im Internet unter verlinkter Adresse.

Na, da schau her: NADA bedient sich Lampis als Informationsquelle

(Neustädt/Bonn/Krefeld, 04. Juni 2020) Schluss mit lustig! Die NADA, genauer Nationale Anti-Doping-Agentur mit Sitz in Bonn, hat ihre zwei Monate währende vornehme Zurückhaltung der kontrollfreien Komfortzone während der Hochkonjunktur der Corona-Krisenzeit aufgegeben. Es werden wieder Trainings- und da wo sie bereits stattfinden auch Wettkampf-Kontrollen durchgeführt. Das bekam auch der aus Spaß an der Freud kugelstoßende Wirtschaftsjurist Heiko Wendorf (*02.10.1970; national M50) vom Eisenacher LV zu spüren. Jedoch in keiner der beiden genannten Eigenschaften. Vielmehr als Veranstaltungsleiter des 4.Neustädter Kugel-Cups am 13.Juni 2020. Der noch 49-jährige Wahl-Thüringer erhielt Dienstag am Erscheinungstag unserer umfangreichen Vorschau auf das Meeting einen Anruf von einer Dame von der NADA. Justament mit dem Hinweis auf die von ihm federführend organisierte Veranstaltung.

Stelldichein von Athleten aus dem Kontrollpool

Woher sie das dann wisse, hat er sie daraufhin einigermaßen erstaunt gefragt, wie er gestern im Telefonat mit dem Verfasser dieser Zeilen erzählte. Und nun wird es zu unserer Freude und Erbauung interessant… „In dem Beitrag auf lampis.net“, lautete ihre Antwort, und zur Verdeutlichung buchstabierte sie unsere Internet-Adresse. Das wäre freilich nicht nötig gewesen, da sie Wendorf natürlich bekannt ist. Dass wir es auch bei der NADA sind, hätten wir indes nicht einmal vermutet. Bemerkenswert, wo wir so überall gelesen werden. Das geben die nacken Analysezahlen unseres
Webhosters" IONOS halt nicht her.
Die Quintessenz aus der Geschicht‘ ist jedoch die, dass in Neustädt mit Doping-Kontrollen zu rechnen ist, da sich hier etliche deutsche Spitzenkönner/innen und mit Bob Bertemes (PBL 22,22m) aus Luxemburg einer aus der absoluten Weltklasse tummeln werden, die dem Kontrollpool angehören. Spätestens über die wäre es auch bei der NADA/WADA aufgefallen, da die Elite der Erreichbarkeit wegen schon Tage vorher ihre Aufenthaltsorte angeben muss.
Für das besondere „Stille Örtchen“ mit der ominösen Aufschrift Anti-Dopingkontrolle hat denn Wendorf zusätzlich Sorge zu tragen, was er bei dem bisherigen Jedermann-Wettbewerb in den drei Auflagen zuvor nicht vorsehen musste. Womit einmal mehr bewiesen wäre, dass der „Teufel" im Detail steckt.

Nach Verhandlungsmarathon grünes Licht für 4. Neustädter Kugel-Cup

(Neustädt/Krefeld, 02. Juni 2020) Gerade im Sport sollte mit Superlativen sehr sparsam umgegangen werden. Sonst drohen sie einen bei allzu großzügiger Verwendung irgendwann auszugehen. Aber in diesem konkreten Falle ist es in Zeiten des Coronavirus-Krisenmodus‘ herunter gebrochen auf das Kugelstoßen durchaus angemessen zu konstatieren, dass ein ziemliches Spektakel in dem beschaulichen thüringschen 300-Seelen-Ort Neustädt am 13.Juni 2020 ins Haus steht. Nach einem wahren Verhandlungsmarathon mit dem Landratsamt, Gesundheitsamt und dem hilfreich unterstützenden, seine erste Kampfrichter-Riege abstellenden Thüringer Leichtathletik-Verband (TLV) erhielt DLV-Seniorensprecher und Initiator Heiko Wendorf (im Bild) vom Eisenacher LV endgültig grünes Licht für den 4.Neustädter Kugel-Cup (wir berichteten). Dieses ursprünglich als Jedermann-Wettbewerb mit einem schmückenden Rahmenprogramm für Senioren/innen konzipierte Meeting mutiert diesmal zum Gipfeltreffen der nationalen Elite aller Altersklassen von jung bis fortgeschritten.

Außer Christina Schwanitz alles von Rang vertreten

Dafür bürgt Kugelstoß-Bundestrainer Sven Lang, der diese Möglichkeit dankbar aufgegriffen hat, je acht Kaderathleten der Männer, Frauen sowie männlichen und weiblichen U-Klassen in Anbetracht des hinlänglich bekannten nicht vorhandenen Wettkampf-Angebotes in den Ring zu bringen. Dabei wird bis auf Christina Schwanitz (sie steigt erst im September in die Olympia-Vorbereitung ein) so ziemlich alles vertreten sein, was national Rang und Namen hat. Natürlich auch das deutsche Zugpferd David Storl (*27.Juli 1990), der kommenden Freitag an seinem Standort in Leipzig (Sachsen) noch als Muster ohne Wert einen Trainingswettkampf ausrichtet.

David Storl bekommt mit Bob Bertemes gehörige Konkurrenz

Wenn der 30-jährige in Lauerstellung (im Bild) in Form und körperlich fit ist, hat er gemeinhin hier zu Lande keine ernsthaften einheimische Kontrahenten zu fürchten. Das wird in Neustädt mit dem Luxemburger 22,22-m-Stoßer Bob Bertemes (*24.05.1993) ganz anders sein. Dem vor wenigen Tagen Geburtstag feiernden lediglich 1,87m „kleinen“ Drehstoßer eilt der Ruf voraus, im Training schon wieder über 22 Meter gestoßen zu haben. Da wird der 1,99m große, seit Jahren stagnierende antiquierte Rückenstoßtechniker Storl (Bestweite 22,20m aus 2015) wohl mit mehr Differenz das Nachsehen haben, als es jene zwei Zentimeter der absoluten Bestleistungen aussagen. Interessant und brisant dürfte es dennoch werden. Nicht nur in der momentan allerdings darbenden freien Wirtschaft belebt Konkurrenz das Geschäft.

Kugel-Cup wird zur Dreierserie ausgeweitet

Da der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) erst heute entscheidet, ob und wann die Deutschen Meisterschaften der Männer/Frauen in Braunschweig stattfinden werden, haben Wendorf und Lang in Absprache vorsorglich entschieden, diesen Kugel-Cup mit weiteren Meetings am 19.Juli und 01.August 2020 jeweils auf dem Wurfplatz hinter der Erfurter Leichtathletikhalle als Dreier-Serie auszuweiten. Nach jetzigem Kenntnisstand werden wegen der Erfüllung der hohen Auflagen aus Sicherheitsgründen nirgendwo Zuschauer zugelassen.

Bei Senioren/innen noch einige Plätze zu vergeben

Bliebe noch das dritte Doppelpack der insgesamt sechs Wettbewerbe über etwa vier Stunden in Neustädt (der genau Zeitplan wird noch festgezurrt). Das schnürt Wendorf mit den beiden Konkurrenzen der männlichen und weiblichen Ü30-Generation selber. Es wird angeführt von Vorzeige-Senior und Thüringens Lokalmatador Andy Dittmar (M45; im Bild) von BiG Gotha. Aber es sind hier wie da noch einige Plätze für altersgemäße Spitzenkönner zu vergeben. Meldungen bis zum 08.Juni 2020 unter der E-Mail-Adresse
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