Überraschung gelungen: Hermann Albrecht war restlos überwältigt

(Haßloch/Satteldorf/Krefeld, 27. September 2020) Überraschung! Und die wäre vollauf gelungen. Hermann Albrecht (*1940) von der Spvvg. Satteldorf  in Baden-Würrtemberg ist zwar bekennender LAMPIS-Stammbesucher, die Lektüre gehört allmorgendlich zum Frühstück wie die Tageszeitung. Aber da er sich gestern frühzeitig auf den 150 Kilometer langen Weg in die Pfalz zum Einladungswettkampf der TSG Haßloch gemacht hatte,  wusste er noch nichts von seinem beschriebenen Glück in unserem erst um 10:30 Uhr erschienenen Beitrag. Taktik aufgegangen.
Denn just dort vor Ort wurde dem „Herminator“  die von LAMPIS, namentlich dem Verfasser dieses Beitrages, gestiftete Trophäe für den Gewinn der klassenübergreifenden Wertung im Wurf-Fünfkampf bei der virtuellen Senioren-Weltmeisterschaft von Phoenix-Frontmann und Sportkamerad Gerhard Zachrau aus Mutterstadt mit ein paar launigen Worten überreicht. Der 80-Jährige war hin und weg, kannte zwangsläufig das Schmuckstück noch nicht und war der Meinung, es würde ihm per Paketpost ins Haus geschickt (so war es auch vorgesehen, bis TSG-Organisator Stefan Münch diesen prima Vorschlag machte).

Durchgefroren und von Krämpfen geschüttelt noch 5.183 Punkte

Kurz nach seiner abendlichen Rückkehr rief mich der noch unter diesen Eindrücken stehende Ausgezeichnete an und bedankte sich überschwänglich. „Dieses Unikat ist einfach Weltspitze. Ich bin restlos überwältigt und freue mich riesig“, sprudelte es unter anderem aus ihm heraus. Das war übrigens nicht alles, was er mit nach Hause nahm. Für die beste Tagesleistung erhielt der doppelte Weltrekord-Halter vom Veranstalter einen großen Korb mit frischem Gemüse aus der Pfälzer Region. Natürlich auch sehr zur Freude seiner Frau Teodora, die für die Beilagen der Speisen in den nächsten Tagen schon keine Einkäufe mehr zu machen hat.
Ab der vierten Disziplin von 10 Grad Temperatur sowie noch kühlerem Wind durchgefroren und Muskelkrämpfen geschüttelt, haderte der aktive Ehrengast mit seinen Weiten mit Diskus (26,90m) und Speer (29,98m). Da er jedoch zuvor mit Hammer (49,02m), Gewicht (18,40m) und Kugel (12,45m, BW-Rekord um fünf Zentimeter verbessert) schon ein sehr ordentliches Fundament gelegt hatte, reichte es in der Endabrechnung noch zu dem Weltklasse-Resultat von 5.183 Punkten. Der Mann der kann’s einfach. Selbst wenn es nicht perfekt läuft. Das ist freilich bei fünf möglichen „Stolpersteinen“ ohnehin Wunschdenken.

Hermann Albrecht und Oneithea Lewis gewinnen die LAMPIS-Trophäen

(Haßloch/Krefeld, 26. September 2020) Einer von Zeitungsmachern alten Binsenweisheit folgend, wonach die Leser angeblich vergesslich sein sollen, erläutern wir zum besseren Verständnis die Vorgeschichte. Aus Anlass der für die ausgefallene Masters-WM 2020 im kanadischen Toronto hat Ideenlieferant und Hammerwurf-Ass Gottfried Gassenbauer (*1958/M60) aus Wien zusammen mit befreundeten Gleichgesinnten die – eingedeutscht -  Virtuellen Senioren-Weltmeisterschaften aus der Taufe gehoben (siehe Link). Speziell aus alter Verbundenheit zu dem Wiener „Hans Dampf in allen Gassen“ habe ich spontan als Rechteinhaber von LAMPIS hochwertige, dekorative Trophäen für die klassenübergreifend Punktbesten im Wurf-Fünfkampf der Frauen und Männer ausgelobt. Natürlich mit unserem diesen Vielseitigkeitswettbewerb charakterisierenden schmucken Cartoon vom Niederländer Erwin Suvaal versehen.

Vorschusslorbeeren für die Preise aus Acryl

Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Zunächst musste der Meldeschluss für die in offiziellen oder selber organisierten Wettkämpfen erzielten Leistungen der 1.491 Startwilligen aus 61 Nationen und sechs Kontinenten feststehen, überprüft und ausgewertet werden. Erst als dann die beiden Erstplatzierten der W- und M-Klassen feststanden, konnten Entwurf, Gestaltung und Herstellung der ein wenig außergewöhnlicheren, moderneren Art von „Pokalen“ in Angriff genommen werden. Schließlich sollten sie auch von den Namen und Punktzahlen der Protagonisten geziert werden. Kurzum: Das Werk ist vollbracht. Es fand das einhellige Lob von Gassenbauer („Sehr schön sind sie, die Preise!“) sowie Lampis-Gründervater und Grafik-Designer (!) Peter Holthuijsen („Echt edel, Kompliment!“). Dies gibt der Hoffnung Ausdruck, dass sie auch den beiden preiswürdigen Würdenträgern gefallen werden. Vorab an dieser Stelle zumindest schon mal optisch sichtbar. Kein Vergleich indes zum Original-Zustand. Obendrein ließen sich die leichten Spiegelungen und Verzerrungen beim Abfotografieren nicht vermeiden.


Ein Erstplatzierter wie aus dem Drehbuch

Ein Drehbuchautor hätte es nicht besser inszenieren können. Wenn diese Auszeichnung bei den Senioren einer verdient hat, dann Hermann Albrecht (*1940/M80) von der Spvvg. Satteldorf in Baden-Württemberg. Der „Herminator“ und Ed-Burke-Bezwinger der Winterwurf-WM an Ostern 2012 in Jyväskylä (Finnland) im Hammerwurf stellte am 18.Juli 2020, dem Schlusstag für die Anmelde-Modalitäten zu dieser Challenge", in Osnabrück mit 5.317 Punkten einen neuen Weltrekord im Wurf-Fünfkampf auf, dazu mit 50,69m im Hammerwurf (wir berichteten). Der mit 1,73m Körpergröße und rund 70 Kilo Gewicht krasse Gegenentwurf eines Werfers bekommt diese Auszeichnung, gewissermaßen in meiner Vertretung, vom in der Werfer-Szene weithin bekannten Gerhard Zachrau (Mutterstadt) heute beim Einladungswettkampf in Haßloch überreicht. Eingefädelt hat das freundlicherweise Stefan Münch.

US-„Girl“ bekommt die Auszeichnung via DHL zugesendet

Derartiges verbietet sich beim weiblichen Pendant leider aus Zeit- und mehr noch Kostengründen. Denn es handelt sich um die dunkelhäutige US-Amerikanerin Oneithea Lewis (M60, im Bild). Sie hat ihren Wohnsitz im fernen Oakland Gardens im Bundesstaat New York. Die Auszeichnung wurde heute per DHL auf den etwa 6.000 Kilometer weiten Weg gebracht.
Das fortgeschrittene 60-jährige US-Girl ist kein unbeschriebenes Blatt bei den Masters, hält aktuell insgesamt acht Weltrekorde in verschiedenen Altersklassen zwischen W40 und 50 im Hammerwurf, Gewichtwurf und Wurf-Fünfkampf. Auch jene in die Wertung eingeflossenen 5.049 Punkte wären Weltrekord (4.727) gewesen, so sie denn nicht in einem Training unter Wettkampf-Bedingungen erzielt worden wären.
Pech gehabt! Zumindest in diesem Falle nur Selters statt Sekt. Nicht jedoch bei uns. Da gibt‘s die vollwertige Trophäe. LAMPIS wurde als Sponsor der Auszeichnungen auf der Veranstalter-Netzseite genannt.
Es lohnt ein etwas genauerer Blick, wie die gute Oneithea im Nike- und Trump-Land gewandet und beschuht ist: Mit den berühmten drei Streifen von ADIDAS aus
Good old Germany". Das hat doch was... und so rein gar nichts vom America first" eines schändlichen Egomanen von US-Präsidenten. Da darf getrost ein wenig gefeixt werden.

Offizielle Endstände der besten Sechs

Senioren: 1. Hermann Albrecht, Deutschland, M80, 5.317 Punkte; 2. Östen Edlund, Schweden, M85, 4.920;
3. Burton Haupt, Südafrika, M55, 4.610; 4. Walter Krifka, Österreich, M80, 4.406; 5. Eric Cole, USA , M50, 4.401; 6.Makoev Gennadiy, Russland, M70, 4.306.
Seniorinnen: 1. Oneithea Lewis, M60, 5.049 Punkte, 2. Myrle Mensey, beide USA, W70, 4.856; 3.Heleen Knobel, Südafrika, W55, 4.629; 4. Margret Klein-Raber, W55, 4.539; 5. Eva Nohl, beide Deutschland, 4.485; 6. Angela Herzner, USA, W45, 4.292.

Herbert E. Müller als leibhaftiger Wanderpokal im WDR-Magazin "Quarks"

(Grevenbroich/Dormagen/Krefeld, 24. September 2020) Einmal losgelöst von der unwirklichen Wirklichkeit dieser Corona-Apokalypse, die uns jeder Menge Lebensqualität beraubt, möchten wir alle doch möglichst alt werden. Bevorzugt bei bester Gesundheit und wachem Geist, dann irgendwann jenseits der Neunzig buchstäblich aus Altersschwäche im Kreise der Lieben selig ins Jenseits dahin zu dämmern. Aber das Leben ist nun mal leider kein Wunschkonzert, der Tod ebenfalls nicht. Gleichwohl steigt die Lebenserwartung aufgrund vieler Begleiterscheinungen und Faktoren stetig, werden derzeit in Deutschland geborene Frauen durchschnittlich 83,6 Jahre alt, die vermeintliche Krone der Schöpfung, wir Männer also, dagegen mit 78,9 fast vier Jahre weniger. Dafür gibt es auch gute, richtiger: schlechte Gründe, die wir an dieser Stelle nicht näher beleuchten wollen.

Alt zu werden ist nicht allein eine Gnade

Fakt ist aber auch, wie der bei verhältnismäßig körperlich gutem Zustand und insbesondere geistiger Frische 96-jährig im Februar 2017 friedlich für immer eingeschlafene Wurf-Allrounder Philipp Frech (doppelte Duplizität zu Ilse Pleuger; siehe gestrigen Nachruf) aus Köln stets bekräftigte, dass alt zu werden nicht allein eine Gnade, sondern dazu ein Verdienst sei. Nämlich was für sich an Körper, Geist und Seele zu tun. Halt unter anderem Sport zu treiben. Täglich, und sei es lediglich eine15-minütige Morgengymnastik noch vor dem Frühstück. Ob das alle derzeit 718.000 (kein null zu viel!) über 90-Jährigen in Deutschland praktizieren, wissen wir logischerweise nicht. Allerdings von dem buchstäblich dem Alter davonlaufenden Vorzeige-Senior Herbert E.Müller (*12.11.1929) vom TSV Bayer Dormagen mit Wohnsitz in Grevenbroich schon. Der gegönnt beneidenswerte Mann scheint irgendwann in einen Jungbrunnen gefallen zu sein. Obendrein sieht der Kerl verteufelt gut aus, könnte glatt Modell stehen für
Neunzig, die neue Achtzig".

Bei Casting-Agenturen hat er einen roten Reiter

Mittlerweile ist der amtierende deutsche Senioren-Leichtathlet des Jahres (auch schon 2017) zum leibhaftigen medialen Wanderpokal mutiert, wenn es sich irgendwo und irgendwie um „fitte Alte“ dreht. Er hat bei den Casting-Agenturen in diesem Genre offenbar einen roten Reiter. Zuletzt war „Herbie“ (den Spitznamen hatte er bereits vor dem Film „Ein toller Käfer“ von 1968; heutzutage ist allerdings das seriösere Herbert angesagt) Dienstagabend im  Wissensmagazin „Quarks“ vom WDR mit dem Titel „Die Formel für ein langes Leben – Was Forscher über das Altern wissen!“ zu sehen und hören. Da es eh viele wegen irgendwelcher Hinderungsgründe oder anderer (Fernseh-)Gewohnheiten nicht live gesehen haben – der Beitrag ist jederzeit unter „Sendung verpasst“ in der Mediathek (siehe Verlinkung) abrufbar.

WDR-Team an drei Tagen auf seinen Fußspuren

Na, jedenfalls ist der sehr bald 91-Jährige von einem WDR-Team (siehe Foto) an drei Tagen in diesem August beim gemeinsamen Training mit seinem etwas jüngeren Klub- und Staffelkameraden Fred Ingenrieth (*1934) im Rheydter Grenzlandstadion in Mönchengladbach, bei einer Einheit mit der Dormagener Gruppe im dortigen Bayer-Sportzentrum und bei einem Leistungstest (er überlässt rein gar nichts dem Zufall) an der Deutschen Sporthochschule Köln begleitet sowie befragt worden.
Da ich als langjähriger Weggefährte weiß, dass sich Herbert und seine geliebte Sportart bestens „verkaufen“ kann, lohnt es garantiert, sich die Aufzeichnung gemütlich und genüsslich anzuschauen.
Meinerseits steht es bei Zeit und Muße ganz oben auf der Agenda.

Als Krisenmanager ist "Präses" Kaschke eine absolute Nullnummer

Kolumne

Moment mal

(Braga/Madeira/Krefeld, 25. September 2020)
So viel hohntriefende Schadenfreude muss einfach mal sein. Lampis-Leser wissen nicht nur mehr, sondern es vor allem eher. Der durch erhärtete Tatsachen Beispiele gibt es reichlich, kann von selbstgefälligem Eigenlob keine Rede sein. Neuerliche Kostprobe aus dem großen Fundus gefällig? Herzlich gerne! Gedrängt durch die Entscheidung der portugiesischen Ausrichterstadt Braga sah sich Präsident Kurt Kaschke im Namen des Präsidiums der European Masters Athletics (EMA) die auf Januar 2021 verschobenen Senioren-Hallen-EM mit Winterwurf nunmehr in einer Verlautbarung auf der EMA-Netzseite abzusagen. Endlich, wird der halbwegs gescheit Denkende bei all den unveränderten oder sich gar verschlimmernden Begleitumständen in Sachen dieses elendigen Corona-Viruses konstatieren (COVID-19 ist die Erkrankung, die daraus entstehen kann, nicht muss, Herr Kaschke!).

Hallen-EM abgesagt, die im Straßen- und Crosslauf (bislang) nicht

Und die Moral von der Geschicht‘, als Krisenmanager taugt er nicht, der Präsidialherr (im Bild) mit den multiplen Wohnanschriften Freudenstadt, Gütersloh und Assafora (Portugal). Aber zur Schadenfreude, die selbstverständlich nicht den Startwilligen aus aller Herren Länder gilt, denen der Vernunft gehorchend ein weiteres Großereignis durch die Lappen geht: Bereits in einem mahnenden Beitrag vom 08.September 2020 haben wir die beabsichtigte Ausrichtung dieser Europameisterschaften in den Bereich von Märchen und Sagen verwiesen – und damit voll ins Schwarze getroffen.
Doch nicht nur das. K.K. freut sich in derselben Erklärung, demnächst die Teilnehmer*innen an der Straßen- und Crosslauf-EM auf Madeira (29.-31.Oktober und 6.-8.November 2020) begrüßen zu dürfen. Wie bitte? Auch das halten wir in Geschäftsführung ohne Auftrag für ein Ding der Unmöglichkeit und haben es mit Fakten angereichert schon benannt. Das wollen wir jetzt nicht alles im Stile des Rindviechs wiederkäuen, verweisen auf den entsprechenden Artikel.

Ausrichtung wäre in höchstem Maße unverantwortlich

Allerdings noch dies: Inzwischen hat sich die Corona-Situation hier zu Lande und um uns herum in Europa drastisch verschärft, erklärte die Bundesregierung etliche Länder zu Risikogebieten und hat Reisewarnungen ausgesprochen. Das sollte sich die unfähige Funktionärsriege mal in aller Ruhe zu Gemüte und vor Augen führen. Alles andere als weitere Absagen wären in hohem Maße unverantwortlich. Sogar ausgesprochen leichtfertig bis hin zur billigend in Kauf genommen leicht möglichen Körperverletzung. Schenken wir uns noch schlimmere Szenarien. Die Unversehrtheit des Menschen hat stets Vorrang vor allen anderen sportlichen und monetären Interessen. Basta!
Oder soll hier etwa der Spruch No risk, no fun" (Kein Risiko, kein Spaß) fröhliche Urständ' feiern?

Sportlich Weltreisende Ilse Pleuger tritt ihre ultimativ letzte Reise an

(Kiel/Krefeld, 23. September 2020) Ohne darüber Buch zu führen, schreibe und veröffentliche ich gefühlt mehr Nachrufe über bekannte (Senioren-)Leichtathleten, als Laudationen runder Geburtstage im fortgeschrittenen Alter in diesem Bereich. Dieser Einstieg verheißt es bereits, um was es geht. Kugelstoßerin und Diskuswerferin Ilse Pleuger (*19.November 1923 in Kiel) ist vergangenen Samstag in ihrer Geburtsstadt an der „Waterkant“ fast 97-jährig im Beisein ihrer beiden Töchter friedlich für immer eingeschlafen. Fraglos ein strammes Alter, dazu bei ihr in einem auch sportlich erfüllten, nun einmal für alle endlichen Leben. Und doch ist es speziell für die Angehörigen stets zu früh, wenn ein geliebter Mensch gehen muss. Die Verstorbene (im Bild) war bereits seit 1997 Witwe, hinterlässt in direkter Linie zwei sehr erwachsene Kinder im Alter von 70 und 66 Jahren.

Eine der fünf Hauptpersonen im Dokumentarfilm „Herbstgold“
 
Selbst bei wesentlich jüngeren Generationen wird es bei dem Namen Ilse Pleuger klingeln. Sie war eine der fünf Protagonisten zwischen Achtzig und Hundert aus der Leichtathletik in dem viel beachteten, mehrfach auf Festivals preisgekrönten und mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ versehenen 94-minütigen Dokumentarfilm „Herbstgold“ von Regisseur und Drehbuch-Autor Jan Tenhaven. Er feierte seine Weltpremiere am 04.Mai 2010 im kanadischen Toronto. Manche unserer Leser werden ihn entweder im Kino oder irgendwann später beim NDR, WDR oder auf dem Kulturkanal Arte (sie waren Co-Produzenten) gesehen haben. Jedenfalls haben wir auf LAMPIS seinerzeit bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Werbetrommel gerührt. Denn seriöse Beiträge über Senioren-Sportler, dazu in dieser Ausführlichkeit von Spielfilmlänge, waren damals mehr die Ausnahme als die Regel.

Verbriefter O-Ton: „Mit der Murmel stoße ich nicht“

Als 52 Jahre lang (1966 – 2018) aktiver Kugelstoßer hatte ich das große Vergnügen der sehr aufgeweckten, aufgeschlossenen und außerordentlich amüsant plaudernden Sportkameradin bei nationalen wie internationalen Wettkämpfen persönlich zu begegnen. Als für das obere weibliche Alterssegment die 2-Kilo-Kugel eingeführt wurde, sagte sie bei irgendeiner Gelegenheit zu mir: „Mit der Murmel stoße ich nicht. Das hat mit Kugelstoßen nichts mehr zu tun.“ Sprach‘s und hielt sich konsequent daran, so manche Titel und Medaillen in den Wind schießend. Ein ausführliches Porträt mit Foto und Statistikteil hat Bernd Rehpenning dem nunmehr erloschenen Nordlicht mit der zwischenzeitlichen Wahlheimat Duisburg auf seinem Internet-Portal results-model2010 gewidmet.
Wann oder wo die ehedem Weltreisende in Sachen Sport ihre ultimativ letzte Reise antreten wird, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.