DLV verschleißt mit mangelnder Information Senioren/innen für dumm

Kolumne

Moment mal

(Darmstadt/Krefeld, 07. Dezember 2019)
Nichts Konkretes weiß man nicht. Das dafür allerdings ganz genau. Einmal mehr Service- und Informationswüste Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV). Wenn wir nicht eine für den internen Gebrauch bestimmte Rundmail vom DLV-Senioren-Beauftragten David Deister veröffentlicht hätten, wäre überhaupt nicht publik geworden, dass die Deutschen Hallen-Meisterschaften mit Winterwurf der Ü35-Generation im kommenden Frühjahr auszufallen drohen. Explizit, falls sich bis zum gestrigen Nikolaustag (wie sinnig) kein Ausrichter mit einer „belastbaren Absichtserklärung“ finden würde. Das Ultimatum ist bei Blick auf den Kalender nunmehr verstrichen. Mit welchem Ergebnis? Wieder nix!. Bislang jedenfalls. Der Dachverband verschleißt mit mangelhafter bis überhaupt nicht stattfindender Kommunikation seine Senioren/innen für dumm.

Aktualisierter Rahmenterminplan zur allgemeinen Verunsicherung

Stattdessen wurde gestern ein aktualisierter Rahmenterminplan 2020 ins Netz gestellt. Der trägt allerdings in mehreren Punkten zur allgemeinen Verunsicherung bei. Da wird besagte DM noch aufgeführt und nicht ersatzlos gestrichen. Jedoch weiterhin ohne Austragungsort und entsprechendem Landesverband. Wie Lampis von hinten durch die kalte Küche erfahren hat, wird weiterhin unterhalb der (unfähigen und interessenlosen) Führungsebene fieberhaft nach einer Lösung gesucht.
Derweil wurde jetzt als Schauplatz für die DM im Wurf-Fünfkampf (22./23.August) Zella-Mehlis genannt, mithin bestätigt, was wir in unserem ausführlichen Beitrag vom 29.November bereits beschrieben haben. Vakant bleibt beim DLV die Mehrkampf-DM (20./21.Juni), die nach unseren Informationen ebenfalls in der bewährten und erprobten dortigen
Arena schöne Aussicht" stattfinden sollen.

Was nun: Baunatal in Hessen oder Lage in Westfalen?

Dann zaubert der DLV noch das DAMM-Finale irgendwann im September mit dem Ort der Handlung Lage in Westfalen aus dem Hut. Darüber ist der Hessische Leichtathletik-Verband /HLV) indes sehr überrascht, der sich mit Baunatal für den 19.September 2020 beworben hat. Wobei wir nicht wissen, wie „belastbar“ die ist/war. Doch immerhin fand an dieser Stelle im Vorjahr der Endkampf auf Bundesebene statt.
Bleibt noch die vermeintlich offene Stadion-DM. Und auch hier haben wir bereits erfahren, dass es einen Bewerber von Rang und Namen gibt. Fortan harren wir mehr oder weniger geduldig also der Dinge, die da irgendwann nach halbwegs gesundem Menschenverstand zwangsläufig kommen müssen. So oder so.
Vorab wünschen wir jedoch schon mal in Richtung der Geschäftsstelle in Darmstadt „Gute Besserung, Frohe Weihnachten und einen tunlichst unfallfreien Rutsch anno domini 2020!“. Mitunter, so die Überlieferung, gibt’s der Herr den Seinen ja im Schlaf. Das wäre das Einfachste. Allerdings drängt sich eher der Verdacht auf, dass der Auftrag  der – nicht – handelnden Personen dermaßen geheim ist, dass sie selber nicht wissen was sie tun (müssten).

Just am heutigen Nikolaustag feiert Lampis zehnjähriges Bestehen

(Krefeld, 06. Dezember 2019) Heute ist das hier zu Lande, was in den Niederlanden mit Sinter Klaas bereits gestern war: Nikolaustag. Dazu gibt es allerlei Brauchtum, das verrückterweise (was anderes fällt mir dazu nicht ein) in unserer multikulturellen Gesellschaft zur Diskussion gestellt wird. Davon können auch unseren westlichen Nachbarn ein traurig‘ bis garstig‘ Lied singen. Gut respektive schlecht, lassen wir das. Aber der Nikolaustag hat speziell für Lampis im kleinen Grenzverkehr noch eine weitere Bedeutung. Just vor nunmehr exakt zehn Jahren erschien die niederländisch-deutsche Co-Produktion von Gründervater Peter Holthuijsen (im Bild) sowie seiner drei leichtathletik-affinen Sportfreunde Jan Titulaer, Henk van Bakel und Axel Hermanns, allesamt aus der Fraktion Stoß/Wurf, erstmals in deutschsprachiger Version im Netz, das sich da World Wide Web nennt. Seither ist eine Menge Wasser den Rhein und die Maas heruntergeflossen, um im geografischen Bild der vier Initiatoren zu bleiben.

Im Dienste der gemeinsame Sache Senioren-Leichtathletik

Das war auch mit etlichen Veränderungen verbunden. Es würde diesen Rahmen bei Weitem sprengen, das nun haarklein Revue passieren zu lassen. Was geblieben ist, dass wir unserem eigenen Anspruch gerecht werden wollen, möglichst an sieben Tagen in der Woche (höhere Gewalt, wie gerade erst, einmal ausgenommen) mindestens mit einem neuen Beitrag täglich zu informieren, kommentieren, glossieren oder einfach schlicht zu unterhalten. Ohne uns hier selber auf die Schulter klopfen zu müssen, dürfen wir mit Fug und Recht aufgrund der Beurteilung Dritter konstatieren, die Interessen der Senioren-Leichtathleten in der Außendarstellung angemessen wahrzunehmen und zu vertreten. Falls nötig, nicht nur mit rhetorisch feiner Klinge, sondern auch bisweilen mit dem Säbel.
Hauptsache, es dient der gemeinsamen Sache. Und in diesem Stile soll es auch (vorerst) weitergehen. Wobei zehn Jahre „aus reinem Spaß an der Freud'“  für den überwiegenden Alleinunterhalter Axel Hermanns mit gelegentlichen Gastautoren schon von einem gerüttelt Maß an Durchhaltevermögen zeugen. Daraus macht er freilich keinen Hehl, dass die Lust auch schon mal zur Last werden kann.

Angelehnt an einen Roman-Titel: Im Osten (fast) nichts Neues

(Bad Blankenburg/Krefeld, 03. Dezember 2019) Es durfte wieder gewählt werden im Freistaat Thüringen. Nein, nicht abermals politisch. Was auch nicht unsere Baustelle wäre. Die waren bereits Ende Oktober. Diesmal ist im gelobten (Bundes-)Land auf dem Veranstaltungssektor der Senioren-Leichtathletik eben just diese Sportart an der Reihe mit den Neuwahlen zum Thüringer Leichtathletik-Verband (TLV) gewesen. Grobes Fazit in Anlehnung an einen Roman-Titel von Erich Maria Remarque: Im Osten (fast) nichts Neues. Der erneut kandidierende Heinz-Wolfgang Lahmann aus Struth-Helmersdorf wurde von den „rund“ 30 Delegierten (geht es bei einer so kleinen Zahl nicht genau?) beim Verbandstag in Bad Blankenburg mehrheitlich in seinem Amt als Präsident bestätigt.

Ein arger Dämpfer für die brodelnde Gerüchteküche

Ob das nun einen positives Signal ist, vermögen wir aus der Fernsicht nicht zu konstatieren (oftmals herrscht allein helle Freude darüber, eine solche Position besetzen zu können). Jedenfalls verbinden sich mit seinem Namen nicht die gerüchteweise geäußerten vagen Hoffnungen, dass die noch vakanten und alsbald vor dem Aus (06.Dezember) stehenden Deutschen Senioren-Hallen- und Winterwurf-Meisterschaften 2020 in einer Art Feuerwehr-Akt wieder in Erfurt stattfinden würden. Da sind es nach Kenntnis von Kugelstoß-Gigant Andy Dittmar aus Gotha die Kampfrichter, die bei jahrelanger Überforderung mit der „Roten Karte“ abgewinkt haben.
Mehr zur Wahl unter www.tlv-sport.de.

Aufgrund technischer Probleme derzeit keine Berichterstattung moeglich

(Krefeld, 05. Dezember 2019) Normalerweise lautet unserer Credo taeglich einen neuen Beitrag online zu stellen. Stammbesuchern wird es bereits gestern aufgefallen sein, nichts Neues vorgefunden zu haben. Das ist schlicht technischen Problemen geschuldet, dass wir auch heute und morgen nicht in gewohnter Form auf Sendung gehen koennen (was auch schon an der Schreibweise fuer Umlaute erkennbar wird).
Deshalb in aller Kuerze: Heute ist der Internationale Tag des Ehrenamtes, der Verfasser dieser Zeilen darf einen runden eckigen Geburtstags feiern, vollendet sein 75.Lebensjahr, und vor dem Amtsgericht Darmstadt wird ab 14 Uhr das vom Europaeischen Gerichtshof (EuGH) in Louxemburg City zurueck verwiesene Verfahren zum Auslaenderstartrecht zur Klage des italienischstaemmigen Berliner Sprinters Daniele Biffi verhandelt, ueber das wir im Vorfeld mehrfach
berichtet haben.

Fürst Pückler reduziert sich nicht auf die nach ihm benannte Eissorte

(Krefeld 02. Dezember 2019) Stellen wir uns auf eine winterliche Eiszeit ein. Nachtfrost haben wir bereits in den meisten Regionen unserer 16 Bundesländer. Für Laternen-Parker ein mühseliges morgendliches Geschäft beim Scheiben sauber kratzen. Aber das ist lediglich die kalendarische Überleitung zu Eis in essbarer Konsistenz, das Schleckermäulern auch in der bald beginnenden vierten Jahreszeit zum Nachtisch und sonst wann mundet. Wer kennt es nicht, das Fürst-Pückler-Eis aus den drei Geschmackssorten Schokolade, Vanille, Erdbeere oder Himbeere?!. Benannt ist es nach dem Landschaftsarchitekten, Schriftsteller und Weltreisenden Fürst Hermann Ludwig Heinrich Pückler-Muskau (1785-1871). Was indes – Hand aufs Herz – garantiert weniger bekannt ist, dass der geniale Parkgestalter auf einer Studienreise nach Großbritannien einen Begriff kennenlernte, den er in die deutsche Sprache einführte.

…er führte auch das Wort Sport in die deutsche Sprache ein

Und damit sind wir endlich bei unserem originären Thema. Es handelt sich um das Wort Sport. Pückler selber beschrieb es im Oktober 1828 so, dass es gleichermaßen unübersetzbar sei wie etwa Gentleman. Ohne das jetzt und hier auszuwalzen, gibt es dafür noch etliche Beispiele. Durchaus mit Anleihen aus unserer schönen, vielfältigen und ausdrucksstarken deutschen Sprache, die genau genommen nicht auf den immer stärker um sich greifenden und gedankenlos verwendeten Anglizismus, von Fachbegriffen mal abgesehen, angewiesen wäre. Da wird dann mal schnell aus dem guten alten Zeugwart der Equipment Manager. Bekloppt! Oder etwa nicht?