Klaus Kynast steigerte die eigene deutsche Jahresbestmarke auf 4.023

(Ahrweiler/Krefeld, 18. April 2018) Wettkampf ist das beste Training. Wenn einer diese sicherlich nicht allgemeingültige These verinnerlicht hat, dann ist es der für den ASC Dortmund startende Wurf-Allrounder Klaus Kynast (*1949) aus Hagen. Eine Woche nach seiner deutschen Jahresbestleistung (3.980 Punkte) im Wurf-Fünfkampf der M65 von Borken (Hessen) setzte er noch einen drauf. Der im letzten Jahr (!) seiner Altersklasse stehende Westfale „erklomm“ bei einem Werfertag im Rhein-Ahr-Stadion in Sinzig mit 4.023 Punkten den begehrten „Viertausender“ und erreichte damit zugleich das klassenübergreifend beste Resultat in diesem Vielseitigkeitswettbewerb für die Fraktion Stoß/Wurf.

Zweimal kurz vor dem Abgrund

Dabei bemühte der noch 68-Jährige freilich eine weitere Binsenweisheit, wonach ein Wettkampf kein Wunschkonzert ist. Gerade in einem Mehrkampf. Zweimal stand er nach je zwei ungültigen Versuchen – um beim Sprachbild zu bleiben – kurz vor dem Abgrund. Das ausgerechnet in seinen punkteträchtigen Paradedisziplinen Diskus und Hammer. Er bezifferte durch die erforderlich gewordenen Sicherheitswürfe den Verlust auf rund 200 Zähler. Was andererseits bedeutet, dass noch reichlich Luft nach oben weht. Seine Einzelleistungen in der nicht klassischen Abfolge (siehe unsere Kopfleiste): Kugel: 12,31m, Speer 31,03m, Diskus 40,09m, Gewicht 16,71m, Hammer 39,77m.
Die sympathische, stets gut gelaunte Luxemburgerin Mireille Tonizzo-Kosmala (*1968) nutzte die Gunst der deutschen Stunde als noch nicht 50-Jährige in der W50 starten zu können und erzielte formidable 17,23m im Gewichtwurf.
Für Sprachbewahrer gibt es in der verlinkten Online-Ergebnisliste mit Werfer-Fünfkampf und Gewichtswurf wieder ordentlich was auf die Augen. Manche lernen es nie, obwohl wir nicht nur diesbezüglich den Wanderprediger geben. Aber was soll der einsame Rufer in der Wüste schon ausrichten? Müde werden wir trotzdem nicht!