Heinz Peters verstarb heute im 74. Lebensjahr an Nierenversagen

(Mönchengladbach/Krefeld, 08. August 2016) Bedauerlicherweise gehört auch das zur Chronistenpflicht, obgleich zur traurigsten und unangenehmsten. Insbesondere wenn persönliche Betroffenheit dazu kommt, wie in diesem konkreten Falle. Mein langjähriger (Sport-)Freund Heinz Peters (*18.Oktober 1942), mit dem ich gemeinsam die Schulbank auf der Handelsschule in Krefeld gedrückt habe, ist heute um 6.36 Uhr nach kurzem stationären Aufenthalt in einem Mönchengladbacher Krankenhaus an Nierenversagen verstorben. Er muss gespürt haben, wie schlecht es gesundheitlich um ihn bestellt war. So es ein kleiner Trost für alle gewesen sein mag, konnte er sich gestern Nachmittag in/an seinem Krankenbett von allen engsten Angehörigen und seiner langjährigen Lebensgefährtin Maria Lang mit den Worten „Lasst mich gehen!“ verabschieden. Maria war es auch, die mir gegen 10 Uhr die traurige Kunde telefonisch mittteilte.
Heinz Peters war bis in den Seniorenbereich hinein ein passabler Viertelmeiler und Mittelstreckler. Dabei ein großer Befürworter und Verfechter von Mannschaftswettkämpfen, um der Individual-Sportart Leichtathletik das Gemeinschaftserlebnis ab gewinnen zu können. Das passte vortrefflich zu seiner sehr geselligen, offenherzigen Lebenseinstellung. So war es nicht weiter verwunderlich, dass ihm das – nicht finanziell – trockene Brot des gelernten und diplomierten Finanzbuchhalters irgendwann nicht mehr schmeckte. Er machte sich als Sportartikel-Großhändler unter dem Kürzel SP (Sport Peters) selbständig und nach üblichen Anfangsschwierigkeiten schon sehr bald einen hervorragenden Namen als verlässlicher Partner bei seinen Kunden, aber auch Lieferanten. Immerhin war er bis zu seinem endgültigen Ausstieg aus dem  Berufsleben (31. Dezember 2015) 28 Jahre europäischer General-Importeur des bedeutendsten Glasfiberstab-Produzenten UCS/Spirit aus den USA. Alle dieses Produkt bevorzugenden kontinentalen Asse der „Himmelsflieger-Zunft“ hat er beliefert. Notfalls auf der letzten Rille, das neue Objekt der Begierde noch am Wettkampftag selber vor Ort auszuliefern. Dafür scheute er weder Kosten noch Mühen, setzte bisweilen die Handelsspanne in den Sand. Aber genau das verschaffte dem aus Kleve stammenden Niederrheiner den besonderen Ruf, trug letztlich zu seiner Beliebtheit, dem Bekanntheitsgrad und der Mund-zu-Mund-Propaganda in der Szene bei.
Weit über das rein Geschäftliche hinaus blieb Heinz Peters seiner geliebten Sportart als 2.Vorsitzender des Rather Fördervereins und Mitglied „Freunde der Leichtathletik“ stets verbunden. Den Olympischen Spielen in Rio sah er mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Darüber können viele die Heinz kannten und schätzten, mich eingeschlossen, nun leider nicht mehr mit ihm fachsimpeln.