20. Gothaer Schlossmeeting in bewegten und vertonten Bildern

(Gotha/Krefeld, 20. Juli 2017) Es gibt emsige Netzarbeiter, die allerlei Interessantes, Wissenswertes und Unterhaltsames ausfindig machen. Einer davon ist der in Köln-Worringen wohnhafte Kugelstoßer und Diskuswerfer Rolf Griesberg (*1952) vom Pulheimer SC, der uns immer wieder mal mit Tipps und Hinweisen aus unserem originären Bereich anfüttert. Diesmal mit bewegten und vertonten Bildern des regionalen Thüringer Senders mit dem außergewöhnlichen Namen „Oscar am Freitag-TV“. Der drehte ein auf rund sieben Minuten zusammen geschnittenes Video vom den Kugelstoßern/innen vorbehaltenen 20.Gothaer Schlossmeeting am vergangenen Samstag. Da kommen in kleinen Interviews neben Initiator, Chef-Organisator und Lokalmatador Andy Dittmar mit David Storl (*27.07.1990) vom SC DHfK Leipzig, Udo Beyer und Ulf Timmermann Weltklasse-Athleten von einst und jetzt zu Wort. Die beiden Letztgenannten haben dem Doppel-Weltmeister von 2011 und 2013 eines voraus: Sie wurden 1976 in Montreal und 1988 in Seoul Olympiasieger. Timmermann war dazu der erste Kugelstoßer, der die 23-Meter-Marke (23,06m) übertraf.
Klarer Fall für Insider – das waren andere Zeiten. Aber es herrschte zumindest in der Weltelite Chancengleichheit, und es waren Leistungen, die nur mit sehr viel Talent und in Arbeit ausartendem ungeheurem Einsatz erreicht werden konnten. Auf dem Sofa sitzend ein paar Pillen einwerfend ist noch keiner stärker und besser geworden. Das sollte beim allzu schnell erhobenen Zeigefinger nicht vergessen werden. Und dass auch heutzutage nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht, sich alle Asse nur mit Müsli und Süßkartoffeln (der ehedem schnelle Mann aus Jamaika) fitmachen, bekommen wir beinahe tagtäglich vor Augen geführt. Nur hoffnungslose Romantiker bleiben von stetig mitschwingender Skepsis verschont. Als gedopt gilt indes nur jemand, der auch erwischt wurde. Manchmal verschwinden "von Geiserhand" entfernt nötigenfalls auch B-Proben bei positiver A-Probe wie im Vorjahr beim neuen polnischen Wunderknaben Konrad Bukowiecki.
Das ändert freilich alles nichts am sehenswerten, nachfolgend verlinkten Fernseh-Beitrag. Dem eigentlichen Anliegen. Beyer und Timmermann machten halt diesen kleinen Schlenker erforderlich, um nicht als blauäugig abgestempelt zu werden. Das betrifft auch das vom Sprecher genannte Gewicht der Männer-Kugel von 7,57 kg. Sind natürlich 7,26, sehr viel früher 7,257 kg. Damit habe ich in meinen Anfängen 1966 noch gestoßen.