Teams waren die Stars bei DAMM-Finals in der Ruhrmetropole

(Essen/Krefeld, 04. September 2016) Was der vermeintliche „König“ Fußball für sich in Anspruch nimmt, lässt sich natürlich auch beliebig auf die Leichtathletik übertragen: Das Team ist der Star. So standen bei den insgesamt neun Finals um die einstige Deutsche Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) gestern in der Ruhrmetropole Essen zunächst einmal die gemeinsam erzielten Punkte zum jeweiligen Endergebnis für die Titel, Medaillen und Platzierungen im Vordergrund. Dass zum letzten Höhepunkt, die Mehrkämpfer einmal ausgenommen, die meisten Athleten/innen auf der buchstäblich letzten Rille an den Start, Ablauf und Ring gingen, liegt nach einer langen Saison auf der Hand. Umso erstaunlicher, dass etliche Vereine und Startgemeinschaften ihr Qualifikationsergebnis zu übertreffen vermochten. Nicht immer reichte das jedoch zum goldenen Wurf, da es der unmittelbaren Konkurrenz ebenfalls gelang. So ist dem lupenreinen Klub-Team des Pulheimer SC dem Vernehmen nach mit jenen 7.534 Punkten beim klaren Erfolg über die Stg Altsternord-Polizei (7.225) gar ein neuer deutscher Rekord in der M70 gelungen. Dabei lief beim PSC längst nicht alles nach Wunsch.
Aber wenn auf etwas keinen Verlass ist, dann auf die gern und häufig strapazierte Papierform. Das wird wohl vielen Mannschaften derart ergangen sein, um die Formulierung widerfahren zu vermeiden. Trifft es indes eher. Insbesondere die W30 von LBV Phönix Lübeck wird darüber sinniert haben, wo sie denn die zwei Punkte liegen gelassen hat, die schlussendlich am Titelgewinn fehlten (wir berichteten). Nicht einmal annähernd dermaßen „hautnah“ ging ansonsten vorne zu, wenngleich doch einige Male relativ knapp. Das spricht für die Qualität auf breiter Ebene.
Greifen wir klassenübergreifend ein paar respektable Leistungen aus der Fraktion Stoß/Wurf heraus. Obschon sie auch eine – weniger aussichtsreiche – M40 stellten, waren Oliver Rohwer (*1970) und Ralf Mordhorst (*1973) eminent wichtige Punktesammler für die siegreiche M30 der Lübecker. Rohwer 14,20 Kugel und 39,97m Diskus, Mordhorst 14,14 und ganz starke 49,98m mit der 2-Kilo-Scheibe. Weitere nennenswerte Leistungen bei diesem Double: Robert Ingenbleek(*1953), ein hünenhafter ehemaliger Zehnkämpfer beim FC Bayer 05 Uerdingen unter der Trainer-Legende Norbert Pixken, stieß für den „Hinterbänkler“ LG Eder die Kugel auf 13,90 und warf den Diskus 45,45m weit, Johann Stein (*1951) für die M60 der Stg Werther/Brackwede/Kirchlinde 13,10/45,18m. Bei den Mädels erzielte Carmen Grell (*1962) mit 12,72m die metrisch größte Weite im Kugelstoßen für die erfolgreiche W50 der Stg SF Neukieritzsch. Man lese und staune: die frühere Stabhochspringerin Christine Adams (*1974) von der W40 vom TSV Bayer 04 Leverkusen war mit 42,04m die absolut beste Diskuswerferin vor Martina Greithanner (*1974) von der fünftplatzierten Stg Mittel-Unterfranken mit 41,51m.  Der große Rest unter diesem Link.