Speerwerfer Thomas Stoltefuß warf mit 56,67m Saisonrekord

(Leichlingen/Krefeld, 17. November 2016) Mitunter sieht man(n) vor lauter Bäumen den Wald nicht. Was allerdings, mit Verlaub, im konkreten Falle bei 22 Klassen mit je fünf Disziplinen auch nicht ganz so einfach ist. Obendrein müssten dann auf der angewachsenen Festplatte die zu beurteilenden Resultate schnurstracks ins Verhältnis zum deutschen Rekord gesetzt  und dazu noch die Punktewertung nach dem modelresults2010 zugeordnet werden können. Völlig illusorisch. Ebenfalls, das im schnelllebigen Tagesgeschäft alles mühsam und zeitäufwändig recherchieren zu wollen. Dies nur einmal vorab zum besseren Verständnis, dass womöglich nicht immer so gewichtet wird, wie sich das Lieschen Müller und Hans Mustermann laienhaft vorstellen. Bei aller Verpflichtung zur Objektivität bleibt es schlussendlich stets der subjektiven Wahrnehmung des Chronisten vorbehalten, was er für erwähnenswert ansieht.

Zweimal 55,33 m in verschiedenen Wettkämpfen

Kurzum: Bei unserer Aufmacher-Geschichte für die Nachrichtenspalte von den Offenen NRW-Winterwurfmeisterschaften am vergangenen Samstag im Sportzentrum Balker Aue in Leichlingen haben wir beim Schnelldurchlauf (siehe oben: 22 Klassen mit je fünf Disziplinen) der Online-Ergebnisliste eine herausragende Leistung schlichtweg übersehen. Nämlich die von Thomas Stoltefuß (*1960) von der LG Hamm-Kamen-Holzwickede im Speerwurf der M55. Der 56-Jährige stellte im letzten Durchgang mit 56,67 Meter eine neue deutsche Jahresbestleistung auf. In seiner sehr soliden Serie mit fünf gültigen Versuchen jenseits der 50-m-Marke bewiesen zuvor erzielte 55,98m, dass die Tagesbestweite kein Zufallstreffer und Ausreißer nach oben war. Der vierköpfigen Konkurrenz gab er deutlich das Nachsehen. Bereits der Nächstplatzierte hatte einen gewaltigen Rückstand von exakt 19,18 Meter. Überhaupt scheint die Blumenstadt im Bergischen Kreis ein gutes Pflaster für den Westfalen zu sein. Beim gleichen Anlass im Vorjahr warf er die griffige Weite von 55,33 m. Dieses „Kunststück“ schaffte er in einer Art Zielwerfen auch als überlegener Titelträger der Deutschen Winterwurf-Meisterschaften am 14.
Februar 2016 in Erfurt. Das ist, wenngleich so nicht gewollt, fast zirkusreif.
Es hat in Leichlingen gewiss noch weitere respektable Leistungen gegeben. Das mögen die „Börsianer“, ohnehin alles Leute vom Leichtathletik-Fach, beim intensiveren Studium der verlinkten Ergebnisliste selber herausfinden. Viel Spaß dabei!