Einige ansprechende Leistungen beim Eia Benner Werfertag

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(Leichlingen/Alzey/Krefeld, 02. Mai 2022) Angeblich fängt der frühe Vogel den Wurm. Das gilt dann wohl eher fürs Federvieh als für die Senioren-Fraktion von Stoß und Wurf. Beim 2.Eia Benner Werfertag am vorigen Samstag im Sportzentrum Balker Aue waren zwar etliche Altersklassen ab M/W30 in den drei angebotenen Disziplinen Kugel, Diskus, Speer besetzt (die Hammerwurf-Anlage steht nach der vorjährigen Flutkatastrophe der benachbarten Wupper noch nicht wieder zu Verfügung), jedoch mit Alleinstellungsmerkmal buchstäblich konkurrenzlos. Für all jene, bei denen der Wettkampfgedanke den besonderen Kick auslöst zwangsläufig nicht leistungsfördernd. Andere wieder fühlen sich wohler, völlig befreit aufschlagen zu können. Egal wie: Einige recht ansprechende Leistungen waren dann schon zu notieren, wobei durch die Bank gesehen kurz vor dem „Tanz in den Mai“ noch keine Höchstform erwartet werden kann. Unklar ist obendrein, auf welchen Saisonhöhepunkt die Sportler/innen mit dem Potenzial der Normerfüllung hinarbeiten. Nach wie vor Fehlanzeige hinsichtlich der Stadion-DM für die Ü35-Generation.
Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, picken wir ein paar Rosinen aus dem Kuchen heraus. Manuel Croon (*1986/M35) vom LC Rehlingen entschied mit respektablen 59,08m und einer sehr stabilen Serie von sechs gültigen Versuchen die inoffizielle All-Star-Wertung im Speerwurf für sich. Ein sehr ordentliches Double mit Kugel und Diskus legte Harald Köhler (*1960) vom STV Hünxe in der M60 mit 14,21 und 42,45m hin. Das konnte auch Rainer Horstmann (*1957) vom TSV Kirchlinde bei seinem Debüt in der M65 mit 12,22m und vor allem 42,30m für sich in Anspruch nehmen. Alle Resultate unter diesem Link im berühmt-berüchtigten kunterbunten Seltec-Mix.

Elke Herzig sammelte starke 4.475 Punkte im Wurf-Fünfkampf

Parallel bot der frühere Weltklasse-Hammerwerfer Lutz Caspers im Wartburgstadion in Alzey (Rheinhessen) die gesamte Wurf-Palette mit allen fünf Einzel-Disziplinen (siehe unsere Cartoons in der Dachleiste) und den Wurf-Fünfkampf an. Herausragend in der Vielseitigkeit Elke Herzig (*1956) von der LG Kurpfalz trotz einer unterbelichteten Leistung im von ihr ungeliebten Speerwurf (17,56m) mit 4.475 Punkten in der W65. Sie übertraf als einzige, Männer mitgerechnet, die begehrte 4.000-Punkte-Grenze.
Besonders gut in der Breite war der Hammerwurf der M70 mit sieben Teilnehmern besetzt. Gerhard Zachrau vom RKS Phoenix Mutterstadt und Gerhard Heduschke vom TV Leichlingen lieferten sich ein heißes Duell um Platz eins, das der Erstgenannte mit 40,44 zum 40,00 Meter für sich entschied. Leider existiert (noch) keine verlinkungsfähige Online-Ergebnisliste.