"Austrian Masters Open" mit rund 300 Startern aus zehn Nationen

(Amstetten/Krefeld, 25. August 2016) Es geht bei unseren alpenländischen Nachbarn aufgrund der Einwohnerzahl (8,474 Millionen) mit etwas über einem Zehntel von Deutschland und das noch mal herunter gebrochen auf die Leichtathletik-Senioren zwangsläufig etwas beschaulicher in der Szene zu. Gleichwohl sind die nicht zuletzt deshalb offen ausgeschriebenen Österreichischen Meisterschaften der Ü35-Generation schon lange ein absoluter Tipp. Stets mit sehr viel Liebe zum Detail bis hin zum Catering und Rahmenprogramm an schönen sportlichen sowie touristischen Schauplätzen organsiert. Fast hat es den Anschein, als wolle der Nachfolger seinen Vorgänger überbieten.
Das Etikett „International“ verdienen sich auch die zweitägigen Titelkämpfe am kommenden Samstag/Sonntag im herrlichen, gleich neben einem Freibad gelegenen Umdasch-Stadion in Amstetten bei Linz. Veranstaltungsleiter Rudolf „Rudi“ Eisenstöck kann neben seinen Landsleuten insgesamt rund 300 Athleten/innen aus neun weiteren Nationen bei knapp 700 Starts willkommen heißen. Mit 23 Gemeldeten führen die deutschen „Masters“ die Hitliste bei den Gästen vor Ungarn (7), Italien (3), Tschechien (3), Slowenien (2), Slowakei (2), Schweiz, Kroatien und Zypern (alle 1) an.

23 Gemeldete aus Deutschland ohne Frauenquote

Dazu mit Walter Kühndel (*1952) vom TV Dingolfing, der seinem etwas jüngeren Bruder Wolfgang das Feld in der M60 bei den gleichzeitig stattfindenden Deutschen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf in Zella-Mehlis (Vorschau folgt morgen) überlässt, Rolf Griesberg (Pulheimer SC), Dieter Krumm (LAC Quelle Fürth), Herbert Mussinghoff (Team Voreifel) und Georg Kinadeter (TV Hauzenberg) einige bekannte Namen aus der Fraktion Stoß/Wurf. Und man lese und staune – das schwache, indes zumeist schönere Geschlecht glänzt bar jeder Frauenquote durch vollständige Abwesenheit. Seltsam, diese völlig uneingeschränkte schwarz-rot-goldene Männer-Lastigkeit.

Gottfried Gassenbauer einer der „Ösi“-Stars

Dem hauptsächlichen Sinn und Zweck gemäß haben die Gastgeber natürlich auch alle „Oldies but Goldies“ von Rang, Ruf und mit Meriten aufgeboten. Stellvertretend sei Gottfried Gassenbauer (im Bild) aus Wien erwähnt, der mehrfahre Senioren-Europa- und –Weltmeister im Hammerwurf. „Gassi“ hat als Titelverteidiger der M55 auch die (Winterwurf-)WM vom 26.Oktober bis 06.November 2016 im australischen Perth auf seiner Agenda, fährt aufgrund dessen momentan für die Jahreszeit ungewöhnlich große Trainingsumfänge in seinem heimischen Kraftkammerl. Daher dämpft er allzu große Erwartungen an ihn und sich selber mit Weiten auf hohem Niveau jenseits von 55 Metern. Plus/Minus 53 Meter wären derzeit okay. Immer noch 'ne tolle Hausnummer, mit der er nicht zu schlagen sein dürfte. Den Konjuktiv könnten wir uns eigentlich schenken.