DM im Fünfkampf: Buntes Stelldichein von Vielseitigen und Spezialisten

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(Zella-Mehlis/Krefeld, 26. August 2016) Aus absolut zuverlässiger Quelle hatten wir exklusiv erfahren, dass zu den Deutschen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf an diesem Wochenende im Stadion „Schöne Aussicht“ in Zella-Mehlis (Thüringen) 210 „Allrounder“ ihre Nennungen abgegeben haben. Offenbar gab es noch drei Nachmeldungen. Es sind nämlich laut der verlinkten Meldeliste des örtlichen Ausrichters 213, kurioserweise mit 142 exakt doppelt so viele Männer wie jene 71 Frauen („Besserwisser“ DLV hat hingegen 123 + 71 = 194 ausgemacht; definitiv falsch!).
Aber weit wichtiger als nackte Zahlen sind die dahinter stehenden Namen. Es liegt in der Natur der Sache gerade derartiger Titelkämpfe, dass sich hier eine bunte Mischung von – wenigen – wirklich Vielseitigen mit der Beherrschung von mindestens vier Disziplinen und Spezialisten, die aus Spaß an der Freud mal einen solch speziellen Mehrkampf absolvieren, ein Stelldichein geben. Die Bandbreite der Punktausbeute pro Klasse wird teilweise gewaltig sein. Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching würde als aktueller Weltrekordhalter der M50 (4.696 Punkte) selbst bei irgendeinem Totalausfall mit der Addition aus lediglich vier Disziplinen gewinnen.

Ein brisanter Titel-Dreikampf der „Fortyniners“ Kynast, Zachrau und Ortloff

Hätten wir bereits einen haushohen Favoriten bei der „Krone der Schöpfung“ genannt. Weitere sollten nach der so genannten Papierform „Herminator“ Hermann Albrecht (M75) von der SpVgg. Satteldorf, Ulrich Richter (M80) vom TSV Unterhaching und Viktor Hansen (M55) vom TV Dingolfing sein. Bei den fortgeschrittenen Mädels am ehesten Eva Nohl (W65) vom TSV Langenzenn, die heuer nicht von ihrer sonstigen Dauerrivalin Margarete Tomanek vom TSV Grafing gejagt wird, und die im Normalfalle unschlagbare Ingrid Holzknecht (W75) von der LG Elmshorn. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich Hella Böker aus Melsungen bei ihrem Comeback auf breiter fünfteiliger Wurffront schlägt.
Wären wir gleich beim Stichwort zu interessanten, brisanten Duellen oder gar Dreikämpfen um die oberste Stufe des Stockerls. Vorneweg die drei „Fortyniners“ vom Jahrgang 1949 in der M65. Als da wären „Mister Fünfkampf“ Klaus Kynast (Vorleistung 4.154 Punkte) vom ASC Dortmund, der unverwüstliche Gerhard Zachrau (4.161) von RKS Phoenix Mutterstadt und „Sphinx“ Georg Ortloff (4.128) vom LAC Quelle Fürth, als Rustikal-Techniker so eine Art sportliche Wundertüte. Sekt und Selters befinden sich bei ihm bisweilen in derselben Flasche. Nicht zu vergessen der „Evergreen“ der mittlerweile in der M80 angelandeten Peter Speckens vom SV Rot-Weiß Schlafhorst in Übach-Palenberg bei Aachen und „Spargeltarzan“ Lothar Huchthausen (beide Jahrgang 1935) von der LG Altmark.
Noch ein bisschen Zahlenkosmetik für die vielen Freunde der Stastik: Meldestärkste Klasse ist – man lese und staune! – die W50 mit 22 Startwilligen, gefolgt von der M50 mit 21 und gleich dreimal 19 hintereinander von M60 bis 70. Antreten und durchkommen für Edelmetall heißt es in der W70 (2), W80 (1) und M35 (2).