Ermunterung zur interaktiven Mitarbeit trug schnell Früchte

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(Baden-Baden/München/Krefeld, 10. Januar 2021) Nicht unreflektiert blieb bei einigen aufmerksamen Lesern unsere jüngste – neuerliche – Ermunterung zur interaktiven Mitarbeit. Dazu erreichten uns in den letzten Tagen einige Tipps, Hinweise und Anregungen. Das schon einmal zum besseren Verständnis: Es liegt in der Natur der Sache, dass wir nicht alles aufgreifen können, wollen und folglich werden. Aber als Gebot der Höflichkeit werden wir, die jeweiligen Gastautoren und der Verfasser als verantwortlicher Redakteur, selbstverständlich jede Zuschrift nicht postwendend, jedoch recht zeitnah beantworten.
Exemplarisch tun wir das in zwei Fällen hier und jetzt ohne Namensnennung öffentlich justament an dieser Stelle. Im Zusammenhang mit unserer Geschichte „Männer-Bestenliste: Vorzeige-Senioren Andy Dittmar und Ralf Mordhorst“ (siehe Verlinkung) haben wir, wie es schon die Überschrift widspiegelt, das schönere Geschlecht ausgespart. Nicht bewusst, sondern weil wir in der Bestenliste der Frauen keine Seniorinnen aus den höheren Altersetagen vermutet sowie durch den Wust aller Disziplinen (neuerdings direkt aufzurufen) und Platzierungen auch nicht gesucht haben.

Nicht in der Frauen-Bestenliste, jedoch deutscher Seniorinnen-Rekord

Nun soll jedoch die 3 x 800-m-Staffel der LG Baden-Baden/Gazelle Pforzheim (Rett *1954, Würtz *1960, Tokpetova *1953) aus der W60 mit der zwölftschnellsten Zeit von 9:11,97 Minuten unter insgesamt 14 Staffeln geführt sein. Da ist wohl seither einiges nachgemeldet worden, sind es nunmehr 25 Terzette mit 8:59,98 an letzter Position. Nachzutragen bleibt indes die erhebliche Verbesserung des deutschen Rekordes (weit runterscrollen), den seit 15 Jahren der OSC Berlin mit 9:31,28 gehalten hat. Das ist allerdings dem kommerziellen DLV-Seniorenstatistiker als Auslaufmodell bislang durchgerutscht. Oder hat er  seine Tätigkeit schon eingestellt und lässt sinnbildlich das Messer im Ferkel stecken?

Eine vergröberte Darstellung von Mitgliedschaften und Bundesbürgern

Geradezu analytisch hat sich dankenswerterweise ein befreundeter bayrischer Journalisten-Kollege aus der „Weltstadt mit Herz“ München mit unserem gestrigen Beitrag zum „neuen Volkssport“ auseinandergesetzt. Das würde im Detail diesen Rahmen sprengen. Nur so viel mit einem berechtigten Einwand, dass meine Hochrechnungen teilweise zu stark vergröbert daherkamen. 27 Millionen Mitgliedschaften im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sind nicht mit derselben Anzahl Bundesbürger gleichzusetzen, da es durchaus „Mehrfachtäter“ geben würde. Das hätte mir am eigenen Beispiel eigentlich klar werden müssen, der ich zeitgleich beim SC Bayer 05 Uerdingen (Leichtathletik), Leichlinger TV (Rasenkraftsport) und dem KSV Krefeld (Kraftsport) dreispurig unterwegs gewesen bin. Hinzu käme, dass als „Kavaliersdelikt“ in vielen Vereinen und nicht nur zwangsläufig Verbänden mit aufgehübschten Zahlen von „Aktenleichen“ operiert würde, um entsprechend höhere Zuschüsse zu generieren.
Das lässt sich allerdings schwerlich quantifizieren und beweisen, ist aber auch nicht unsere Aufgabe.