Dirk Nowitzki mit dem Sport-Oscar fürs Lebenswerk ausgezeichnet

(Berlin/Krefeld, 18. Februar 2020) Schauen wir von unserem Mikrokosmos über den Tellerrand hinaus, wobei Leichtathleten auch darin vorkommen. Ein derartiges Groß-Aufgebot an Weltstars des Sports von einst und jetzt hat die um Glanz und Glamour beileibe nicht verlegene Bundeshauptstadt höchstwahrscheinlich auch noch nicht erlebt. Bei der Verleihung des 20. „Laureus World Sports Awards“, dem so genannten Sport-Oscar, gestern Abend in der Berliner Verti-Music-Hall befanden sich unter der illustren Gästeschar nahezu ausnahmslos Olympiasieger, aktuelle sowie frühere Weltmeister und Weltrekordler. Der Veranstalter ließ sich auch bei den Moderatoren, Laudatoren, darunter die ehemalige Stabhochsprung-Diva Jelena Isinbajewa, und Kommentatoren nicht lumpen, war dem Ereignis angemessen klotzen statt kleckern angesagt.

Moderator Hugh Grant rüffelte seinen Landsmann Daley Thompson

Die Eröffnung war mit launigen, humorvollen Worten dem englischen Schauspieler und „ewigen Sonnyboy“ Hugh Grant in seiner Muttersprache vorbehalten. Beim Schwenk durch das elegant gewandete internationale Publikum der vom RBB zeitversetzt im Fernsehen übertragenen Veranstaltung meinte er zu Ex-Zehnkämpfer Daley Thomson, frei übersetzt: „Der Kerl kommt doch tatsächlich im T-Shirt“. Benehmen Glückssache. Den Rüpel hat er mit 61 Jahren immer noch nicht vollends abgelegt, der Mann von der Brexit-Insel. Dass der so überhaupt den Roten Teppich und die Einlass-Kontrolle passieren konnte?

Vier Deutsche Mitglieder in der Lareus-Academy
 
Um nur einige via TV dagegen im feinen Zwirn entdeckte wie Michael Johnson, Edwin Moses (beide Leichtathletik), Wladimir Klitschko (Boxen), Mark Spitz (Schwimmen),  „Ironman“ Jan Frodeno (Triathlon) und Boris Becker (Tennis) bewiesen da ungleich mehr Stil. Was allerdings bei dem Kontrastprogramm keine so schwere Nummer war. Der dreimalige Wimbledon-Sieger, dazu mit seinerzeit 17 Lenzen immer noch der jüngste der Historie, ist zudem neben Kati Witt, Maria Höfl-Riesch und Franz Beckenbauer eines von vier deutschen Mitgliedern der Laureus-Academy, die mit ihren Stimmen aus einer Nominierten-Liste die Besten der Besten auserwählt.

Novum zum Jubiläum: Mit Hamilton und Messi zwei Sieger bei den Männern

Ein Novum gab es beim 20-jährigen Jubiläum bei den Weltsportlern 2019 der Männer. Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien; Mercedes Benz) und Elite-Kicker Lionel Messi (Argentinien; FC Barcelona) erhielten exakt dieselbe Anzahl an Stimmen, bekamen beide die ausgesprochen dekorativ designete Trophäe. Hamilton nahm sie persönlich von Fußball-Manager Arsene Wenger in Empfang, derweil grüßte Messi von irgendwo her mit einer Video-Botschaft.  
Höchst erfreulich, dass in den elf verschiedenen Kategorien auch zwei Deutsche ausgezeichnet worden sind. Der ehemalige NBA-Basketball-Star Dirk Nowitzki  (spielte 21 Jahre auf Top-Niveau bei den Dallas Mavericks) bekam von „Dr. Eisenfaust“ Wladimir Klitschko den Preis für seine Lebenswerk überreicht, und die im November 2018 schwer verunglückte 19-jährige Formel-3-Rennfahrerin Sophia Flörsch wurde für das Comeback des Jahres gekürt.
Mehr von der Gala unter diesem Link und über die Laureus-Stiftung.