Nachhol-EM soll wie geplant Ende Februar ausgetragen werden

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(Braga/Krefeld,  15. Januar 2022) Wenigstens auf Präsident Sameiro Araújo vom Lokalen Organisationskomitee (LOC) war Verlass. Auf den Punkt gebracht und den handelsüblichen Weihrauch weggelassen, veröffentlichte er gestern zunächst über Facebook in seiner Landessprache, irgendwann später auf der offiziellen Internetseite der European Masters Athletics (EMA) in Englisch, ankündigungsgemäß, dass die nachzuholenden Hallen-Europameisterschaften mit Winterwurf der Ü35-Generation Stand jetzt vom 20. bis 27.Februar 2022 im portugiesischen Braga ausgetragen werden sollen. So viel Konjunktiv muss in Zeiten wie diesen schon noch sein. Wie Araújo freimütig einräumte letztlich dem Umstand zu verdanken, dass sich eingedenk der um vier Tage verlängerten Meldefrist die (monetäre) Minimalanforderung von 2.000 Sportlern (exakt zunächst 2.270, inzwischen auf 2.276 nachgebessert) habe registrieren lassen. In der normenfreien Komfortzone angereichert durch viele Sporttouristen, sei unsererseits angefügt. Das spielt freilich auf dem Überweisungsformular für die erklecklichen Meldegelder keine Rolle.

Es steht noch ein Füllhorn ungeklärter Fragen am Ufer

Worauf der Chef-Organisator vor Ort geflissentlich nicht eingegangen ist, dass ein ganzes Füllhorn ungeklärter Fragen noch am Ufer steht. Dabei ist ihm freilich zugute zu halten, dass auch er nicht in die Zukunft blicken kann, wie sich die coronäre Gemengelage in Portugal und den teilnehmenden Nationen entwickelt. Derzeit hat die Bundesrepublik das Gastgeberland (aktuelle Inzidenz 2.328,7) zum Hochrisikogebiet erklärt und eine Reisewarnung ausgesprochen. Ermutigend sieht anders aus. Aber das muss halt jede/r Startwillige für sich selber entscheiden, sollte sich jedoch vor der geplanten Abreise unter www.auswaertiges-amt.de und www.corona-in-zahlen.de sowie anderer Quellen sachkundig machen.

Postitiv: Unselige Ägide von Präsident Kurt Kaschke endet unwiderruflich

Etwas außerordentlich Positives ist jedoch schon im Vorfeld der letztlich hoffentlich unter größtmöglicher Sicherheit (ein Hygienekonzept soll noch vorgestellt werden) stattfindenden EM festzuhalten: Die unselige zehnjährige Ägide von EMA-Präsident Kurt Kaschke wird anlässlich der Neuwahlen bei der Generalversammlung am 28.März ihr unwiderrufliches Ende finden. In gerade genannter Angelegenheit wurde ihm bereits das Heft des Handelns aus der Hand genommen. Obwohl  K.K. uns von LAMPIS durch sein hemdsärmliges Gebaren nach Gutsherrenart viel Lesestoff, es könnte auch Zündstoff genannt werden, geliefert hat, weinen wir ihm nicht mal eine Krokodilsträne nach und stimmen freudig im Interesse der internationalen Senioren-Leichtathletik vorab schon einmal in ein stimmungsvolles Halleluja ein!