Kalender fügte das zweite "runde" Jubelfest an Oster-Sonntag

(Kerpen/Krefeld, 17. April 2022) Nun fügt es das „bewegliche“ Osterfest (richtet sich nach dem ersten Frühlingsvollmond), dass heute auch viele Menschen ihren mehr oder weniger runden Geburtstag feiern. Sicherlich auch etliche unter den rund 380.000 Senioren-Leichtathleten männlich wie weiblich. Aber von einem weiß ich es definitiv: Einem langjährigen Sportfreund, mit dem mich weit mehr verbindet, als die gemeinsame Leidenschaft fürs Kugelstoßen (bei ihm noch Diskuswurf), wir zusammen mit unseren persönlichen Regierungschefinnen regelmäßigen Kontakt pflegen und die besondere Erdanziehungskraft zur niederländischen Nordsee-Insel Texel in der Provinz Nordholland teilen, die vom Festland in Den Helder bequem in 20 Minuten mit der Autofähre erreichbar ist. Und um ganz genau zu sein: Just dort haben wir vor exakt einem Jahr auf der Insel der Glückseeligen (Inzidenzwert 0,0) während eines 14-tägigen Ferienaufenthalts in benachbarten Bungalows im kleinen vierköpfigen Kreis die Generalprobe zu seinem 75ten gefeiert.

Christine nennt ihren Ehemann intern liebevoll "Kater"

Das war weit vorher geplant und folglich kein Zufall. Streng genommen auch die Tatsache nicht, dass es der Kalender so wollte, dass der Jubilar von heute auch vor fünf Jahren seinen Siebzigsten am  höchsten Tag des Osterfestes feierte. Das hatte ich offen gestanden nicht mehr auf meinem Bio-Computer zwischen den Ohren, bedurfte schon der Recherche. Doch lassen wir endlich „die Katze aus dem Sack“, was gar nicht so fern ist. Denn seine ihm bald 54 Jahre angetraute Christine nennt ihn intern (auch schon mal aus Gewohnheit in unserem Beisein) mit Spitz-/Rufnamen liebevoll „Kater“. Wie der zustande kam, ist mir/uns allerdings nicht überliefert. Mehr so ein gut gehütetes Familiengeheimnis. An einer Massen-Vaterschaft kann es freilich nicht liegen, ist aus der Verbindung lediglich Sohn Michael (*29.12.1968) hervorgegangen.
Obwohl ein „Sechs-Monats-Kind“ sollte er sich zu einem Prachtexemplar von 1,99 Meter Körpergröße entwickeln und seinen Vater Ralf Unger (*17.April 1947 in Versmold; im Bild) nach oben hin um 12 Zentimeter überflügeln. Jetzt ist es also raus, wer da die Vollendung des 75.Lebensjahres begeht. Feiert wäre indes übertrieben. Dies geschieht, obschon Corona ja von höchster Regierungsstelle fatalerweise abgeschafft worden ist, getreu dem Motto „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ auf jeweils kleiner Flamme häppchenweise im Eigenheim in Kerpen-Buir oder anderswo.

Der Widder-Geborene musste sich den Platz im Mutterleib teilen

Vom Sternzeichen Widder, musste sich der heranwachsende Ralf im Mutterleib den Platz mit seinem Zwillingsbruder teilen. Der verstarb jedoch bei der Geburt. Ehe ich hier noch mehr Doubletten fahre und dabei die deutsche Sprache neu erfinden müsste, kann ich elegant auf die verlinkte Laudatio zu seinem Siebzigsten verweisen. Bleibt sportlich noch nachzutragen, dass Ralf bei der Senioren-DM 2017 in Zittau bei einer wahren Regenschlacht und einer halbstündigen Unterbrechung hochüberlegen mit 14,19m den Titel im Kugelstoßen der M70 gewann, den Nordrhein-Rekord der da noch lebenden Werfer-Legende Peter Speckens aufgrund der saumäßigen Bedingungen um vier Zentimeter verfehlte. Der blieb ihm auch weiterhin verwehrt, wie zuvor schon mir bei all den Attacken darauf. Eine weitere von vielen Gemeinsamkeiten.
„Brüder" im Geiste und von der Lebenseinstellung eben. 
Schlussendlich: Herzlichen Glückwunsch, lieber Ralf! In Geschäftsführung ohne Auftrag auch im Namen all derer, die dich kennen und schätzen.

Ampelkoalition sendet hinsichtlich Corona die falschen Signale aus

Kolumne

Das Wort am Karfreitag

(Berlin, Krefeld und die Republik, Ostern, 15. April 2022)
„Die Götter müssen verrückt sein!“ Damit ist allerdings unsere vermeintliche politische Elite in der Bundeshauptstadt Berlin gemeint. Die hat per Regierungsbeschluss Corona abgeschafft, sendet die Ampelkoalition aus Rot (SPD), Gelb (FDP) und Grün (Bündnis 90 Die Grünen) mit der Aussetzung fast aller Be-/Einschränkungen die Pandemie betreffend bis hin zum weitgehenden Fallen der Maskenpflicht die falschen Signale aus. Dabei droht die „gelbe Gefahr“ insbesondere von der allzu liberalen Einstellung der FDP mit ihrem obersten Weichspüler Christian Lindner. Der Finanzminister gibt sich neuerdings mit einem Drei-Tage-Bart (richtig sprießen will er nicht, ist mehr so Flaum) einen besonders männlichen Anstrich. Die ernüchternde Rechnung werden diesem Irrlicht am politischen Firmament größere Teile der Bevölkerung mit Neuinfektionen präsentieren. Und SPD-Gesundheitsapostel Prof.Dr.med. Lauterbach hat seit seiner Inthronisierung als Gesundheitsminister leider deutlich an Profil eingebüßt. Obendrein sind sich bei allem Überdruss im Überfluss Rote und Gelbe in Sachfragen nicht grün. Ein unheilvoller Mix.  

Gewaltiger Sprung der Verträglichkeit von unter 50 auf über 1.000

Im Vorjahr wurde bei Schwarz/Rot mit vielen restriktiven Maßnahmen noch um eine bundesweite Inzidenzzahl von unter 50 gerungen, aktuell sind wir bei 1.002. Tendenz leicht steigend. Aber warten wir mal die vier Ostertage ab! Da werden die Steigerungsraten vermutlich durch die Decke gehen. Denn an die Eigenverantwortlichkeit der Bürger zu appellieren hat sich immer wieder aufs Neue als veritabler Trugschluss erwiesen. Natürlich ist ein Ausnahmezustand aus vielerlei Gründen nicht dauerhaft aufrecht zu erhalten. Aber die Maskenpflicht hätte nicht nur meiner bescheidenen Meinung nach beibehalten werden müssen!
Da wo es weiterhin geboten erscheint auf Freiwilligkeit zu setzen, geht mit Grandezza in die Hose (oder Mund und Nase). Beispiel gefällig? Bitte schön! Bei meinem turnusmäßigen Wocheneinkauf an Lebensmitteln in drei verschiedenen Geschäften, den ich bewusst aufgrund weniger Betrieb auf den frühen Mittwochmorgen lege, waren in der Vorwoche gefühlt 95 Prozent Einkaufende mit Maske unterwegs, vorgestern waren es allenfalls noch 50 von Hundert. So schaut's aus!
Der Mensch an sich neigt nun mal (außer er ist wie ich bekennender, bereits doppelt „geboosterter“ Corona-Schisser) zur Nachlässigkeit und zum Leichtsinn. Getreu § 3 des rheinischen Mottos „Et hätt noch immer jot jejange.“ Das ist naturgemäß ausgewiesener Schwachsinn via Hochmut kommt vor dem Fall. Dem ist zu entgegnen: Vun nix kütt nix.

Nichtsdestotrotz wünscht Lampis allen Lesern Frohe Ostern!

Genug der Moralpredigt, kommen wir zum ursächlichen Anlass. So schwer es bei all dem Ungemach, dass sich durch den kriegerischen Überfall von Russland auf die Ukraine noch verschlimmert hat, auch fallen mag, wünschen wir all unseren Lesern nichtsdestotrotz oder gerade deswegen ein möglichst Frohes Osterfest anno Domini 2022! Angereichert mit einem von Hand bemalten hohlen Gänseei meiner familiären Chefin Elke, einer Textil-Designerin. Unsererseits lassen wir in den nächsten Tagen den Frieden an der Tastatur einkehren. Ausnahme an Ostersonntag mit einer unaufschiebbaren Laudatio.

Belgischer Regionsverband will bei EU-Ausländern zusätzlich abkassieren

Kolumne

Moment mal

(Bree/Brüssel/Krefeld, 13. April 2022)
Überraschung! Nicht nur bei mir. Bei meiner Anmeldung über das Internet-Meldeportal atletiek.nu für das Open Meeting an Karsamstag in Bree/Belgien wurde ich beim vorher zu leistenden Bezahlvorgang aufgefordert entgegen der Ausschreibung mit 3 Euro pro Disziplin statt sechs derer 16 Euro zu überweisen. Was lief da schief, hatte ich etwas falsch gemacht, obwohl ich kein Frischling mit diesem Verfahren aufgrund zahlreicher Starts in Belgien und den Niederlanden bin (allein vier im Vorjahr)? Da ging das Prozedere immer reibungslos  über die Regularienbühne. Nun war guter Rat buchstäblich zehn Euro teuer. Weder der von mir angemailte Support des Dienstleisters, noch der veranstaltende AC Bree hatten dafür eine Erklärung.

Erste Wink kam vom LAMPIS-Gründervater
 
Der erste Wink kam von meinem in Erkelenz beheimateten niederländischen Sportfreund und LAMPIS-Gründervater Peter Holthuijsen. „Piet“ hatte irgendwo aufgeschnappt, dass der zuständige belgische Regionsverband Vlaamse Atletiek Liga (VAL) mit Sitz in Brüssel neuerdings bei ausländischen Teilnehmern*innen eine zusätzliche Gebühr von fünf Euro pro Start erhebt. Ein absolutes „No go“, wie mir auf telefonische Nachfrage der frühere 72,76-m-Speerwerfer und Oberstaatsanwalt a.D. Jürgen Kapplinghaus aus Neuss bestätigte. „Eine solche Maßnahme verstößt gegen EU-Recht und das Diskriminierungsverbot“, attestierte mir Jürgen mein laienhaftes, aber mittlerweile durch das Verfahren gegen den DLV zum Ausländerstartrecht geschultes Rechtsverständnis.

VAL-Sekretärin Nicole Poels schaltete nonchalant auf Durchzug

Also machte ich VAL-Sekretärin Nicole Poels, die ich vor Jahren bei meinem Start bei den BK Indoor Masters in Gent persönlich kennengelernt habe, auf diesen Missstand in einem elektronischen Brief in CC an atletiek.nu und den AC Bree aufmerksam. Allerdings ging sie nonchalant über die von mir beanstandete Rechtsbeugung hinweg, erklärte lediglich, dass das hausinterne Reglement diesbezüglich entsprechend, jedoch nicht verpflichtend für die Veranstalter sei und auf Antrag der Betrag zurückgezahlt werde.
Da beherzigt ihr Arbeitgeber wohl die Binsenweisheit „Wo kein Kläger, da kein Richter“. Das werde ich sicherlich auch für zehn Euro nicht tun, sie jedoch aus prinzipiellen Erwägungen auch garantiert nicht bezahlen. Dem Klub habe ich vielmehr signalisiert, dass ich Samstag vor Ort die sechs Euro in bar entrichten werde. Andernfalls würde ich nicht zum Wettkampf anreisen. Die Antwort darauf steht noch aus.

Nunmehr ist es hochoffiziell: Team-Finale im Spätsommer in Lage

(Lage/Darmstadt/Kaiserau/Krefeld, 14. April 2022) Obschon es schon elendig und unnötig lange schwelt, passt es irgendwie in die Karwoche mit dem Spruch: „Mein Name ist (Oster-)Hase, ich weiß von nichts.“ Oder im übertragenen Sinne aus der Gastronomie: „Viele Köche verderben den Brei.“ Bleiben wir in der Bildsprache. Es wurden nunmehr in Dreifaltigkeit auf Initiative von DAMM-Experte, Lampis-Mitarbeiter und Teammanager Dieter Krumm vom LAC Quelle Fürth Nägel mit Köpfen gemacht. Doch zu den Fakten: Ganz unserer Bedeutung für die Senioren-Leichtathletik angemessen, berichten wir exklusiv seit Wochen im missionarischen Eifer nach Art des Wanderpredigers, dass das Team-Finale der Senioren fest für den 10. oder 17.September 2022 nach Lage in Ostwestfalen vergeben worden ist. Darunter aus erster Quelle vom westfälischen Seniorenwart und früheren DLV-Angestellten Eberhard Vollmer in einem Beitrag vom 09.März (siehe Link).

Mangelnde Kommunikation des Triumvirats...

Die Krux: Bei aller Exklusivität haben unsere Mitteilungen nun mal keinen offiziellen Charakter, erfordert die endgültige Vergabe und Verkündung von nationalen Meisterschaften einen Gleichklang zwischen dem veranstaltenden Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), dem zuständigen Landes-/Regionalverband, hier Westfalen, und dem örtlichen Ausrichter, schlussendlich Gastgeber, der in diesem Falle LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen. Doch bei diesem nicht sonderlich triumphalen Triumvirat verließ sich der eine auf den anderen, wurde nicht miteinander geredet oder geschrieben, blieb die wasserdichte, hochoffizielle Entscheidung und Verlautbarung zumindest nach außen hin offen, als wäre alles Schall und Rauch, eine fiktive Geschichte aus dem Bereich von Märchen und Sagen, wir/ich der Aladin mit der Wunderlampe.

... aber dann platzte Dieter Krumm der Kragen

Bis Dieter Krumm (im Bild) sowohl aus eigenem Interesse für seinen Klub mit drei Mannschaften, als auch bis zu maximal 54 möglichen potenziellen Finalisten gehörig der Kragen platzte. Der „Hans Dampf in vielen Gassen“ bat nach etlichen Fehlversuchen bei der Dachorganisation vorgestern Thilo Pohl als Leiter Leichtathletik-Wettkampforganisation des westfälischen Verbandes mit Sitz in Kaiserau um Klarstellung. Noch am selben Tag erhielt er Antwort, dass sich Pohl der Sache annehmen und Kontakt mit dem DLV aufnehmen werde. Das ist mal eine Zusammenarbeit, wie sie unter Partnern sein sollte. Und da es leider keine Selbstverständlichkeit ist, zollen wir Respekt und Anerkennung!
Das Objekt der Begierde ist nunmehr seit gestern im verlinkten Meisterschaftskalender des Molochs und „Super-Dienstleisters“ in Darmstadt, der mit der selbst ernannten weltweiten Strahlkraft, zu bewundern, findet das bundesweite Finale am 10.September 2022 im Stadion Werreanger in Lage im Kreis Lippe statt.
Halleluja, Planungssicherheit für alle Beteiligten! Oder: Was lange währt, wird endlich gut! Dazu läuten die Osterglocken. Nicht die am Blumenstiel, sondern im Kirchturm.

Sportsch(l)au: Erfolgreich mit und durch Musik beim Sport?

(Köln/Krefeld, 12. April 2022) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ und anderen Publikationsmedien sowie seinem eigenen Internet-Portal an. Dank seiner freundlichen Genehmigung haben wir honorarfrei seit nunmehr über zehn Jahren in loser Folge bislang 107 Kapitel zu diesem Themenkomplex veröffentlicht. Kein Reservoir ist auf Dauer unerschöpflich, selbst wenn hin und wieder etwas Neues dazukommt. Deshalb werden wir gelegentlich frühere, allgemeinverbindliche und zeitlose Beiträge zur Auffrischung oder aber für im Laufe der Zeit hinzugekommene LAMPIS-Leser wiederbeleben.  As

Auch hier gilt: Die Dosis macht den Nutzen oder das Gift aus!

Es gibt sie in allen erdenklichen Größen und Farben, gehören fast so zum Sportler wie Sportschuhe: Kopfhörer. Doch warum schwören so viele Athleteninnen wie Athleten vor ihren Wettkämpfen und je nach Disziplin auch zwischendurch auf Musik? Das ist relativ einfach zu beantworten: Um sich je nach gewünschter Anforderung aufzuputschen oder zu entspannen. Dazu ist allerdings die richtige Auswahl der Musik gefragt. Ansonsten kann es auch ganz gehörig schiefgehen. Entweder mit einer Überreaktion oder man(n)/frau kommt schlicht zu tief herunter, sodass die Belastungsfähigkeit abgesenkt wird.
Natürlich kommt es auch während des Sports, so das möglich ist, stets auf die richtige Musik an. Wichtig ist, dass Sound und Bewegung übereinstimmen. So dürfen es beim Muskeltraining gerne ein paar „beats“ mehr sein. Es ist erwiesen, dass Ausdauerleistungen bei sachgerechter musikalischer Untermalung bis zu 15 Prozent gesteigert werden können. Inzwischen wird ein hoch sensibles und noch entsprechend teures Gerät angeboten, das sich musikalisch der jeweiligen Herzfrequenz anpasst. Allerdings ist von einer dauerhaften Beschallung dringend abzuraten. Oberstes Gebot ist unverändert, eigene Reaktionen verspüren zu können, auf sich selber zu hören, also die Signale des Körpers wahrzunehmen. Das würde mit Musik alles übertüncht.
Fazit: Mal Sport und Musikberieselung gleichzeitig ist durchaus zu empfehlen. Aber wie bei allen Dingen macht die Dosis den Nutzen oder das Gift aus. Da es eben sehr individuell und speziell ist, muss das freilich jede/r für sich selber herausfinden.
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