"Eia Benner Werfertag" erlebt vor Tanz in den Mai die zweite Auflage

(Leichlingen/Krefeld, 11. April 2022) Gut zu erleben, dass Corona und die Flutkatastrophe im Vorjahr nicht restlos alle Veranstaltungen dauerhaft hinweg gespült haben. Rühren wir also unserem westlichen Standort im zwischenzeitlich zur Leichtathletik-Diaspora verkommenen Gebiet Nordrhein angemessen und rechtzeitig die Werbetrommel für ein Werfer-Meeting, das es verdient. Dazu noch zu Ehren des wohl bei Rasenkraftsport und Leichtathletik zusammen genommen erfolgreichsten deutschen Trainers, dem am 25.August 2018 im 84.Lebensjahr verstorbenen Kurt „Eia“ Benner (im Bild). Bereits am 06.April 2019 wurde ihm zum Gedenken an seiner einstigen Wirkungsstätte in Leichlingen im Bergischen Land der „Eia Benner Werfertag“ aus der Taufe gehoben. Pandemie-bedingt und dann noch zu allem – im wahren Wortsinne – Überfluss durch die nahe am Sportzentrum Balker Aue weit über ihre Ufer tretende Wupper musste er in den beiden vergangenen Jahren ausgesetzt werden. Nun wird er am 30.April 2022 vor dem „Tanz in den Mai“ seine zweite Auflage erfahren.

Alle Disziplinen für Senioren ab M/W30 ausgeschrieben

Doch infolge noch nicht restlos beseitigter Schäden und völliger Wiederherstellung des Wurfplatzes unmittelbar neben dem Stadion mit leicht abgespeckter sportlicher Menükarte ohne Hammerwurf. Aber ansonsten ist die Palette mit Kugel, Diskus, Speer komplett, angereichert im Rahmenprogramm aus dem Rasenkraftsport mit Gewichtwurf und Steinstoßen. Versteht sich und unseren Stammbesuchern längst bekannt, dass LTV-Abteilungsleiter und Cheforganisator Manfred Schmitz auch „Ein Herz für Senioren“ hat, überall Wertungen ab M/W30 ausgeschrieben sind. Noch auf eine Besonderheit hat uns der 62-jährige ehemalige 64,81m-Diskuswerfer der LG Bayer Leverkusen und aus dem Vorruhestand reaktivierte Angestellte des Bayer-Konzerns hingewiesen: Die Umkleiden und Duschen im Funktionsgebäude können nicht benutzt werden, derweil da einige Flüchtlinge aus der Ukraine vorübergehend eine Bleibe gefunden haben. Dafür sollte jede/r Verständnis aufbringen und kein Hinderungsgrund für eine Teilnahme sein. Improvisation ist seit Corona ja ohnehin ein ständiger, wenngleich nicht liebgewordener Begleiter.  – Alle weiteren Details. Vorläufiger Zeitplan, der nach dem Meldeschluss am 27.April womöglich aktualisiert wird.

TSV Zella-Mehlis bewirbt sich um Wurf-Fünfkampf-DM mit Langstaffeln

(Zella-Mehlis/Krefeld, 09. April 2022) Stochern im Nebel haben wir es in unsere vorwöchigen Kolumne „Das Wort am Sonntag“ mit dem Arbeitstitel „Noch ist nicht aller Tage Abend bei Vergabe der Ü35-Titelkämpfe 2022“ genannt (siehe Menüleiste). Danach setzte nicht gerade eine Sturmflut mit Hinweisen unserer gut informierten Leser ein. Aber den einen oder anderen Wink mit dem Zaunpfahl denkbarer Austragungsorte bekamen wir dann doch. Einer war sogar ziemlich konkret, dem es nachzugehen lohnte. Der Zufall wollte es, dass der mögliche Schauplatz und der örtliche Ausrichter TSV Zella-Mehlis bereits in unserem April-Scherz und der später angedockten spekulativen „Nebel-Geschichte“ vorgekommen ist. Was lag also näher, als sich an der Quelle sachkundig zu machen?

Abteilungsleiter Günter Karl gab kooperativ und offenherzig Auskunft

Gesagt und gestern Abend vor der „Tagesschau“ bei einem sehr angenehmen, kooperativen Telefonat mit TSV-Abteilungsleiter Günter Karl getan. Nach der Vorstellung meiner Person und Mission, konnte ich mir eine große Replik ersparen. Der Mann mit dem Vor- im Nachnamen hatte nicht nur die diesbezügliche Berichterstattung als bekennender Stammbesucher von LAMPIS mit großer Aufmerksamkeit gelesen. Kommen wir also gleich zu des Pudels Kern und seiner offenherzigen Aussage: „Nach Absprache mit unserem Präsidium, dem Bürgermeister der Gemeinde und dem Thüringer Leichtathletik-Verband haben wir uns beim DLV offiziell für die Ausrichtung der Wurf-Fünfkampf DM gemeinsam mit den Langstaffeln der Ü35 für den 02.bis 04.September 2022 beworben. So wir den Zuschlag erhalten, wäre es ein kleines Jubiläum, zusammen mit der Mehrkampf-DM die zehnten Titelkämpfe in der Arena Schöne Aussicht.“ Zugegeben, dass ich nicht nachgefragt habe, wie die vom  Dachverband geforderte „belastbare Absichtserklärung“ nach Deister auszusehen hat.

Ein Hindernis von 2.000 Euro gilt es noch auszuräumen

Abgesehen davon, wären dass natürlich auch wunderschöne Aussichten für die potenziellen Startwilligen der Fraktion Stoß/Wurf und Viertelmeile sowie Mittelstrecke. Allerdings räumte der bewährte und erprobte Macher ein, dass es im Vorfeld noch ein Hindernis auszuräumen gilt. Aufgrund der angespannten Finanzlage verlangen die Verantwortlichen der Kleinstadt erstmals ein Nutzungsentgelt in Höhe von 2.000 Euro für die drei Meisterschaftstage. „Das können wir bei all den Kosten aus den Einnahmen nicht auch noch stemmen. Dafür muss irgendeine andere Lösung gefunden werden“, macht Karl deutlich und weiterhin klar (übrigens dieselben Buchstaben seines Namens), dass er aus Gründen der Planungssicherheit aller Beteiligten darauf schnellstmöglich eine Antwort benötigt.

Wo ein Wille, da ist auch ein Weg

Notfalls mein bescheidener Vorschlag dazu, wenngleich nicht genau im Vorhinein kalkulierbar: Die bislang sehr volkstümlichen Preise beim in eigener Regie durchgeführten Catering mit den inzwischen berühmten Thüringer Rostbratwürstchen vom kugelstoßenden „Grillmaster“ Uwe Heimrich etwas zu erhöhen. Das würde sicherlich auf das Verständnis der Teilnehmer/innen stoßen, die schlussendlich daran ein großes Interesse haben, dass diese Meisterschaften im Wohlfühlambiente von Zella-Mehlis stattfinden. Und die Stadtväter sollten nicht allein über einen adäquaten Nachlass nachdenken, sondern den mit Weitblick auch gewähren. Denn ohne diese Titelkämpfe bekommen sie keinen müden Cent, schaden zudem der gesamten Infrastruktur mit Hotelerie wie Gastronomie und beschneiden sich selber der Gewerbesteuer-Einnahmen.
So schaut’s aus!

Heutige Weltgesundheitstag appelliert an einen vernünftigen Lebensstil

(Genf/Krefeld und die weite Welt, 07. April 2022) Auf seine Gesundheit sollte jeder der Gattung Homo sapiens (Mensch) stets achten. Aber just heute erinnert und appelliert die Weltgesundheitsorganisation mit Hauptsitz Genf in der Schweiz mit einem Weltgesundheitstag besonders daran. Denn alt zu werden ist nicht allein eine Gnade, sondern mit entsprechendem Verhalten auf vielen der Gesundheit dienenden Gebieten auch ein Verdienst (was zudem viele ökonomische und ökologische Aspekte hat). Dazu gehört als begleitende Maßnahme unter anderem (Amateur-)Sport, ohne ihn gleich exzessiv zu betreiben. „Die Dosis macht das Gift“, pflegt in solchen und ähnlichen Fällen der unseren Lesern bestens bekannte Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof.Dr.Ingo Froböse zu konstatieren.
Als wirkliches Gift sind Alkohol, Rauchen und Drogen bis auf „das Gläschen in Ehren kann niemand verwehren“ zu meiden. Unabdingbar zu einem gesunden Lebensstil gehören eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Bevorzugt Wasser und/oder Früchtetees. Eine prima alternative ist gerade für Sportler als isotonisches Getränk alkoholfreies Weizenbier während und nach körperlicher Belastung. Übrigens ebenfalls ein heißer Tipp von Froböse.
Oftmals unterschätzt wird mindestens siebenstündiger, lebenswichtiger Nachtschlaf am Stück (Pinkelpause ausgeklammert). Er sorgt dafür, dass Körper und Geist zur Ruhe kommen. Das ist in heutigen Zeiten bei auch noch im Unterbewusstsein arbeitendem Kopfkino leichter gesagt, als getan. Wenn jedoch der Schlaf zum Alptraum wird sollte dem unbedingt gegengesteuert und Rat gesucht werden, den es in vielfältiger Form gibt. Und nicht zu vergessen: Regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt des Vertrauens wahrzunehmen. (Dieser  Beitrag wurde neben eigenen Erfahrungen mit Informationen vom schon zitierten Froböse und aus dem Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau geschrieben.)

Bewährtes LAC Quelle Fürth richtet Bayerns Landesfinale der DAMM aus

(Gröbenzell/Fürth/Krefeld, 08. April 2022) Was zunächst nur auf kleiner Flamme im Rahmen eines Abendsportfestes am 01.Juni 2022 in Gröbenzell als Qualifikationsdurchgang zur Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) vorgesehen war, wächst sich nun – um im Sprachbild zu bleiben – zu einem richtig schönen Lagerfeuer für die bekennenden „Team-Player/innen“ in der Leichtathletik aus. Nämlich einer Bayerischen Meisterschaft in der DAMM mit allen damit verbundenen Weihen. Gastgeber wird das auf diesem Gebiet außerordentlich erfahrene LAC Quelle Fürth sein. Auch mit eigenen Mannschaften, versteht sich.

Gastvereine und Startgemeinschaften sind herzlich willkommen

Austragungsort dieser Titelkämpfe ist die neue Sportanlage der Gesamtschule Langwasser auf der Bertold-Brecht-Straße 31 in Nürnberg, Termin Sonntag, der 15.Mai 2022 mit Beginn 12:00 Uhr. Gastvereine oder Startgemeinschaften, die ohne eigene Möglichkeiten auf der Jagd nach der Qualifikation für das bundesweite Team-Finale der M30 bis 70 und W30 bis 60 im September in Lage (Westfalen) gehen möchten, sind herzlich eingeladen und willkommen. Die Ausschreibung wird in Kürze auf dem Internet-Portal des Landesverbandes unter www.blv-sport.de veröffentlicht. Nach abschließendem Eingang der Meldungen erfolgte die Erstellung des Zeitplanes.

Alles neu macht der Wonnemonat Mai

Der Schauplatz, der unter dem Motto „Alles neu macht der Wonnemonat Mai“ stehen könnte, ist zweifellos einer der besten und modernsten Leichtathletik-Arenen in Bayern. Ausgestattet mit acht Sprint- und sechs Rundbahnen, fünf Weitsprung-, drei Hochsprung-, drei Kugelstoß-Anlagen sowie Diskuswurf jeweils auf dem Hauptgelände. Die Tribüne hat ein Fassungsvermögen für 500 Zuschauer. Keine Frage, dass auch die fränkische 520.000-Einwohner-Metropole mit ihrer historischen Altstadt über den Sport hinaus stets eine Reise wert ist. Das auch der durch Armin Laschet (CDU) verhinderte Bundeskanzler und bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) daher stammt, ist indes lediglich eine Randnotiz in diesem Zusammenhang. Keiner besonderen Erwähnung bedarf eigentlich, dass LAMPIS ein Herz für Senioren*innen und da wiederum einer umfassenden Berichterstattung der DAMM hat.
Ebenfalls hoher Standard ist, dass der DLV in seiner impertinenten Ignoranz, Schlafmützigkeit und
Totengräbermentalität" immer noch nicht den festen Termin (10. oder 17.September) für das Team-Finale Senioren auf seiner Netzseite benannt hat.

Interstate: Deutsche Rechnung scheiterte am gastgebenden Wiener Wirt

(Leibnitz/Wien/Krefeld, 06. April 2022) Mehr so zufällig habe ich von Bald-Siebziger Pino Pilotto (*17.05.1952) aus Luzern erfahren, dass die Schweiz aufgrund von Aufstellungsproblemen nicht am Interstate Masters 2022 teilnehmen wird. Dieser Wettbewerb wurde 2012 auf Initiative vom früheren tschechischen Weltklasse-Diskuswerfer Gejza Valent (im Bild) zusammen mit dem damaligen EVAA-Präsidenten und Wanderpokalstifter Dieter Massin (Ahlen/Westfalen) aus der Taufe gehoben. Der inzwischen traditionelle Sechs-Länderkampf zwischen Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien und bislang den Eidgenossen aus der neutralen Alpenrepublik erlebt nach den Corona-bedingten Ausfällen in den beiden vergangenen Jahren am 21.Mai 2022 in Leibnitz/A (Steiermark) die neunte Auflage.
Die spontane, aber offenbar kühne Idee von mir war, dass mit schon signalisierter Unterstützung von DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf ein in Privatinitiative und Eigenfinanzierung auf die Beine gestelltes inoffiziöses „Team Deutschland“ als einmaliger Lückenbüßer für die zumindest diesmal fehlenden Schweizer/innen einspringen könnte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wobei anzumerken ist, dass sich die Mannschaften aufgrund eines ausgeklügelten Altersklassenfaktors nach Geburtsjahrgängen ab M/W35 bis nach oben offen zusammensetzen. Anders würde es bei den teilnehmenden Nationen auch nicht funktionieren.

Schade für die potenziellen Startwilligen eines inoffiziösen "Teams Deutschland"

Lange Rede, kurzer Sinn, habe ich bei Österreichs hammerwerfenden Mannschaftskapitän Gottfried Gassenbauer nachgefragt und meine Rechnung ohne den gastgebenden Wirt gemacht. Offenbar möchte Gottfried  keine „fremden Götter“ in dieser eingeschworenen Länder-Gemeinschaft neben sich haben. Die Antwort des 63-jährigen LAMPIS-Repräsentanten aus der Landeshauptstadt Wien las sich freilich ein wenig verbindlicher: „Das hätte sportlich keinen Wert, da selbst ein ,All-Star-Team‘ aller anderen fünf Nationen gegen eine deutsche Mannschaft nicht mithalten könnte.“
Naheliegend. Doch der Beweis lässt sich nicht antreten. Schade eigentlich für die potenziellen deutschen Startwilligen. Bei dem kargen hochkarätigen inländischen Wettkampfangebot hätten sie garantiert Spaß an diesem internationalen Gemeinschaftserlebnis mit anschließendem großen geselligen Abschlussbankett, Übernachtung und Katerfrühstück gehabt.