Frankfurter Buchmesse öffnet wieder die Tore für Leser

(Frankfurt/Krefeld, 20. Oktober 2021) Lesen bildet, informiert, unterhält, lenkt ab, lässt einen in eine andere Welt eintauchen. Wer wollte das ernsthaft bestreiten?! Nach der durch die Corona-Pandemie bedingten vorjährigen Geistermesse wird die heute beginnende Frankfurter Buchmesse, weltweit die größte ihrer Art, wieder ihre Tore für Fachbesucher und „Leseratten“ öffnen. Selbstverständlich unter den momentan noch gängigen speziellen Einlasskontrollen (3G-Regel) und Hygienevorschriften (Maskenpflicht beim Defilieren durch die Gänge der Verlagsstände). Hinsichtlich des Anfassens, Umblätterns und Desinfizierens von Büchern gibt es jedoch keine Auflagen. 2.000 Aussteller  aus 80 Ländern und 300 internationale Autoren werden sich bis kommenden Sonntag ein Stelldichein geben. Das Lesepublikum von Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher findet ab Freitag Einlass. Maximiert auf 25.000 Besucher täglich. Tickets können ausschließlich online erworben werden. Zum Vergleich: 2019 waren es über 300.000 Schaulustige. Alle weiteren Details auf der nachfolgend verlinkten, umfangreichen Veranstalter-Netzseite.

Rheinische Post: „Das Virus hat die Bücher nicht besiegt“

Die Rheinische Post titelt heute in einem ganzseitigen bebilderten Beitrag in ihrer Spalte Kultur: „Das Virus hat die Bücher nicht besiegt“. Das genaue Gegenteil dürfte der Fall sein bei lange stark eingeschränkten Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Und es muss auch nicht immer eine Neuerscheinung sein. Neu ist schließlich alles, was man(n)/frau noch nicht selber gelesen hat. Einfach mal zum Buchhändler des Vertrauens gehen. Aber auch wir werden morgen Lesetipps veröffentlichen. Denn ein Multitalent aus den Reihen der bekannten Werfer hat seit 2015 acht Bücher herausgegeben. Wenn nicht ohnehin Stammbesucher also unbedingt wieder reinschauen!
Bei aller gebotenen Bescheidenheit: Allein seit Bestehen von LAMPIS ab 06.Dezember 2009 habe ich, wenngleich ohne durchgängigen Handlungsstrang, mit den täglichen Beiträgen wie diesen in Summe zig Bücher aneinandergereiht. Dennoch lese ich gerne. Bevorzugt Biografien und Autobiografien. Derzeit die Erzählungen von Tennisspielerin Andrea Petković „Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht“. Sehr unterhaltsam mit Esprit, viel Wortwitz, Bildsprache und feiner Klinge formuliert, was diese blitzgescheite junge Frau da auf 265 Seiten zu Papier gebracht hat. Ein Kleinod für bekennende Anhänger der deutschen Sprache.

Termin für die Hallen-EM 2022 soll nunmehr angeblich fix sein

Kolumne

Moment mal

(Braga/Lausanne/Krefeld, 19. Oktober 2021)
Es ist eine uralte Binsenweisheit, dass international startende Senioren*innen, seien es Leistungssportler oder Sporttouristen, frühzeitig Planungssicherheit haben möchten, richtiger: wollen. Schlussendlich sind damit ursächlich Hotel- und An-/Abreisebuchungen verbunden. Bekanntlich fängt der frühe Vogel den Wurm. Soll in diesem Zusammenhang heißen, die größere Auswahl und günstigeren Konditionen bei Frühbuchung.
Das alles scheint noch nicht bis zum präsidialen „Master of Desaster“ der European Masters Athletics (EMA) Kurt „Kuddel-Muddel“ Kaschke mit Wahl-Wohnort im portugiesischen Assafora und Amtssitz in Lausanne/CH am Genfer See durchgedrungen zu sein. Dass er seine Dienstreisen nicht selber bezahlen muss, ist ihm schlechterdings vorzuwerfen. Wohl aber, dass er in jüngerer Vergangenheit auf dem offiziellen Mitteilungsorgan der EMA mit verschiedenen Terminen zu den Corona-bedingt zweimal verlegten Hallen-Europameisterschaften mit Anhängseln in Braga (Portugal) operierte. Da war zunächst 21.Februar bis 01.März, später 20. bis 27.Februar 2022 nachzulesen.

EMA-Präsident Kurt Kaschke reagierte auf virtuellen Zuruf

Was nun? Die recht große Facebook-Gruppe „EMA Friends“ (2.174 Mitglieder) nahm sich dieser Thematik an. Und siehe da, der hohe Herr reagierte geradezu postwendend (sonst nicht seine Art) auf diesen virtuellen Zuruf. Gestern ließ der 66-jährige Funktionär (im Bild) von seinem Netzwerk-Administrator Hans-Peter Skala aus Ratingen ein langatmiges „Statement“ auf der EMA-Internetseite veröffentlichen. Die wesentliche Quintessenz daraus: Die Titelkämpfe sollen nunmehr vom 20. bis 27.Februar, also an acht langen, geldschneidenden Tagen stattfinden. Mithin zwei bis drei mehr als bisher.
Was die zunächst noch groben Feinheiten angeht, bleibt notgedrungen abzuwarten, bis irgendwann in hoffentlich nicht allzu fernen Tagen die offizielle Ausschreibung der neugierigen, interessierten Öffentlichkeit präsentiert wird. Ehrensache, dass LAMPIS ein Auge darauf haben wird!

Wie wär's noch mit Sackhüpfen und Eierlaufen?

Vorab steht indes zu befürchten, dass das Programm nach Kaschke-Gutdünken weiter aufgeblasen wird. Wahrscheinlich findet das schon als Freiluft-Wettbewerb der Berg- und Crosslauf-EM 2021 zu „bewundernde“ Hirngespinst Nordic Walking (was hat das noch mit Leichtathletik zu tun?; inzwischen denkt auch der DLV laut darüber nach!) unter dem Hallendach statt. Wie wär’s zudem noch mit Sackhüpfen und Eierlaufen? Damit ist jetzt nicht das biologisch bedingte bei Männern gemeint, sondern jenes mit einem rohen Ei auf einem Löffel in der linken oder rechten Hand, das unversehrt an Ort und Stelle ins Ziel zu bringen ist.
Schlimmer geht irgendwie immer. Gell, Herr Kaschke. Die „Masters“ aus aller Herren Länder dürfen sich alle miteinander schon auf den Tag anno 2022 freuen, wo seine zweimal mit Kartenspielertricks verlängerte, dann zehnjährige Amtszeit ein Ende haben wird. Halleluja in Geschäftsführung ohne Auftrag!

45 Gemeldete bei BW-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf

(Essingen/Krefeld, 16. Oktober 2021) Wo sonst könnte es ein längeres und intensiveres sportliches Gemeinschaftserlebnis geben als bei einem Mehrkampf? Eine rein rhetorische Frage, die sich von selber beantwortet. So sie denn alle an den Start gehen werden, haben morgen bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf (ja, so heißt der in richtigem Deutsch!) im Schönbrunnstadion in Essingen insgesamt 45 Senioren*innen aus Baden (10) und Wüttemberg (35) die Gelegenheit dazu.
Nun handelt es sich dabei allerdings nicht um ein Stelldichein von ausgewiesenen Wurf-Allroundern. Zumeist sind es Spezialisten in irgendeiner Disziplin, die aus purem Spaß an der Freud‘ zum Saisonkehraus genau das machen, was oben beschrieben worden ist. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass die Protagonisten alles schon einmal trainiert haben, das jeweilige Gerät einigermaßen beherrschen und nicht davon beherrscht werden. Gerade im  Gewichtwurf hat es nach dem Motto
Das mach ich auch mal" insbesondere bei internationalen Meisterschaften Halle wie Stadion unter „vermeintlichen Alleskönnern der Touristenklasse" schon so manch abenteuerliche Szenen bis hin zu Verletzungen gegeben.
Die nominell meist besetzte Klasse der größeren Württemberger Fraktion ist die M50 mit sieben Gemeldeten, gefolgt von der M60 mit sechs. Wer es gerne genauer hat, der schaue sich die nachfolgend verlinkten Meldelisten aus Baden und Württemberg an.

Vielseitiger Heiko Wendorf nun Kommissions-Vorsitzender im TLV

(Erfurt/Neustädt/Krefeld, 17. Oktober 2021) Wenn das keine Athleten-freundliche Synthese ist, was dann? Die Antwort kommt sogleich! Der passionierte, leidenschaftliche Kugelstoßer mit eigener professionellen Anlage, Veranstalter und DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf (*1970) aus der 311-Seelen-Gemeinde Neustädt an der hessisch-thüringischen Landesgrenze wurde gestern auf der Verbandsratssitzung des Thüringer Leichtathletik-Verbandes (TLV) in Erfurt ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung zum neuen Vorsitzenden der Kommission Breitensport gewählt. Der selbständige 51-jährige Wirtschaftsjurist tritt die Nachfolge der auf eigenen Wunsch hin zurückgetretenen Kerstin Herrmann-Girnth bis zum nächsten ordentlichen Verbandstag in 2023 an.

TLV-Präsident Wolfgang Lahmann stellte den Antrag

Kein Geringerer als TLV-Präsident Wolfgang Lahmann hatte den Antrag zur Wahl von Wendorf gestellt. Das ist für Insider und LAMPIS-Stammbesucher insofern keine Überraschung, als dieses kongeniale Duo in der jüngeren Vergangenheit schon mehrfach erfolgreich im Dienste der gemeinsamen Sache im gelobten Bundesland der Senioren-Leichtathletik zusammengearbeitet hat. Derer Beispiele gäbe es zu viele, sie an dieser Stelle und auf dieser Welle alle zu benennen. Stellvertretend sei an die Ausrichtung der praktisch schon zu Grabe getragenen Hallen- und Winterwurf-DM vom 28.Februar bis 01.März 2020 in Erfurt kurz vor dem breitflächigen Ausbruch von Corona erinnert.
Redaktioneller Hinweis auf einen weiteren aktuellen Beitrag im Fenster Ergebnisse.

NRW-Winterwurf: Streichkonzert ist Personalmangel geschuldet

(Düsseldorf/Krefeld, 15. Oktober 2021) Nichts ist (und wird?) mehr wie es einmal war. Finden wir uns also mit der neuen Normalität seit und während Corona zähneknirschend ab. Wer als bisheriger Stammgast der Offenen NRW­-Winterwurfmeisterschaften ab M/W30 in die Ausschreibung dieser Titelkämpfe am 07.November 2021 im Arena Sportpark in Düsseldorf schaut, der sieht sich einem wahrhaftigen Streichkonzert ausgesetzt. Es finden allein die Langwürfe Diskus, Speer und Hammer als „klassische“ Winterwurf-Disziplinen statt.  Wie bislang werden Kugel, Gewichtwurf und Wurf-Fünfkampf als Rahmenwettbewerbe ohne Meisterschaftswertung diesmal nicht angeboten.

Kampfrichter fehlen an allen Ecken und Enden

Als Interessenvertretung vorneweg f
ür Senioren-Werfer/innen wollten wir es unserer selbst gewählten Bestimmung entsprechend etwas genauer wissen weshalb, warum, wieso? Deshalb machten wir uns an der Quelle bei Nordrhein-Seniorenwartin Gisela Stecher aus Grevenbroich telefonisch sachkundig. Und schon sind wir wieder bei dieser vermaledeiten Pandemie. Nicht nur in der freien Wirtschaft, auch wörtlich genommen speziell in der Gastronomie, wird unter latentem Personalmangel geächzt und gestöhnt. Bei der Leichtathletik sind es halt Kampfrichter und Helfer, die an allen Ecken und Enden fehlen. „Unter diesem Gesichtspunkt ist es uns  nicht möglich, das bisherige Angebot aufrecht zu erhalten“, konstatiert Stecher. „Das bedauere ich persönlich sehr.“
Damit wird sie sicherlich in größerer Gesellschaft sein, die engagierte Ehrenamtsinhaberin, die als eine der wenigen Offiziellen ein Herz für Senioren*innen hat. Doch besser als nix wie 2020 ist es allemal.