ARD, ZDF und EUROSPORT zeigten der Leichtathletik die kalte Schulter

Kommentar

Unter uns gesagt

(Darmstadt/Krefeld, 31. März 2022) Wenn man sich die mediale Bedeutung der Leichtathletik hier zu Lande in der Öffentlichkeit anschaut, gibt es derzeit nicht viel Positives zu berichten. Im gesamten Winterhalbjahr wurde von allen möglichen Wintersportarten, besonders am Wochenende, viele Stunden lang live im Fernsehen der ARD und vom ZDF sowie bei EUROSPORT berichtet. Bei „König“ Fußball werden selbst Freundschafts- und Vorbereitungsspiele, bei denen es bestenfalls um die Ehre geht wie zuletzt gegen die Niederlande, zur besten Sendezeit live in voller Länge plus Nachbetrachtung bis zum Abwinken übertragen. Von einer drei Tage andauernden Leichtathletik-Weltmeisterschaft unter dem Hallendach der Männer/Frauen in Belgrad mit fantastischen Leistungen und neuen Weltrekorden gab es keine Live-Berichterstattung. Eine wenige minutenlange Zusammenfassung in einer allgemeinen Sportsendung – das war’s.

Vogel-Strauß-Politik und Drei-Affen-Prinzip hilft nie und nirgendwo weiter

Da fragen sich die bekennende Interessenten der einstigen olympischen Kernsportart, von denen es nach einer kühnen Behauptung des Dachverbandes rund 30 Millionen in unserer Republik geben soll (den Internet-Livestream sahen derweil weltweit lediglich bis zu 9.000 Zuschauer), warum ist das so? Ein Blick in die Statistiken besagter Hallen-WM sagt schon vieles, aber nicht alles aus. Die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) „für Aufsehen sorgenden“ entsandten 16 Athleten*innen kamen im Medaillenspiegel nicht vor, belegten in der Nationenwertung durch einen achten Platz mit einem mageren Punkt den 49. Rang. Das muss nicht weiter kommentiert werden. Außer von leitenden Funktionsträgern beim DLV, die von diesem unterirdischen Abschneiden und teilweise desolaten Auftreten ihrer Schützlinge nicht einmal enttäuscht waren. Weshalb auch? Schließlich müssten ihnen die vielfältigen Ursachen hinlänglich bekannt sein. Aber das will wohl niemand wahrhaben, ist Vogel-Strauß-Politik mit dem Kopf in den Sand und das berühmt-berüchtigte Drei-Affen-Prinzip angesagt.

Aufschlussreiche stete Abwärtsentwicklung der Mitgliederzahlen

Gewisse Aufschlüsse liefert die Entwicklung der Mitgliederzahlen in den letzten 20 Jahren, da eine
breit fundamentierte Masse in aller Regel auch eine gewisse Klasse generiert. In den Jahren 2005 und 2006 hatte der DLV noch um die 900.000 Mitglieder. Von da an setzte jedoch ein kontinuierlicher Sinkflug ein. Bis zum Jahresende 2021 sackte der Gesamtbestand auf nur noch 768.476 Personen ab. Das ist schon ein gravierender Verlust. Klar, dass daran eine komplette Neustrukturierung des Verbandes im April 2021 auf die Schnelle nichts zu ändern vermochte. Aber Zweifel sind auch mittel- und längerfristig anzeigt, wenn mit „alten Köpfen“ in neuen Positionen weitergewurstelt wird. Ein Neuanfang mit einem krassen Schnitt hätte deutlich anders ausgesehen.

Ein anscheinend restlos überforderte Seniorenmanager

Doch machen wir weiter in unserer Analyse nach blanken, indes
aussagekräftigen Zahlen. In dem Altersklassenbereich der 19- bis 40-Jährigen lag die Mitgliederzahl im Jahr 2002 bei 224.817. Dort waren es 2019 nur noch 150.081. Das entspricht einem Schwund im zentralen Wettkampfbereich von 74.736 Personen oder 33 Prozent. Auch in anderen Alterssegmenten sind die Mitgliederbestände um die 20 Prozent rückläufig. Eine große Ausnahme bildet die Ü60-Generation männlich und weiblich. Hier stieg die Pyramide von 99.491 in 2005 auf 139.989 in 2019.an. Entsprechend einem Zuwachs von gut 40 Prozent. Insgesamt liegt der Seniorenanteil aller Mitglieder im DLV bei rund 50 Prozent. Und für diese zahlenmäßig größte Gruppe im DLV gibt es einen Seniorenmanager, der in seiner Funktion anscheinend völlig überfordert ist. Er ist nie erreichbar und beantwortet auch keine schriftlichen Anfragen bezüglich der Ausrichtung von verschiedenen Deutschen Seniorenmeisterschaften.

Verband wird seinem eigenen Anspruch als Dienstleister nicht gerecht

Die nachfolgenden Sätze vom DLV-Internetportal gelten offenbar nicht für alle Mitarbeiter.
Der DLV als Service-Dienstleister: Bei der Umsetzung all seiner Ziele versteht sich der DLV als ein modernes Dienstleistungsunternehmen und bekennt sich klar zu einer transparenten Kundenorientierung.   
Doch offensichtlich ist der Dachorganisation Einladungen zu irgendwelchen digitalen Themenabenden mit maximal 50 Teilnehmern*innen wichtiger, als sich um die originären Belange des eigentlichen Seniorensports mit jenseits von 1.000 Startern bei einer Stadion-DM zu kümmern. Somit kann und muss konstatiert werden, dass die stärkste Fraktion im Verband nur als ein lästiges Anhängsel betrachtet wird, für die es sich nicht lohnt, eigene Wettkämpfe auszuschreiben.

Leider ist eine Abspaltung vom DLV nach deutschem Verbandsrecht sehr schwierig

Als feste Größe in 2022 war es bislang gerade erst die Winterwurf-DM in Erfurt. Für alle anderen Meisterschaften wie Einzel, Mehrkampf, Wurf-Fünfkampf und Langstaffeln gibt es (noch) keine Termine, geschweige denn Schauplätze. Selbst die längst feststehende Team-DM Senioren mit verlangter und gewährter „belastbarer Absichtserklärung“ nach Deister (jener Seniorenmanager) am 10. oder 17.September in Lage/Westfalen weigert sich der DLV mit konstanter Bosheit in seinen Wettkampfkalender aufzunehmen. Wofür braucht der Seniorenbereich noch einen Deutschen Leichtathletik-Verband und umgekehrt?
Eine oft gestellte rein rhetorische Frage, die sich von selbst beantwortet! Leider ist eine Abspaltung nach britischem Muster aufgrund deutschem Verbandsrecht nicht so ohne weiteres möglich.

In Memoriam zum sich jährenden Todestag von Ferdinand Schladen

(Bonn/Krefeld, 29. März 2022) Erst vor wenigen Tagen war er posthum auf unserer Netzseite als ehemaliger Eigentümer der Originalfahne des Olympischen Dorfes der Sommerspiele von 1972 in München im Gespräch. Nun fügt es das Datum, dass sich heute der Todestag der einstigen Kugelstoß-Ikone Ferdinand „Fred“ Schladen (*24.05.1939, † 29.03.2021) aus Bonn jährt. Eine treffliche Gelegenheit, seiner zu Gedenken. Denn für viele die ihn näher gekannt haben ist es keine inhaltsleere Floskel, ihm über den Tod hinaus ein ehrendes Andenken zu bewahren. Da zähle ich mich dazu, den mit dem Verstorbenen über Jahrzehnte hinweg eine innige Sport-, fast schon Männerfreundschaft unter Gleichgesinnten und in vielen Bereichen Gleichstrukturierten verbunden hat. Dass er sportlich der weitaus erfolgreichere Kugelstoßer war und unsere Lebensbestleistungen bei 20,40 zu 16,90m satte 3,50 m trennten, spielte dabei überhaupt keine Rolle. Abgehoben waren nur seine 2,03 Meter Körpergröße gegenüber meinen relativ bescheidenen 1,87. Alles andere lief auf so genannter Augenhöhe ab. Allerdings hatte ich das ziemliche Glück, dass uns fünf Jahre trennten, ich ihm also bei den Senioren eine Altersklasse tiefer elegant aus dem Weg gehen konnte.

Ein amüsanter, in launiger Art fesselnder Plauderer vor dem Herrn

Unvergessen ist für mich neben vielen anderen Begebenheiten seine große Geburtstagsfeier aus Anlass seines Achtzigsten am 24.Mai 2019 bei herrlichem Wetter in einem Ausflugslokal an der Agger in Troisdorf. Da plauderte der amüsante Alleinunterhalter in seiner launigen, fesselnden Art vor versammelter 50-köpfiger Gesellschaft, darunter etliche Sportgrößen von einst, munter aus dem Nähkästchen seines prallen Lebens. Überhaupt ranken sich viele Anekdoten um und über ihn, von denen ich die eine oder andere live miterleben durfte. Eine davon geht so: Als er nach längerer Wettkampfpause noch die Norm für die Senioren-DM 2009 bei der M70 benötigte, entledigte er sich dieser für ihn Formalie beim Frühjahrswerfertag in Übach-Palenberg bei Aachen. Es sei vorausgeschickt, dass er Hände wie eine Bratpfanne groß für locker zwei Spiegeleier hatte. Nach dem Einstoßen ging er zum ersten Versuch in den Ring. Da sagt der Kampfrichter zu ihm: „Sie haben die Kugel vergessen.“ Fred öffnete seine bis dahin geschlossene rechte „Pranke“ und erwiderte: „Hier ist sie doch!“
Wer sich gezielter an das Werfer-Urgestein erinnern möchte, dem sei die verlinkte Geburtstagslaudatio anempfohlen oder ein 17-minütiges Video von einer Talkshow auf dem „Blauen Sofa“ in Bonn-Buschdorf.

Seit heute Nacht tickt bis Ende Oktober die Mitteleuropäische Sommerzeit

Kolumne

Moment mal

(Krefeld und die Nation, 27. März 2022) Als ich heute Morgen als gewohnheitsgemäßer Frühaufsteher für den wonnevollen Dienst an der Tastatur mein Bose-Radio eingeschaltet habe, zeigte die analoge Uhr darauf 6:05 Uhr. Nicht dass ich es vergessen hätte, wurde ich unvermittelt daran erinnert, was noch zu erledigen ist: Auf WDR4, die laut Werbebotschaft angeblich „Meine Lieblingshits“ spielen, ertönte passend dazu „Johnny come lately (New kid in Town)“ von The Eagles. Übersetzt: Johnny kommt in letzter Zeit. Das war zugleich das nicht erforderliche Stichwort, dass heute am letzten Sonntag im März die Uhren in der Nacht von zwei auf drei Uhr vorgestellt werden respektive worden sind. Wohlgemerkt: Die Uhren, nicht die Zeit. Die ist, was sie ist und lässt sich nicht beliebig umstellen.
Wenn dem so wäre, würde ich lieber nicht in dieser Zeit leben, mich in eine bessere weit vor Corona und Ukraine-Krieg zurück versetzen wollen. Dabei könnte ich ruhig mein Alter beibehalten. Sonst würde ich ja irgendwann wieder in diese vermaledeite Chose geraten.

Heute kann niemand zu einem Termin zu spät kommen

Aber zurück in die Zukunft. So es bei elektronischen Geräten aller Art nicht bereits pünktlich auf die Sekunde genau automatisch geschehen ist, sind analoge Zeitmessgeräte halt um eine geschlagene Stunde vorzustellen. Das hat zumindest entschieden den Vorteil, dass heute niemand bei irgendwelchen Terminen zu spät kommen kann, er im Zweifelsfalle eine Stunde zu früh das Hochamt um 10 Uhr oder sonst was besuchen will. Übrigens: Nicht zu vermitteln ist es der domestizierten Tierwelt, deren sehr verlässliche innere Uhr sich nicht umstellen lässt. Als langjähriger Halter von vierbeinigen Boxern, zuletzt Hündin Jolie (im Bild) bis zur Verabschiedung in den Hundehimmel im Mai 2018, weiß ich, wovon ich schreibe. 

Längst als ökologischer und ökonomischer Unsinn entlarvt

Obwohl längst in zahlreichen wissenschaftlichen Studien als barer ökologischer und ökonomischer Unsinn zweimal im Jahr (Rückstellung am letzten Sonntag im Oktober) entlarvt, konnte sich die Europäische Union (EU) mit derzeitiger Präsidentin Ursula von der Leyen (CDU) an der Spitze bislang nicht darauf einigen, bei „welcher Zeit“, also echt oder vorgestellt, es dauerhaft bleiben soll. Ja, klar, momentan plagen uns alle miteinander wichtigere und drängendere Dinge. Aber die gibt es schließlich irgendwie und irgendwo immer. Folglich steht zu befürchten, dass dieser simple Vorgang bis zum Sankt Nimmerleinstag vor sich hin dümpelt. Vermutlich kann ich nicht so alt werden, das noch zu erleben.
Also auf bis zum nächsten „Moment mal“ in dieser leidigen, komplett überflüssigen Angelegenheit.

Künftige "Landesmutter" hält den Saarland-Rekord im Kugelstoßen

(Saarbrücken/Krefeld, 28. März 2022; 19 Uhr) Nicht dass wir jetzt ernsthaft politisch würden. Eingedenk eigener Präferenzen schon gar nicht bei der Couleur. Allerdings gibt es als Nebeneffekt einen Bezug zur Leichtathletik, weshalb es uns diese Meldung wert ist. Wobei der Ordnung halber anzumerken wäre, dass es einem aufmerksamen, sachkundigen LAMPIS-Leser und unserem ständigen Mitarbeiter Dieter Krumm unisono aufgefallen ist. Die nach ihrem überragenden Erfolg bei der gestrigen Saarlandwahl designierte neue Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (*06.04.1976, geb. Moos) von der SPD, deren ehelicher Nachname angelehnt an das saarländische Städtchen Rehlingen fast schon verpflichtendes Programm ist, hat in ihrer Vita Wurzeln bei der sportlichen Fraktion von Stoß/Wurf.
Noch unter ihrem Mädchennamen Moos stellte sie im Trikot des LC Rehlingen im August 1996 als 20-Jährige mit 16,03 Meter den bald 26 Jahre danach noch immer gültigen Saarland-Rekord im Kugelstoßen der Frauen auf. Mit dem Diskus warf sie 1995 ihre Bestweite von 49,18m. Als sie bereits stellvertretende Ministerpräsidentin war, wirkte sie maßgeblich daran mit, dass die Equipe Saar im September 2014 im Essener Stadion „Am Hallo“ beim Bundesfinale um die Deutsche Altersklassen Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) den Titel in der W30/35 gewann.
Es darf also gemutmaßt werden, dass die demnächst 46-Jährige Spitzenpolitikerin sowie künftige „Landesmutter“ ein Herz für die Leichtathletik und da insbesondere der Senioren*innen hat. Ob’s was hilft, steht wieder auf einem anderen Blatt. Aber vielleicht kann sie sich ja mal mit ihrer präsidialen Klubkameradin Margit Jungmann, ihrerseits Frontfrau der World Masters Athletics (WMA), auf dem kleinen Dienstweg kurzschließen.
Redaktioneller Hinweis auf einen Beitrag in unserem Fenster Ergebnisse.

Erste isolierte, eigenständige Winterwurf-DM der Ü35-Generation

(Erfurt/New Brunswick, Krefeld, 26. März 2022) Jetzt werden wir mal ähnlich penetrant-ignorant wie der DLV, der in seiner Beharrlichkeit und Halstarrigkeit mit falschen Fakten zu operieren pflegt. Es ist, wenn schon denn schon, gestern und heute in Erfurt nicht die 19. Winterwurf-DM der Ü35-Generation, sondern die 18. Auflage, da die Freiluftwettbewerbe im Verbund mit der Hallen-DM 2010 in Sindelfingen dem Schnee zum Opfer fielen. Das predigen wir seit 2011 erfolglos, obwohl wir doch gewissermaßen ein Leit- und Leidmedium für diesen „Leuchtturmverband“ mit selbst ernannter weltweiter Strahlkraft sind.
Aber losgelöst von all dem sind es genau genommen die ersten isolierten, eigenständigen Titelkämpfe dieser Art in den Langwürfen. Ob sie eine Zukunft haben, wie alles andere bei den arg stiefmütterlich behandelten Senioren*innen, sei einmal dahingestellt. Signalwirkung wird davon bei teilweiser quantitativ äußerst mäßiger Beteiligung, die jedoch vielschichtige Ursachen hat (wir berichteten), jedenfalls nicht ausgehen.

Kontraproduktiv: Kugelstoßen nicht als Rahmenwettbewerb anzubieten

Da half bei absehbar zurückhaltendem Meldeverhalten auch eine Brandmail von DLV-Seniorenreferent David Deister (im Bild), jener Erfinder der „belastbaren Absichtserklärung“, an die Landesseniorenwarte nicht, ordentlich die Werbetrommel für diese Premieren-Veranstaltung zu rühren. Erschwerend kommt hinzu, dass der örtlich zuständige Thüringer Leichtathletik-Verband (TLV) den Vorschlag seines Aushängeschildes und Volkstribuns Andy Dittmar (*1974) von BiG Gotha ablehnte, dessen „Schokoladen-Disziplin“ Kugelstoßen als Rahmenwettbewerb anzubieten. Das hätte 1.) Spezialisten angelockt und 2.) bei dem klassischen Double Kugel/Diskus auch mehr Diskuswerfer generiert, die für eine Konkurrenz den immensen Aufwand nicht auf sich nehmen wollen. Die wenigsten wohnen schließlich gleich um die Ecke. Und 3.) hätte es obendrein die schwindsüchtige Kasse aufgepeppt.

Unfassbar: Antrag von Eva Nohl auf Sonderstarterlaubnis wurde abgeschmettert

Und dann gibt es noch einen zum himmelschreienden Vorgang, der Unverständnis, krasser formuliert: ohnmächtige Wut, auslöst. Da die als Weltrekordlerin im Hammerwurf der W70 (39,24m) sportlich über jeden Zweifel erhabene Eva Nohl (*1948) vom TSV Langenzenn aufgrund eine Schulteroperation im Vorjahr keine Qualifikationsleistung (für sie läppische 18m) vorweisen kann, stellte sie gemäß den Statuten einen Antrag auf Genehmigung einer Sonderstarterlaubnis. Der wurde unisono von Deister und auch ihrem Landesverband Bayern abgeschmettert. Versteht das jemand? Ganz abgesehen davon, dass hier auch ohne jede Not 63 Euro Startgeld (sie wäre auch bei Diskus und Speer angetreten) versenkt wurden. Sei’s drum: Nun schwingt also die gleichaltrige Heidelore Ambratis vom TSV Backnang den Hammer allein auf weiter Flur. Die große Freude über das Titelgeschenk von Verbandsgnaden wird bei ihr sicherlich nicht aufkommen.  
Mit diesem Link geht es zur Liste der potenziellen Teilnehmer/innen, die einige durchaus bekannte Namen der Szene enthält. Schall und Rauch sind indes die Meldeleistungen, die mit Diskus, Speer und Hammer zwangsläufig noch aus 2021 herrühren.

Christa Bortignon verzichtet auf Starts bei den „Canadian Masters“    

Schweren Herzens, jedoch der Vernunft gehorchend muss Mehrfach-Weltrekordlerin Christa Bortignon (*1937) aus Westvancouver auf ihre Titeljagd bei den „Canadian Masters“ an diesem Wochenende im 4.800 Kilometer entfernten New Brunswick verzichten. „Die Corona-Infektionen haben dort wieder stark zugenommen, und die Meisterschaften werden zusammen mit mehr als 100 ungeimpften Junioren durchgeführt. Das Risiko, zumal in einer Halle, wollte ich als 85-Jährige nicht eingehen“, schrieb sie uns in einer gestrigen E-Mail, nachdem sie sich über unsere nun nicht mehr zutreffende Vorschau sehr gefreut hatte.