EMA-Präsident versagt russischen Masters bislang offizielle Mitteilung

(Lausanne/Monte Carlo/Moskau/Krefeld,  06. Dezember 2021) „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich völlig ungeniert!“ Das ist eine der vielen negativen Überschriften, die sich zum unseligen Wirken von Kurt „Kuddel“ Kaschke als Präsident des kontinentalen Dachverbandes European Masters Athletics (EMA) in Lausanne/Schweiz setzen ließen. Erfreulicherweise läuft sein Haltbarkeitsdatum als nicht funktionierender Funktionär am 28.Februar 2022 ab. Doch zu seinem jüngsten Fehltritt mitten hinein ins Fettnäpfchen, das sein zweiter Wohnsitz ist. Dazu müssen wir ein weiteres Mal eine Plattitüde bemühen: Wie ein Elefant im Porzellanladen hat er aus Kumpanei zu einer ihm genehmen Privatperson vor einer offiziellen Verlautbarung der dafür zuständigen World Masters Athletics (WMA) in Monte Carlo telefonisch hinausposaunt, dass die russischen Masters ab 2022 wieder unter eigener Flagge bei internationalen Senioren-Wettbewerben starten dürfen (wir berichteten).

Russland ist einer der 52 Mitgliedsstaaten der EMA

Soweit, so schlecht. Doch „Kuddel-Muddel“ befand es bislang und vermutlich weiterhin nicht für nötig, dies zumindest kurzfristig im Nachhinein auf der überwiegend von Belanglosigkeiten geprägten und unzureichend gepflegten Verbandsnetzseite zu veröffentlichen (wozu hat er eigentlich gleich drei seiner getreuen Vasallen zu Medien-Managern ernannt?). Halten wir fest, dass Russland schließlich nicht irgendwo im Nirgendwo liegt, sondern in Europa und einer der 52 Mitgliedsstaaten der EMA ist. Deren Masters haben ein verbrieftes Recht darauf, eine solche Entscheidung von elementarer Tragweite aus erster Hand und nicht dem inoffiziösen „Obergefreiten-Dienstweg“ auf Facebook zu erfahren. Darauf greift schlussendlich lediglich ein Bruchteil zu. Und unsere Besucherzahlen aus Putin-Land sind ebenfalls sehr übersichtlich. Obendrein können wir bei aller sehr zeitnahen, oftmals exklusiven Vorab-Berichterstattung ebenso wenig einen offiziellen Charakter für uns reklamieren.

Internationaler Tag des Ehrenamtes fällt auf den heutigen 2. Advent

(Rund um die Welt/Krefeld,  05. Dezember 2021) Es kommt in dieser Trilogie nur alle Jubeljahre vor, dass auf das heutige Datum der Internationale Tag des Ehrenamtes, der 2.Advent und mein persönliches Wiegenfest, auch Geburtstag genannt, zusammen treffen. Zuletzt 2010. Was 1944 war, habe ich nicht recherchiert. Wenngleich keinen Kriegs-, jedoch mit dieser vermaledeiten Corona-Apokalypse einen absoluten Ausnahmezustand haben wir indes schon. Wiewohl es keine Alternative zu Optimismus gibt, zur Impfung außer Intensivstation ebenfalls nicht, kann einem fröhlich-ausgelassenes feiern vergehen.
Eigentlich wollte ich die Schnapszahl 77 mit Verwandten, Freunden, sehr guten Sportkameraden und ihren Herzdamen gebührend begießen. Das Eingangswort sagt es bereits: Fehlanzeige! Stattdessen wird's im engsten fünfköpfigen Familienkreis auf buchstäblich kleiner Flamme bei Raclette und einem erlesenen Rotwein am frühen Abend in gebotener Zurückhaltung stafffinden. Das hat freilich auch was für sich, ist kein Grund zum Jammern auf mittelhohem Niveau.

Den „Stillen Helden“ gebührt ein besonderer Dank

Doch wenden wir uns den Personen zu, ohne die weltweit in ganz vielen Bereichen des täglichen öffentlichen Lebens, darunter nicht zuletzt im Sport, rein gar nichts ginge und denen ein besonderer Dank gebührt. Dabei sind es vor allem die „Stillen Helden“, die nirgendwo namentlich genannt werden und die nicht im gleißenden Rampenlicht stehen. Ohne eine ausreichende Zahl an Kampfrichtern, Helfern und Helfershelfern beiderlei Geschlechts brauchten in der Leichtathletik die notwenigen Siebensachen erst gar nicht eingepackt zu werden. So schaut’s aus!

Leider gibt es auch allzu viele unrühmliche Beispiele

Das darf allerdings in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben: Je höher das Ehrenamt, umso mehr kommen leider persönliche Eitelkeiten ins unselige Spiel, die den Charakter mit der Attitüde „Macht macht süchtig“ verderben. Deren Beispiele, teilweise gepaart mit grenzenloser Selbstüberschätzung bis hin zur Unfähigkeit, gibt es mit Thomas Bach (IOC), Alfons Hörmann (DOSB), Jürgen Kessing
(DLV), Kurt Kaschke (EMA) und, und, und mehr als genug. Ganz zu schweigen vom  Präsidenten-Verschleiß beim größten Sportfachverband der Welt, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit  Feudalsitz in Frankfurt am Main.
Also widmen wir symbolisch den unendlich vielen ehrenamtlich tätigen Menschen, allein rund 31 (!) Millionen in Deutschland, die beiden brennenden Lichter zum heutigen 2. Advent und den obigen virtuellen Rosenstrauß! Nicht nur für die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll es sinnbildlich rote Rosen regnen.

Offiziell: Russischen Masters steht die Leichtathletik-Welt wieder offen

(Monte Carlo/Krefeld, 03. Dezember 2021) Unserem Markenzeichen „LAMPIS-Leser wissen nicht nur mehr, sondern es vor allem eher“ sind wir abermals vollauf gerecht geworden. Was wir Mittwochabend in unserer Reportage mit der chronologischen Abfolge des Geschehens geschildert haben, trägt nunmehr – wenngleich es keinerlei Zweifel daran gab – den Stempel offiziell. Die seit 2015 in Sippenhaftung bei internationalen Wettbewerben mit ausgesperrten russischen Senioren-Leichtathleten dürfen ab 2022 wieder an Großereignissen teilnehmen. Folglich auch bei den Hallen-Europameisterschaften mit Anhängseln vom 20. bis 27.Februar 2022 in Braga/Portugal. Mit der Einschränkung die für alle Startwilligen gilt: So sie denn stattfinden werden. Daran sind momentan aufgrund der Corona-Situation erhebliche Zweifel geboten. Aber das ist eine andere Baustelle mit höchst ungewisser Zukunftsmusik.

Vollständiger Inhalt auf der WMA-Netzseite

Bezüglich der wesentlicheren Thematik erhielten wir gestern Abend um 20:06 Uhr via E-Mail vom Senioren-Weltverband World Masters Athletics (WMA) mit Sitz in Monte Carlo im Fürstentum Monaco dank Präsidentin Margit Jungmann aus Rehlingen eine Pressemitteilung. Die Wiedergabe des Inhaltes können wir uns sparen, da die frohe Botschaft für die Russen und deren Sportfreunde aus aller Welt inzwischen auch auf der Netzseite der WMA veröffentlicht worden ist (siehe Link). Wer nicht zu den lediglich 2,1 Prozent der Germanen gehört, die der englischen Sprache perfekt in Wort und Schrift mächtig sind (dazu bekenne ich mich freimütig, was bei restlichen 97,9% keine Schande ist), denen empfehlen wir die Übersetzung bei www.deepl.com.

Wellenbrecher zum Wort des Jahres 2021 gekürt worden

(Wiesbaden/Krefeld,  04. Dezember 2021) Ursprünglich kommt dieser sprachliche Begriff aus dem Küstenschutz. Nunmehr schaffte es „Wellenbrecher“ zum Wort des Jahres 2021. Dies gab gestern die in Wiesbaden ansässige Gesellschaft für deutsche Sprache (GdfS) bekannt. Eine Jury dieser Institution hatte es aus 200 Vorschlägen ausgewählt und an Position eins der zehn Worte umfassenden Hitliste gestellt. Der Vorgänger war Corona-Pandemie. Und auch der Nachfolger steht damit in unmittelbarem Zusammenhang. „Es wird mittlerweile für Maßnahmen benutzt, die zum Schutz der Bevölkerung in der Virusbekämpfung angewendet werden“, erklärte GdfS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels. Bekanntlich schwappt in der Bundesrepublik über uns alle die vierte Corona-Welle hinweg, die es zu brechen gilt. Alles Weitere zu den Wortspielereien und Wortschöpfungen, so auf Platz zwei SolidAHRität (zu Abstrakt, dass es Eingang in den Duden findet), unter der nachfolgenden Verlinkung.

Unwort des Jahres in der Senioren-Leichtathletik: Absage

LAMPIS kürt von eigenen Gnaden noch das Unwort des Jahres in der nationalen Leichtathletik, insbesondere bei der Ü30-Generation, das den unrühmlichen Ehrentitel verteidigt: Absage. Das muss nicht weiter erklärt werden, liegt auf der Hand und ist in Termin-Datenbanken nachzulesen. Ohne Bruder Leichtfuß bei den exorbitant hohen Inzidenzzahlen das Wort zur reden, ist es allerdings absurd, dass der Rotstift im vorauseilenden Gehorsam bis in den Mai 2022 hinein reagiert und agiert.

Russische Masters ab nächstem Jahr wieder international startberechtigt

(Tallinn/Ahlen/Berlin/Rehlingen/Krefeld, 01. Dezember 2021; 21 Uhr) Gebetsmühlenartig machen wir uns mit journalistischen Mitteln bereits seit Jahren immer wieder mal dafür stark, dass mit der zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit aufgeräumt und die in Kollektivschuld über die russischen Senioren-Leichtathleten ausgesprochene Verbannung von internationalen Wettbewerben in einer „Lex specialis“ aufgehoben wird. Schließlich haben sie als lupenreine Amateure nicht an den mafiösen Strukturen eines flächendeckenden Staatsdopings teilgenommen. Erst zuletzt in dem Beitrag „Sippenhaftung für russische Masters muss eine Ende haben“ vom 19. vorigen Monats (siehe Link) haben wir die Tastaturfinger in diese Wunde gelegt.
Und nun kommt „Kommissar Zufall“ und Bewegung ins unselige Spiel. Valery Zhumandilov aus Tallinn in Estland, seines Zeichens in Dreifaltigkeit Masters-Athlet, Sportjournalist und „YouTuber“, verbreitete heute gegen 17 Uhr in kyrillischer Schrift an seine 1244 Abonnenten auf Facebook folgenden, sinngemäß übersetzten Inhalt (Nachricht inzwischen von ihm wieder gelöscht): „Soeben erhielt ich einen Anruf von Kurt Kaschke (der EMA-Präsident; die Redaktion), dass die russischen Masters 2022 wieder bei internationalen Meisterschaften unter eigener Flagge starten dürfen." Davon setzte mich EVAA-/EMA-Ehrenpräsident Dieter Massin aus Ahlen als glühender, Petitionen verbreitender Verfechter dieser Bewegung postwendend in Kenntnis.

Top-Meldung oder Zeitungsente des Tages?

Top-Meldung oder Zeitungsente des Tages? Dem wollte ich selbstverständlich nicht ohne saubere, gewissenhafte Recherche folgen. Denn schließlich ist es nicht opportun, wenngleich es zu der wichtigtuerischen, selbstgefälligen, unangemessenen und unseriösen Art von Kaschke passt wie der Deckel auf den Topf, einer offiziellen Verlautbarung vorzugreifen (eine derart elementare Entscheidung kann dieses kleine Lichtlein nicht von eigenen Gnaden treffen) und über einen ihm genehmen Mittelsmann, hier Zhumandilov, in die darob staunende Welt des Internets zu streuen. Also schrieb ich meinen Kollegen aus dem Baltikum an, woher denn K.K. seine Weisheit habe? Er antwortete mir recht zeitnah in englischer Sprache und übersetzt: „Ja, es gibt eine solche Nachricht. Noch warten wir auf eine offizielle Mitteilung.“

WMA-Präsidentin Margit Jungmann bestätigt die Richtigkeit

Das war nicht die Antwort auf meine Frage, mir daher immer noch zu dürftig und heikel, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Denn im Zweifelsfall wäre ich der Depp der Nation gewesen. Also wurden die imaginären Telefondrähte weiterhin bemüht, bat ich den gerade beruflich in Berlin weilenden DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf (im Bild) seine guten Kontakte zur Präsidentin des Senioren-Weltverbandes Margit Jungmann aus Rehlingen, die es am ehesten im Zusammenspiel mit der allein seligmachenden obersten Dachorganisation World Athletics (WA, vorher IAAF) wissen müsste, einzubringen und bei ihr nachzufragen. Verkürzt auf den Punkt gebracht: Die 65-jährige „Saarperle“ bestätigte die Richtigkeit dieser Neuigkeit von großer Tragweite, war nicht amüsiert vom Vorgehen ihres europäischen Amtskollegen, und sie gerade dabei, eine Pressemitteilung anzufertigen. Da soll Lampis auch im Verteiler sein.
Klar, dass ich bei meinem ungebrochenen journalistischen Ehrgeiz darauf nicht warten wollte und ich nun meinerseits mit dieser Exklusivmeldung vorgeprescht bin. Sie dient der Sache und den Sportkameraden aus Putin-Land, für die sich LAMPIS, das sei nicht ohne Genugtuung wiederholt, in der viel zu langen, bis 2015 zurückgehenden Vergangenheit stets unverdrossen und vehement eingesetzt hat. Sicherlich haben wir mit unserer Beharrlichkeit auch einen kleinen Anteil daran. Soviel Eigenlob muss sein.