Sportlerin des Jahres: Gelingt Malaika Mihambo das Triple...



(Baden-Baden/Krefeld, 26. November 2021)
Es lässt sich nicht länger leugnen, dass auch dieses besch… zweite Corona-Jahr trotz aller lähmenden Unbill mit steten Schritten dem Ende entgegenstrebt. Genau deshalb wird allenthalben und allerorten zu Sportlerwahlen aufgerufen. Die in Nordrhein-Westfalen zu den „Felix Awards“, einer lupenreinen Publikumsabstimmung, läuft bereits (wir berichteten). Nunmehr sind eine Etage höher, nämlich bundesweit, auch Experten von analoger wie digitaler Presse, Funk und Fernsehen am Zuge. Die rund 3.500 berufsständisch organisierten Sportjournalisten, darunter der Autor dieses Beitrages, haben bis zum 05.Dezember (keine Absicht, sondern eher Zufall, dass es sich um meinen Geburtstag und den Internationalen Tag des Ehrenamtes handelt) die Qual der Wahl zu Deutschlands Sportlerin, Sportler und Mannschaft anno 2021 (siehe Link).

...oder macht Aline Focken-Rotter ihr einen Strich durch die Rechnung?

Aufgrund dieses nachgeholten Olympiajahres sind in aller Regel deren erfolgreiche Protagonisten klar im Vorteil, die Gunst der Medienvertreter zu erlangen. Allerdings bleibt bei dem historisch schlechtesten Abschneiden „Made in Germany“ (stand hier mehr für das Insekt, von wegen der Wurm drin), auch oder gerade in der Leichtathletik, noch Luft für Weltmeister männlich wie weiblich in anderen Sportarten. Dennoch gibt es aus meiner Sicht vor allem beim schöneren und keineswegs schwachen Geschlecht zwei Olympiasiegerinnen, die wohl das Rennen an der imaginären Wahlurne unter sich ausmachen werden: Weitspringerin Malaika Mihambo von der LG Kurpfalz mit dem Bonus der Siegerin der beiden letzten Jahre und Ringerin Aline Rotter-Focken vom KSV Germania Krefeld, die in ihrem ultimativ letzten Kampf auf der Matte als überhaupt erste deutsche Frau eine Goldmedaille in dieser klassischsten olympischen Sportart gewinnen konnte. Die nicht verbindliche Vorschlagsliste des Verbandes Deutscher Sportjournalisten enthält noch weitere 27 Namen von A (Ave, Lindy) bis Z (Zeyen, Annika).

Offener Ausgang bei den Männern, bei Teams der FC Bayern München Favorit

Für recht offen halte ich den Ausgang bei der vermeintlichen „Krone der Schöpfung“. Die heißesten Kandidaten sind meines Erachtens Skispringer Karl Geiger, mit einem tollen vorwöchigen Saisoneinstand 2021/22 schon wieder in aller Munde, Langstrecken-Schwimmer Florian Wellbrock und Tennisprofi Alexander Zverev, beide in Tokio mit Gold dekoriert. Zverev gewann zudem jüngst in Turin zum zweiten Mal nach 2018 die inoffizielle Tennis-Weltmeisterschaft der ATP, schlug auf dem Weg dahin den Branchenprimus Novak Djokovic aus Serbien und Titelverteidiger Daniil Medvedev aus Russland.
Bei den Mannschaften sehe ich die Allesgewinner des FC Bayern München überlegen vorn. Nicht zuletzt aufgrund der besonderen Fußball-Affinität meiner meisten Kollegen. In diesem Falle ohne Genderstern und innen.
Schon mal vormerken: Die Proklamation erfolgt traditionell im edlen Bénezetsaal des Kurhauses Baden-Baden, diesmal am 19.Dezember, und wird vom ZDF am gleichen Abend übertragen. Vermutlich wieder von dem staubtrockenen gemischten Moderatoren-Doppel Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne am Mikrofon.

NRW Teamfinale Senioren im Wonnemonat Mai 2022 in Iserlohn

(Iserlohn/Wendelstein/Krefeld, 25. November 2021) Bei der Keimzelle der Senioren-Bewegung in der Leichtathletik, der guten alten Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM), herrschte in den beiden vergangenen Jahren der Corona-Zeitrechnung nahezu flächendeckend ziemlich tote Sporthose. Immerhin gab es in Bayern, das in dieser abgelaufenen Saison alle gängigen Senioren-Meisterschaften durchführte (!), Anfang September in Wendelstein einen Hauch von Landesfinale mit vier Teams und dem Nordrhein-Gast der Stg Hünxe-Bedburg-Duisburg.
Allemal erfreulich, dass sich anderswo künftig in dieser Hinsicht auch wieder etwas bewegt. Hatten wir am 04.November noch berichtet, dass im Rahmenterminplan 2022 des LV Nordrhein lediglich die Offenen NRW-Hallenmeisterschaften der Ü30-Generation mit Datum (08./09.Januar) und Schauplatz Arena-Sportpark Düsseldorf fix terminiert sind, so gibt es nunmehr einen weiteren Lichtblick: Just bei der DAMM. Nach der vor wenigen Tagen aktualisierten Fassung dieses Ankündigungsdokuments für 2022 ist das NRW Teamfinale Senioren am 15. des hoffentlich dann wieder Wonnemonats Mai im westfälischen Iserlohn vorgesehen.

Eine durch Gerstenkaltschale und Eishockey überregional bekannte Stadt

Gebe unumwunden zu, dass ich bis dahin diese 93.000-Einwohnerstadt im Märkischen Kreis vornehmlich als Adresse für eine überregional bekannte Gerstenkaltschale (Pilsener Bier) und Eishockey auf meinem Bio-Computer hatte. Als A-Schüler und B-Jugendlicher bin ich da vor rund 60 Jahren in der NRW-Liga als Rechtsaußen aufs glitzernde Parkett gestürmt. Damals hießen die Klubs in der längst von tierischen Beinamen geprägten DEL noch schlicht EC Deilinghofen statt Iserlohn Roosters (Hähne) und Krefelder EV von 1936 anstelle Krefeld Pinguine. Bei deren Duellen geht es also ziemlich gefiedert, deshalb aber nicht harmlos zu. Programmatischer und Furcht einflößender kommen Rote Bullen, Panther, Grizzlys, Eisbären, Haie und Adler daher. Das produziert dann bei entsprechenden Resultaten so blütenreiche Überschriften wie „Pinguine zogen den Haien die Zähne“. Das stelle man sich in Mutter Natur vor.

Nicht alles fällt im vorauseilenden Gehorsam dem Rotstift zum Opfer

(Düsseldorf/Torun/Apeldoorn/Krefeld, 23. November 2021) Manches gleicht heutzutage einem Blick in die (Glas-)Kugel: Was bringt die Zukunft, was ist überhaupt noch einigermaßen planbar, was schlussendlich auch machbar? Bei aller gebotenen Vorsicht und Zurückhaltung kein Grund, im vorauseilenden Gehorsam restlos alles in Frage zu stellen. Der Mensch braucht nun einmal als Antriebsfeder für sein Tun und Handeln wenigstens erst mal eine Perspektive. Glücklicherweise fällt nicht alles im Vorhinein in Bausch und Bogen dem Rotstift zum Opfer. Der Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) veröffentlichte gestern seinen aktualisierten Rahmenterminplan für 2022. Da stehen unverändert die Offenen NRW-Seniorenmeisterschaften der Ü30-Generation am 08./09.Januar in der Leichtathletikhalle im Arena-Sportpark in Düsseldorf auf der Agenda.

Polnische Hallen-Meisterschaften 2022 der Masters offen ausgeschrieben

Einer interessierten internationalen Gästefraktion stehen auch die Polnischen Masters-Meisterschaften ab M/W35 unter dem Hallendach am 12.Februar 2022 am bewährten Schauplatz Torun offen, wo vor Corona im März 2019 die in jeglicher Beziehung hoch gepriesenen 8.Hallen-Weltmeisterschaften der Senioren*innen stattgefunden haben.
Unsere westlichen Nachbarn aus den Niederlanden haben ebenfalls am 12.Februar im Omnisport in Apeldoorn die dort NK Indoor Masters genannten Titelkämpfe. Allerdings bleiben die „Orjanes“ unter sich. Das wäre freilich bei Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften nicht anders, so sie denn stattfinden würden. Danach sieht es derzeit auch für das kommende Jahr nicht aus. Wobei „noch“ nicht aller Tage Abend ist. Bemühen wir das Phrasenschwein: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Auch darauf, dass ein Großteil der tumben, engstirnigen Corona-Leugner und Impfverweigerer noch zur Einsicht gelangen.

Einstige Weltklasse-Kugelstoßerin kandidiert für EMA-Präsidentschaft

(Braga/Wien/Lausanne/Krefeld, 24. November 2021) Ein Kahlschlag steht dem kontinentalen Senioren-Dachverband European Masters Athletics (EMA) mit Sitz in Lausanne/CH ins Haus. Das gesamte fünfköpfige geschäftsführende Präsidium ist bei der Generalversammlung am 28.Februar 2022 in Braga (Portugal) entweder durch endgültigen Amtsablauf nicht wieder wählbar oder kandidiert aus freien Stücken heraus nicht mehr. Nach gutem Brauch und alter Väter Sitte geht man(n) nicht auf blauen Dunst in eine solche Sitzung, sondern pflegt vorher ein „Schattenkabinett“ auf die Beine zu stellen. Zumal eine Kürung der Kandidaten nur erfolgen kann, wenn sie durch ihren nationalen Leichtathletik-Verband vorgeschlagen worden sind. Der verlinkte Knebelpakt" zwischen Kaschke und dem DLV läßt unschön grüßen.

"Kuddel" wurde in der Nachbarschaft fündig...

Der mit Kunstgriffen und Trickserei seine Amtszeit auf zehn statt acht Jahre verlängernde und demnächst endgültig scheidende, schon lange umstrittene, narzisstisch veranlagte Präsident Kurt „Kuddel“ Kaschke (im Bild) mit Wahlheimat Assafora (Portual) ging für sein von ihm zu übergebende unzureichend bestellte Feld auf die Suche (unter anderem in einem langen Telefonat bei DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf, der dankend ablehnte). Er wurde in der näheren geografischen Umgebung bei einer schillernden, kosmopolitischen Figur fündig: Der gebürtigen Ukrainerin Valentina Fedjuschina (*10.02.1965) mit österreichischer Staatsangehörigkeit, portugiesischem Wohnsitz und beruflicher Aktivität in Texas (USA).

...mit einer buchstäblich auf-sehen erregenden Person

Nie gehört oder gelesen, den Namen, werden jetzt sicherlich viele Leser zu sich selber sagen. Moment mal: Ein unbeschriebenes Blatt ist die Dame nicht, haben die Alleswisser von Wikipedia einmal mehr Rat. Die stattliche 56-Jährige wird bei den meisten Herren der Schöpfung für aufsehen sorgen. Das ist kein Tippfehler, vielmehr buchstäblich zu verstehen. Denn die ehemalige Weltklasse-Kugelstoßerin mit Bestleistungen von 21,08m im Freien und 21,60m unter dem Hallendach hat mit einer Körpergröße von 1,90m die eigene Messlatte sehr hoch gelegt. Mit
„Highheels" noch zehn Zentimeter obendrauf. Seinerzeit, darauf liegt die Betonung, brachte sie ein Wettkampfgewicht von 90 Kilogramm auf die Waage. Heutzutage beschreibt sie unser hammerwerfender Österreich-Repräsentant Gottfried Gassenbauer aus Wien, der sie aus vielen Begegnungen persönlich kennt, als attraktive, elegante, repräsentative Erscheinung (siehe Foto; Quelle Facebook).

Nach Kaschke kann es eh nur besser werden

Das allein ist logischerweise noch kein Kriterium und Bewerbungsschreiben, noch weniger ein Ticket für ein hohes Ehrenamt, obwohl es nach Kaschke eh nur besser werden kann. Fedjuschina ist seit geraumer Zeit in Gremien des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes (ÖLV), der sie inzwischen auch offiziell nominierte, des Weltdachverbandes World Athletics (WA) in Monte Carlo und der europäischen Tochter European Athletics (EA) in Lausanne aktiv. Sie hat in einer Lampis vorliegenden Rundmail mit großem Verteiler für sich die Werbetrommel gerührt. Ein kleiner Auszug in Schlaglichtern daraus sinngemäß aus dem Englischen übersetzt:
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Meine Absicht ist es, die positive Entwicklung der Masters-Leichtathletik in Europa zu gewährleisten,
# Ein Präsident muss mit einem Team von Managern mit Fähigkeiten und Leidenschaft für unsere Masters tätig sein: Das ist mein Vorhaben.
# Die Masters-Leichtathletik muss von den nationalen Verbänden respektiert und in allen Belangen unterstützt werden. (Den Sportschuh sollte sich der DLV anziehen, die Redaktion).
# Zusammen mit meinem Team werde ich den hohen Standard bei den Masters durch neue Projekte und Ideen für eine erfolgreiche Zukunft unseres Sports verbessern.

Abgerechnet wird in einem mäßig besuchten Sitzungssaal

Alles sehr vielversprechend. Ob das, ihr Bekanntheitsgrad in der Szene und ihre Vernetzung ausreichen, entzieht sich unserer Kenntnis. Wie auch etwaige weitere Kandidaten*innen. So oder so: Abgerechnet wird letztlich in irgendeinem mäßig besuchten Sitzungsaal in Braga. Denn aus purem Kalkül hat Kaschke die Generalversammlung entgegen der bisherigen Gepflogenheiten an das Ende der ohnehin bereits aufgepfropften Hallen-EM (20.- 27.Februar 2022) auf einen Montag, den 28.Feburar, in eine neue Arbeitswoche gelegt. Welche/r Deligierte will sich das schon noch antun?

Open African Masters starten bei rundum märchenhaften Bedingungen

(Nairobi/Krefeld, 22. November 2021) Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?! Der Spruch ist von vorgestern. Denn am deutschen Wesen kann die Welt schon lange nicht mehr genesen. Auch nicht, was die Corona-Abwehr-Maßnahmen betrifft. Die Neuinfektionen explodieren auch hierzulande, muss das öffentliche Leben notgedrungen wieder heruntergefahren werden. Darunter wird nicht zuletzt der Breitensport leiden, mithin jener der Senioren-Leichtathleten. Das mit der Absageflut von Hallen-Veranstaltungen hatten wir gerade erst (siehe gestrigen Beitrag). Unter freiem Himmel geht immer noch was, so die klimatischen Bedingungen es zulassen. Ganz weit weg, rund zehn Flugstunden von der Drehscheibe Frankfurt entfernt, finden ab heute bis zum 27.November in der kenianischen Hauptstadt Nairobi die Open African Masters statt.

Bei lausiger Impfquote eine Sieben-Tage-Inzidenz von 0,8

Abenteuer-Wettkampf in einem „verstrahlten Gebiet“, nein danke! Denkste: Trotz einer lausigen Quote zweimal Geimpfter von 4,27 Prozent der etwa 55 Millionen Einwohner starken Bevölkerung (Nairobi 4,4 Mio.) beträgt die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz 0,8 (Deutschland 386,5). Wie machen die das bloß? Ja, klar, die haben ihre wärmsten Monate zwischen Oktober und Mai. Die Temperaturen sollen heute in Nairobi (Zeitunterschied zwei Stunden plus) bis 27 Grad steigen – im Schatten, versteht sich. Das mag dieser vermaledeite Virus nicht so gerne. Noch weniger im Freien.

Leider gibt es keine Meldeliste

Nun hätte uns zur Erbauung unserer Leser brennend interessiert, welche Mittel-Europäer und insbesondere Germanen rechtzeitig die pfiffige Idee und das nötige Kleingeld in größeren Scheinen hatten, mal ein paar Tage einigermaßen unbeschwert durchzuatmen und im friedlichen Wettstreit noch einen bisschen zu laufen, springen, stoßen und/oder werfen. Allerdings gibt es auf der spartanisch ausstaffierten Veranstalter-Netzseite leider keine Meldeliste.
Selbst der gut betuchte Reiner Görtz (*1940; im Bild) vom ASV Süchteln, sonst wie 4711 fast immer und überall dabei, vor zwei Jahren „deutscher Held“ mit vier Titeln in der M75 bei der zwölften Auflage dieser Meisterschaften in Tunis (Tunesien), war es zu viel des Aufwandes. Doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird Margit Jungmann aus Rehlingen als Präsidentin des globalen Dachverbandes World Masters Athletics (WMA) ihre Aufwartung machen, im internationalen Sprachgebrauch: Honneurs.
Das bringt uns allerdings auch nicht weiter. Hoffen wir also nach Beendigung der sechstägigen Titelkämpfe auf eine Ergebnisübersicht.