Ein bisschen Wahlkampf für Ausnahme-Kugelstoßer Andy Dittmar

(Erfurt/Krefeld, 28. November 2016) Wer nicht wirbt, der stirbt. Das gilt nicht nur im Wirtschaftsleben. Also machen wir unverblümt ein bisschen Wahlkampf, gehen in Geschäftsführung ohne Auftrag für Kugelstoß-Ikone Andy Dittmar (*05.07.1974) von BiG Gotha in die Bütt. Es ist allerhöchste Zeit, dass bei der Kürung zum „Senioren-Leichtathleten des Jahres“ endlich auch mal „Jugend forscht“ zum Zuge kommt. Bislang war es zumeist die Ü-70-Generation, die das Rennen bei dieser ideellen Auszeichnung machte. Rühmliche Ausnahmen, aber auch schon M50 und 55, waren Stabhochspringer  Wolfgang Ritte (*1953) vom SC Bayer Uerdingen in 2007 und im Vorjahr Dreispringer Wolfgang Knabe (*1959) vom OSC Damme.
Big-Andy ist in jeglicher Hinsicht, und da kann ich mir bei aller gebotenen Bescheidenheit ein gewichtiges Wort erlauben, der geeignete Repräsentant der Jung-Senioren. Der Ehemann und Vater von drei Kindern, im richtigen Leben in leitender Stellung als Marketing-Chef bei der AOK Plus, ist ungeachtet der Tatsache, dass er in (s)einer eigenen Liga aufschlägt, die Biologie außer Kraft gesetzt zu haben scheint, ein Werfer wie du und ich. Stets nett, zuvorkommend, bescheiden auftretend, charmant, witzig und schlagfertig. Nicht abgehoben, sondern sinnbildlich immer hübsch mit beiden Beinen auf dem Boden stehend. Schlechte Laune – Fehlanzeige. Eine absolute Zierde für die Senioren-Leichtathletik. Ehe es ihm noch unangenehm wird, obwohl es keineswegs zu dick aufgetragen ist, stoppen wir an dieser Stelle.

Eine makellose sportliche Bilanz

Allerdings nicht, ohne seine diesjährigen sportlichen Weihen erwähnt zu haben, um dies es bei allen Nebengeräuschen nun einmal vordergründig geht. Der 42-Jährige hat im dritten Jahr der Zugehörigkeit zur M40 alles gewonnen, was es für ihn zu gewinnen gab. Und das ausnahmslos mit überwältigendem Vorsprung von drei Metern und mehr. Lichtjahre in dem Metier. Eben eigene Liga.
Dazu eine kleine Replik an Fakten und Zahlen: Deutscher Hallenmeister in Erfurt mit 18,43m, Hallen-Europameister mit 18,27m in Ancona (Italien) und Deutscher Meister von Leinefelde-Worbis mit der Saisonbestleistung von 18,55m. Seinen eigenen deutschen Hallen-Rekord der M40 von 18,35m verbesserte er zunächst auf 18,44m und wenig später als DM-Fünfter bei den Männern (!) in Leipzig auf 18,48m. Die DLV-Bestenlisten 2016 weist den 1.96m großen und 140 Kilo schweren Koloss aus Thüringen mit jenen 18,55m an zwölfter Stelle aus. Das sucht seinesgleichen bei einem Senior in den Fraktionen Sprung und Wurf. Allenfalls noch denkbar, ohne es überprüft zu haben, auf den ganz langen Langstrecken und/oder beim Gehen.

Querschnitt liegt bei 98,81 Prozent der Spitzenweite

Auf jeden Fall Einmaligkeitscharakter hat sein Querschnitt aus all seinen neun Wettkämpfen dieses Jahres zwischen 18,12 und 18,55m. Der liegt bei 18,33m oder 98,81 Prozent seines absoluten Leistungsvermögens. Das ist der blanke Wahnsinn in einer Disziplin, wo die Amplitude von der Spitzenleistung ausgehend in dem Weitenbereich (un-)gerne mal um mehr als einen Meter nach unten ausschlägt.
Nicht nur nach meiner unmaßgeblichen Meinung ist/wäre „Mister Zuverlässig“ Andy Dittmar ein würdiger Senioren-Leichtathlet des Jahres 2016. Dem steht jetzt „nur“ noch eine fossile so genannte Experten-Jury entgegen, die nach Vorschlägen eines amputierten Wahl-Verfahrens in der Vergangenheit so manch seltsame Entscheidung getroffen hat.
Details zum Prozedere unter diesem Link und noch mehr von Andy dem Jüngeren bei Wikipedia.