DLV droht mit Abschaffung des Ausländerstartrechts ein Nachspiel

(Darmstadt/Krefeld, 24. November 2016) Wo kein Kläger, da kein Richter. Das könnte allerdings bei der vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) getroffenen Neuregelung mit der restriktiven Abschaffung des Ausländerstartrechts bei Deutschen Meisterschaften (wir berichteten) anders aussehen. Aus Gründen des Informanten- und Vertrauensschutzes lassen wir zunächst Namen aus dem Spiel. Denn LAMPIS ist mit Ross und Reiter bekannt geworden, dass ein betroffener Senioren-Werfer bereits juristischen Rat in der Sache eingeholt hat und gegebenenfalls den Klageweg beschreiten will. Dabei wird genau das bemängelt, was wir schon in unserem Beitrag beschrieben haben: Die völlige Außerachtlassung von Gewohnheitsrecht, Besitzstandswahrung und insbesondere einer Übergangsregelung für all jene ausländische Athleten/innen mit deutschem Verein und Wohnsitz, die bereits seit Jahren mit allen Segnungen uneingeschränkt an Deutschen (Senioren-)Meistershaften teilnehmen durften - bis hin zu Titelehren.
Natürlich kann und darf der DLV aus mehr oder weniger guten Beweggründen sein Regelwerk ändern. Aber eben nicht beliebig (siehe oben). Genau wie der Verband erwartet, dass sich seine „Schutzbefohlenen“ an die Spielregeln halten, gilt das logischerweise auch im Umkehrschluss. Einmal mehr unverständlich, dass die Dachorganisation eine Angelegenheit nicht bis zu Ende denkt. Dabei wird sie von einem studierten Juristen mit 2.Staatsexamen geführt. Doch der bekommt offenbar nicht alles mit, was so in seinem ehrenamtlich geleiteten „Gemischtwarenladen“ in Darmstadt vor sich geht.
Es bleibt spannend und wir halten selbstverständlich die Tastaturfinger in der Wunde! Derweil fragen wir uns allerdings, was der Senioren(miss)versteher Alfred Hermes in dieser Sache macht, statt auf seiner Verharmlosungsnetzseite mit einer Berichterstattung rauf und runter mit aller Gewalt die Senioren-WM in Perth schön schreiben und verlinken zu wollen.